Beagle Bruno im Südharz
Anni163 antwortete auf Beagle Bruno im Südharz
02 Jan. 2014 21:18
Liebe Forenmitglieder,
wir wünschen erst einmal allen ein frohes und gesundes neues Jahr!
Ich hoffe, alle Zwei- und Vierbeiner unter euch sind gut ins neue Jahr gekommen. Ich war am Silvesterabend und auch heute mal wieder absolut begeistert von unserem Bruno
Die Silvester-Vorknallerei hat ihn überhaupt nicht interessiert. Gut, dachte ich, sind ja auch nur vereinzelte Knaller gewesen. Wer weiß, was am richtigen Silvesterabend mit der großen Knallerei passiert. Wir haben dann versucht, die Spaziergänge so zu legen, dass es nicht ganz so spät und somit laut wird. Der letzte Spaziergang war dann also so gegen 21.30 Uhr. Es wurde natürlich die ganze Zeit geknallert. Und was hat Bruno gemacht? Aufrecht und wuselig wie immer, mit erhobener, wedelnder Rute ist er durch die Gegend gelaufen, hat geschnüffelt und getobt. Da war das Frauchen schreckhafter
Nicht mal die Kinder, die uns entgegenkamen und ununterbrochen Knaller auf die Straße geworfen haben, weil sie uns erst nicht gesehen haben, haben ihn gestört. (Das Frauchen schon, deshalb gab es dafür erstmal Ärger bzw. die Bitte, kurz aufzuhören :evil: - die Kinder waren aber sehr nett, haben sich entschuldigt dass sie uns nicht gesehen haben und haben gewartet, bis wir weg waren
)
Wir hatten uns dafür entschieden, alle Abläufe wie immer zu gestalten und somit nach der letzten Runde ins Bett zu gehen. Um Mitternacht hat's hier so laut geknallt, dass einer senkrecht im Bett saß vor Schreck - und das war NICHT Bruno
Ich habe mich total erschrocken und gedacht - Oh nein, der arme Hund, es ist total laut - und Bruno hat komplett ALLES verpennt.
Heute waren wir dann bei der Tierärztin, chippen stand auf dem Plan. Beim ersten Mal vorbeilaufen war das Wartezimmer total voll, sodass wir noch eine Runde gedreht sind. Beim zweiten Mal habe ich schon von weitem ein schreckliches Kläffen gehört und dachte, da will einer nicht rein in die Praxis. Die Hundehalter vor der Tür erzählten dann aber von einer freilaufenden bzw. auf dem Schoß sitzenden Ratte im Wartezimmer und wir entschlossen uns, auch noch ein bisschen draußen zu warten - Bruno hatte schließlich noch nichts gegessen
Der JRT vor der Tür bellte echt ununterbrochen, Bruno war völlig unbeeindruckt. Als die Praxis leerer wurde, gingen wir dann zusammen ins Wartezimmer und dann ging das Gekläffe des anderen erst so richtig los. Und im Wartezimmer hat das noch so richtig schön geschallt - ich hatte direkt Kopfschmerzen. Bruno ist auch da hin und her gewuselt, war aber durch's Kläffen total verunsichert und hat dann auch noch ein kleines bisschen Leckerli gespuckt, sodass wir uns entschieden haben, weiter draußen zu warten. Und siehe da - als der Kläffer weg war und der Bruno ins Wartezimmer kam, war alles vergessen. Das Warten hat ihm nichts ausgemacht, er war ganz entspannt. Das war wohl ein bisschen zu viel :dry: Aber ok, wir haben es erkannt und ihn aus der Situation 'gerettet' und ich denke, danach war es auch wieder ok für ihn.
Auch im Behandlungsraum hat er direkt alle um den Finger gewickelt. Sie waren total begeistert von ihm und neugierig über seine Vorgeschichte. Nach ein bisschen Gequatsche musste er dann aber doch ran
Also ab auf den Tisch - kein Problem, spannend mal alles von oben zu sehen. Als das Herrchen dann seinen Kopf halten sollte, war ihm wohl doch etwas mulmig, aber insgesamt war er super tapfer. Es war ja auch quasi sofort wieder vorbei. Und dann kam das Beste: Leckerli ohne Ende
Er hat auch direkt den Schrank mit den Vorräten erschnüffelt - eine super Beaglenase hat er 
Er ist wirklich ein toller Kerl mit seiner fröhlichen und offenen Art und wickelt alle sofort um den Finger
Auf Spaziergängen ist er auch ein richtiger Beagle geworden: Er läuft locker den dreifachen Weg wie wir, scheucht die Vögel und hört auf's Wort - nur eben meist nicht auf's erste
Und er liebt Tierkot
Pferdeäpfel hat er zum Fressen gern, weiß aber inzwischen, dass die 'Nein' sind und in allem anderen liebt er, sich zu wälzen. Seeehr appetitlich
Außerdem ist er ein wahrer Müllsammler, er kann einfach alles gebrauchen: am liebsten Taschentücher, Stöcke, Steine und auch Silvesterböller könnte der Bruno noch einmal wiederverwerten.
Er muss definitiv noch Lernen, dass nicht alle Hunde und auch nicht alle Menschen mit uns spielen wollen und ich hoffe, er schafft es, das ohne negative Vorfälle zu lernen. Er ist immer ganz lieb und vorsichtig (wenn auch verspielt) zu den anderen, aber man wundert sich doch manchmal, was für Hundehalter so in der Gegend herumlaufen. Da werden Hunde frei laufen lassen, obwohl sie NULL abrufbar sind, Halter fliegen fast hinterm Hund hinterher, weil sie das Ziehen nicht halten können, oder Halter sagen: "Die regeln das schon"...
Eine Frage hab ich noch: Ab wann habt ihr denn das Sicherungsstück von Geschirr und Halsband weggelassen? Oder tragen eure Hunde es immer? Bruno macht keine Anstalten, sich aus einem der beiden Dinge zu befreien, bis nach Silvester wollte ich aber ohnehin noch warten.
Nun gibt's noch ein paar Brunobilder:
Familienfoto-Versuche
wir wünschen erst einmal allen ein frohes und gesundes neues Jahr!
Ich hoffe, alle Zwei- und Vierbeiner unter euch sind gut ins neue Jahr gekommen. Ich war am Silvesterabend und auch heute mal wieder absolut begeistert von unserem Bruno
Die Silvester-Vorknallerei hat ihn überhaupt nicht interessiert. Gut, dachte ich, sind ja auch nur vereinzelte Knaller gewesen. Wer weiß, was am richtigen Silvesterabend mit der großen Knallerei passiert. Wir haben dann versucht, die Spaziergänge so zu legen, dass es nicht ganz so spät und somit laut wird. Der letzte Spaziergang war dann also so gegen 21.30 Uhr. Es wurde natürlich die ganze Zeit geknallert. Und was hat Bruno gemacht? Aufrecht und wuselig wie immer, mit erhobener, wedelnder Rute ist er durch die Gegend gelaufen, hat geschnüffelt und getobt. Da war das Frauchen schreckhafter
Nicht mal die Kinder, die uns entgegenkamen und ununterbrochen Knaller auf die Straße geworfen haben, weil sie uns erst nicht gesehen haben, haben ihn gestört. (Das Frauchen schon, deshalb gab es dafür erstmal Ärger bzw. die Bitte, kurz aufzuhören :evil: - die Kinder waren aber sehr nett, haben sich entschuldigt dass sie uns nicht gesehen haben und haben gewartet, bis wir weg waren Wir hatten uns dafür entschieden, alle Abläufe wie immer zu gestalten und somit nach der letzten Runde ins Bett zu gehen. Um Mitternacht hat's hier so laut geknallt, dass einer senkrecht im Bett saß vor Schreck - und das war NICHT Bruno
Heute waren wir dann bei der Tierärztin, chippen stand auf dem Plan. Beim ersten Mal vorbeilaufen war das Wartezimmer total voll, sodass wir noch eine Runde gedreht sind. Beim zweiten Mal habe ich schon von weitem ein schreckliches Kläffen gehört und dachte, da will einer nicht rein in die Praxis. Die Hundehalter vor der Tür erzählten dann aber von einer freilaufenden bzw. auf dem Schoß sitzenden Ratte im Wartezimmer und wir entschlossen uns, auch noch ein bisschen draußen zu warten - Bruno hatte schließlich noch nichts gegessen
Der JRT vor der Tür bellte echt ununterbrochen, Bruno war völlig unbeeindruckt. Als die Praxis leerer wurde, gingen wir dann zusammen ins Wartezimmer und dann ging das Gekläffe des anderen erst so richtig los. Und im Wartezimmer hat das noch so richtig schön geschallt - ich hatte direkt Kopfschmerzen. Bruno ist auch da hin und her gewuselt, war aber durch's Kläffen total verunsichert und hat dann auch noch ein kleines bisschen Leckerli gespuckt, sodass wir uns entschieden haben, weiter draußen zu warten. Und siehe da - als der Kläffer weg war und der Bruno ins Wartezimmer kam, war alles vergessen. Das Warten hat ihm nichts ausgemacht, er war ganz entspannt. Das war wohl ein bisschen zu viel :dry: Aber ok, wir haben es erkannt und ihn aus der Situation 'gerettet' und ich denke, danach war es auch wieder ok für ihn.
Auch im Behandlungsraum hat er direkt alle um den Finger gewickelt. Sie waren total begeistert von ihm und neugierig über seine Vorgeschichte. Nach ein bisschen Gequatsche musste er dann aber doch ran
Er ist wirklich ein toller Kerl mit seiner fröhlichen und offenen Art und wickelt alle sofort um den Finger
Auf Spaziergängen ist er auch ein richtiger Beagle geworden: Er läuft locker den dreifachen Weg wie wir, scheucht die Vögel und hört auf's Wort - nur eben meist nicht auf's erste
Pferdeäpfel hat er zum Fressen gern, weiß aber inzwischen, dass die 'Nein' sind und in allem anderen liebt er, sich zu wälzen. Seeehr appetitlich Er muss definitiv noch Lernen, dass nicht alle Hunde und auch nicht alle Menschen mit uns spielen wollen und ich hoffe, er schafft es, das ohne negative Vorfälle zu lernen. Er ist immer ganz lieb und vorsichtig (wenn auch verspielt) zu den anderen, aber man wundert sich doch manchmal, was für Hundehalter so in der Gegend herumlaufen. Da werden Hunde frei laufen lassen, obwohl sie NULL abrufbar sind, Halter fliegen fast hinterm Hund hinterher, weil sie das Ziehen nicht halten können, oder Halter sagen: "Die regeln das schon"...
Eine Frage hab ich noch: Ab wann habt ihr denn das Sicherungsstück von Geschirr und Halsband weggelassen? Oder tragen eure Hunde es immer? Bruno macht keine Anstalten, sich aus einem der beiden Dinge zu befreien, bis nach Silvester wollte ich aber ohnehin noch warten.
Nun gibt's noch ein paar Brunobilder:
Familienfoto-Versuche
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Binebear antwortete auf Beagle Bruno im Südharz
02 Jan. 2014 21:41 - 02 Jan. 2014 21:42
Der Bruno ist aber auch echt ein Herzensbrecher :blush: Sowas von süß, den will man nur knuddeln! Die Familienfoto-Versuche sind klasse! Und sehr beeindruckend, wie entspannt Bruno an Silvester geblieben ist. Wir haben hier das Glück, dass unsere eigenen beiden Beaglenasen die Knallerei auch nicht stört, und unser Pflegi Rezi hat sich das wohl von ihnen abgeguckt
Letzte Änderung: 02 Jan. 2014 21:42 von Binebear.
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Gabi S antwortete auf Beagle Bruno im Südharz
03 Jan. 2014 09:43
...ganz tolle Fotos von der kleinen Familie!!!
Bitte benutzen Sie das Sicherheitsstück weiter, es kann auch nach einem halben Jahr oder länger noch zu Situationen kommen, in denen Sie dankbar sind, es zu besitzen.
Wir haben viele Halter, die es sich immer wieder nachkaufen, wenn es mal kaputt ist.
Es ist ein kleines Ding mit großer Wirkung...und wir sind sehr stolz auf die ehemalige Kollegin, die es entwickelt hat. Sie heißt Wencke und ist hier oft online :woohoo:
Viele Grüße von mir
Bitte benutzen Sie das Sicherheitsstück weiter, es kann auch nach einem halben Jahr oder länger noch zu Situationen kommen, in denen Sie dankbar sind, es zu besitzen.
Wir haben viele Halter, die es sich immer wieder nachkaufen, wenn es mal kaputt ist.
Es ist ein kleines Ding mit großer Wirkung...und wir sind sehr stolz auf die ehemalige Kollegin, die es entwickelt hat. Sie heißt Wencke und ist hier oft online :woohoo:
Viele Grüße von mir
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Cassandra antwortete auf Beagle Bruno im Südharz
03 Jan. 2014 16:02
Oh, den letzten Beitrag habe ich ja richtiggehend verpasst.
Frohes neues Jahr euch!
Der Silveste Spaziergang lief bei uns genau so ab. Die einzige, die sich bei der Ballerei erschreckt hat war ICH. :laugh:
Beagle können ganz schön schussfest sein. Ich behaupte ja, das liegt in den Genen. Abby ist regelrecht wachsam, wenn irgendwo ein Jäger schießt. Könnte ja ein Hase oder ein Fasan in der Nähe sein.
Bruno ist wirklich super. Da habt ihr wahnsinniges Glück gehabt, dass er schon so entspannt durch die meisten Situationen geht.
Lieben Gruß!
Frohes neues Jahr euch!
Der Silveste Spaziergang lief bei uns genau so ab. Die einzige, die sich bei der Ballerei erschreckt hat war ICH. :laugh:
Beagle können ganz schön schussfest sein. Ich behaupte ja, das liegt in den Genen. Abby ist regelrecht wachsam, wenn irgendwo ein Jäger schießt. Könnte ja ein Hase oder ein Fasan in der Nähe sein.
Bruno ist wirklich super. Da habt ihr wahnsinniges Glück gehabt, dass er schon so entspannt durch die meisten Situationen geht.
Lieben Gruß!
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Anni163 antwortete auf Beagle Bruno im Südharz
06 Jan. 2014 16:00
Wir sind es mal wieder 
Bruno macht sich weiterhin toll! Das alleine bleiben klappt super (ich muss nächste Woche wieder arbeiten
) und ich denke, wir müssen uns keine Sorgen machen, wenn wir arbeiten gehen. Ich habe auch einen neuen Job gefunden, den ich zum 01.02.14 antrete, und der viiiiiiel Brunofreundlicher ist als der jetzige. Da fange ich nämlich erst gegen Mittag an (ist eine Nachmittagsgruppe), d.h. wir haben ganz viel Zeit vorher ausgiebig spazieren zu gehen, und bin nicht mehr so lang weg, weil ich etwas weniger Stunden und keinen Fahrtweg mehr habe. So wäre ich auch schneller zu Hause, wenn mal etwas mit Bruno ist und ich zwischendurch nach ihm schauen muss / möchte. Bedeutet aber auch, dass sich unsere Abläufe nach drei Wochen im Januar dann im Februar nochmal ändern... Ich hoffe, das schafft er!
Außerdem glaube ich, dass wir herausgefunden haben, warum Bruno im Labor als nicht ganz so verträglich mit anderen Rüden beschrieben wurde. Wenn wir uns mit anderen Rüden treffen, springt er ihnen immer mit den Vorderpfoten auf den Rücken im Schulterbereich. Letztens haben wir uns mit einer Bekannten mit zwei Bearded Collies getroffen, beides Jungs. Einer ist noch ein Welpe, der andere so alt wie Bruno. Den Welpen hat er mit seinem Verhalten natürlich umgeschubst und da hatte man auch den Eindruck, er unterwirft ihn. Beim Großen hat er es auch 1-2 Mal versucht, der hat ihn dann angeknurrt und ich habe ihn dann erstmal auf Abstand laufen lassen. Nach ein paar Metern Spaziergang ging es dann und sie sind ganz normal gemeinsam gelaufen. Allerdings überkam es Bruno immer mal wieder und er versuchte es erneut. Man hatte bei dem Großen aber nie den Eindruck, dass Bruno das macht, um ihn zu unterwerfen oder in seine Schranken zu weisen, er hat auch dabei nicht geknurrt oder die Lefzen hochgezogen oder ähnliches. Es wirkte eher so, als hätte es ihn im Spiel überkommen und als sei es eine Spielaufforderung. In solchen Situationen ist er natürlich noch nicht abrufbar. Wie würdet ihr reagieren? Ihn wegziehen und 'Nein' sagen? Ihn machen lassen? Der Bearded Collie war sehr nett und hat ihn nur angeknurrt, andere Rüden reagieren da vielleicht anders.
Meint ihr, es ist normales Hundeverhalten? Intuitiv würde ich sagen, er muss lernen, dass das so nicht geht und dass er das nicht machen soll, oder ist das vielleicht zu viel verlangt? Müssen sie das vielleicht sogar so klären und ich habe das unterbunden?
Bei 'normalen' Hundebegegnungen mit Hunden, die wir nicht kennen, möchte ich dass Bruno lernt, dass er erstmal bei mir warten muss, bevor er drauf los rennt und schnuppert und dass er sich erstmal auf mich konzentriert. Das fällt ihm aber im Moment noch total schwer. Sobald wir andere Hunde (oder generell andere Tiere, interessante Dinge) sehen, hört er gar nicht mehr und lässt sich auch schwer locken. Wie kann ich das am besten üben? Ihn rufen, zu mir 'angeln' und dann belohnen? Wenn ich ihn nicht kürzer mache oder ihn einfach ignoriere, dann kommen wir nicht weiter. Er schaut dem anderen Hund hinterher, auch wenn man ihn schon gar nicht mehr sehen kann. Oder wenn wir an einem Hühnergarten vorbeigehen, bleibt Bruno stehen und geht nicht mehr weiter. Dann 'muss' ich ihn quasi weiter ziehen. Allerdings komme ich mir dabei immer ziemlich brutal vor und frage mich, wie das für andere Leute aussieht, wenn ich meinen Hund so hiterherschleife.
Vielleicht habt ihr noch andere Tipps für mich?
Bruno kann jetzt übrigens seit zwei Tagen auch 'Sitz'. Wenn er einmal etwas verstanden hat, geht das wirklich total schnell und er macht es mit großer Freude - es gibt ja dafür auch immer tolle Leckerli
Bruno macht sich weiterhin toll! Das alleine bleiben klappt super (ich muss nächste Woche wieder arbeiten
Außerdem glaube ich, dass wir herausgefunden haben, warum Bruno im Labor als nicht ganz so verträglich mit anderen Rüden beschrieben wurde. Wenn wir uns mit anderen Rüden treffen, springt er ihnen immer mit den Vorderpfoten auf den Rücken im Schulterbereich. Letztens haben wir uns mit einer Bekannten mit zwei Bearded Collies getroffen, beides Jungs. Einer ist noch ein Welpe, der andere so alt wie Bruno. Den Welpen hat er mit seinem Verhalten natürlich umgeschubst und da hatte man auch den Eindruck, er unterwirft ihn. Beim Großen hat er es auch 1-2 Mal versucht, der hat ihn dann angeknurrt und ich habe ihn dann erstmal auf Abstand laufen lassen. Nach ein paar Metern Spaziergang ging es dann und sie sind ganz normal gemeinsam gelaufen. Allerdings überkam es Bruno immer mal wieder und er versuchte es erneut. Man hatte bei dem Großen aber nie den Eindruck, dass Bruno das macht, um ihn zu unterwerfen oder in seine Schranken zu weisen, er hat auch dabei nicht geknurrt oder die Lefzen hochgezogen oder ähnliches. Es wirkte eher so, als hätte es ihn im Spiel überkommen und als sei es eine Spielaufforderung. In solchen Situationen ist er natürlich noch nicht abrufbar. Wie würdet ihr reagieren? Ihn wegziehen und 'Nein' sagen? Ihn machen lassen? Der Bearded Collie war sehr nett und hat ihn nur angeknurrt, andere Rüden reagieren da vielleicht anders.
Meint ihr, es ist normales Hundeverhalten? Intuitiv würde ich sagen, er muss lernen, dass das so nicht geht und dass er das nicht machen soll, oder ist das vielleicht zu viel verlangt? Müssen sie das vielleicht sogar so klären und ich habe das unterbunden?
Bei 'normalen' Hundebegegnungen mit Hunden, die wir nicht kennen, möchte ich dass Bruno lernt, dass er erstmal bei mir warten muss, bevor er drauf los rennt und schnuppert und dass er sich erstmal auf mich konzentriert. Das fällt ihm aber im Moment noch total schwer. Sobald wir andere Hunde (oder generell andere Tiere, interessante Dinge) sehen, hört er gar nicht mehr und lässt sich auch schwer locken. Wie kann ich das am besten üben? Ihn rufen, zu mir 'angeln' und dann belohnen? Wenn ich ihn nicht kürzer mache oder ihn einfach ignoriere, dann kommen wir nicht weiter. Er schaut dem anderen Hund hinterher, auch wenn man ihn schon gar nicht mehr sehen kann. Oder wenn wir an einem Hühnergarten vorbeigehen, bleibt Bruno stehen und geht nicht mehr weiter. Dann 'muss' ich ihn quasi weiter ziehen. Allerdings komme ich mir dabei immer ziemlich brutal vor und frage mich, wie das für andere Leute aussieht, wenn ich meinen Hund so hiterherschleife.
Vielleicht habt ihr noch andere Tipps für mich?
Bruno kann jetzt übrigens seit zwei Tagen auch 'Sitz'. Wenn er einmal etwas verstanden hat, geht das wirklich total schnell und er macht es mit großer Freude - es gibt ja dafür auch immer tolle Leckerli
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
Resi1978 antwortete auf Beagle Bruno im Südharz
07 Jan. 2014 21:44
Hallo Anna - Lena,
ich bin in Sachen Hundeerziehung ebenfalls unerfahren. Aber das was Du beschreibst kenne ich. Die Erfahrung, die ich mit Kalle gemacht habe ist, dass man beim "Auf andere Hunde stürmisch zulaufen" einfach Geduld braucht. Das ist für die Hunde einfach super-spannend. Es kann meiner Erfahrung nach helfen, wenn man sich demonstrativ ins Blickfeld des Hundes stellt. Das ist dann bei Kalle und mir manchmal ein ziemlicher Eiertanz aber er beginnt zu begreifen, dass ich an dieser Stelle nicht locker lasse und immer gerade da stehe, wo er hingucken will. Das "Spielchen" wird also immer kürzer wenngleich das durchaus noch immer so lange dauern kann, bis der Hund aus dem Blickfeld verschwunden ist. Am Anfang hat er das aber ganz genauso gemacht wie Bruno, auch wenn der Hund gar nicht mehr zu sehen war, hat er weiter in die Richtung gezogen.
Mit verschiedenen Übungen haben wir auch nach und nach das Kommando "Nein" etabliert, was für Kalle ein allgemeines Abbruchsignal darstellt. Das setze ich inzwischen unterstützend ein was auch hilft.
Bei Begegnungen mit anderen Hunden habe ich mich von Anfang an möglichst wenig eingemischt. Dies insbesondere dann, wenn ich den anderen Halter kenne und weiß, dass dieser seinen Hund kennt. Kalle hat dadurch die eine oder andere Beule einstecken müssen, hat dadurch aber auch gelernt, auf feine Signale von anderen Hunden noch besser zu reagieren. Ich hatte nämlich das Gefühl, dass Kalle am Anfang etwas Schwierigkeiten mit der Hundesprache hatte. Warum das so war, weiß ich nicht, aber ich kann mir vorstellen, dass sich unter den sterilen Laborbedingungen vielleicht die Hundesprache auch etwas einschränkt und die Hunde nicht ganz natürlich miteinander "sprechen". Keine Ahnung, ist meine Überlegung, muss aber nicht stimmen. Was ich weiß ist, dass Kalle inzwischen deutlich besser "hundisch" versteht und spricht, auch wenn es um den Preis einiger Kratzer war. Ich bin überzeugt davon, dass Tiere untereinander Situationen wesentlich effizienter klären, als wenn wir Menschen uns einmischen.
Ich hab hier einige Denkansätze bekommen, die gepaart mit eigenem Erleben ergeben haben, dass man bei vielen Dingen einfach die Zeit machen lassen sollte. Kalle ist jetzt knapp 4 Monate hier und inzwischen - verglichen mit den ersten 2 Monaten - die Ruhe selbst. Trotzdem ist er natürlich weiterhin ein aufgeweckter und oft auch aufgedrehter Junghund.
Er lässt sich im Gelände trotz Ablenkung gut abrufen und schaut immer mal wieder, wo ich bin. Letzteres habe ich durch einen Tipp etwas "forciert", den ich von einem Bekannten bekommen habe, der selbst Jagdhunde hält: Ich habe mich versteckt! Zunächst an der Schleppleine und später dann auch ohne Leine. Wo immer ich einen Busch, Baum, Strauch o.ä. finden konnte, habe ich mich regungslos dahinter gestellt. Beim ersten Mal hat Kalle sich verzweifelt jaulend hingesetzt und wusste überhaupt nicht mehr weiter. Beim zweiten Mal hat er schon die Nase eingesetzt und hat mich gesucht. Und danach kam er fast immer sofort angelaufen, weil er mich im Blick hatte
Der Tipp war einer der wertvollsten, die ich bekommen habe. Leicht durchzuführen und ziemlich effektiv.
Aber ich fühle mit Euch weil ich das was Euch umtreibt selbst immer wieder erlebe. Man will alles richtig machen, den Hund schützen und weiß manchmal nicht, was richtig ist. Verlasst Euch einfach auf Euer Gefühl, das wird Euch nicht trügen!!!!!
Ich find's unheimlich schön zu lesen, dass auch Bruno einer von den glücklichen Hunden ist, die den Sprung ins neue "normale" Hundeleben problemlos gemeistert haben!
Lg Theresa mit Kalle
ich bin in Sachen Hundeerziehung ebenfalls unerfahren. Aber das was Du beschreibst kenne ich. Die Erfahrung, die ich mit Kalle gemacht habe ist, dass man beim "Auf andere Hunde stürmisch zulaufen" einfach Geduld braucht. Das ist für die Hunde einfach super-spannend. Es kann meiner Erfahrung nach helfen, wenn man sich demonstrativ ins Blickfeld des Hundes stellt. Das ist dann bei Kalle und mir manchmal ein ziemlicher Eiertanz aber er beginnt zu begreifen, dass ich an dieser Stelle nicht locker lasse und immer gerade da stehe, wo er hingucken will. Das "Spielchen" wird also immer kürzer wenngleich das durchaus noch immer so lange dauern kann, bis der Hund aus dem Blickfeld verschwunden ist. Am Anfang hat er das aber ganz genauso gemacht wie Bruno, auch wenn der Hund gar nicht mehr zu sehen war, hat er weiter in die Richtung gezogen.
Mit verschiedenen Übungen haben wir auch nach und nach das Kommando "Nein" etabliert, was für Kalle ein allgemeines Abbruchsignal darstellt. Das setze ich inzwischen unterstützend ein was auch hilft.
Bei Begegnungen mit anderen Hunden habe ich mich von Anfang an möglichst wenig eingemischt. Dies insbesondere dann, wenn ich den anderen Halter kenne und weiß, dass dieser seinen Hund kennt. Kalle hat dadurch die eine oder andere Beule einstecken müssen, hat dadurch aber auch gelernt, auf feine Signale von anderen Hunden noch besser zu reagieren. Ich hatte nämlich das Gefühl, dass Kalle am Anfang etwas Schwierigkeiten mit der Hundesprache hatte. Warum das so war, weiß ich nicht, aber ich kann mir vorstellen, dass sich unter den sterilen Laborbedingungen vielleicht die Hundesprache auch etwas einschränkt und die Hunde nicht ganz natürlich miteinander "sprechen". Keine Ahnung, ist meine Überlegung, muss aber nicht stimmen. Was ich weiß ist, dass Kalle inzwischen deutlich besser "hundisch" versteht und spricht, auch wenn es um den Preis einiger Kratzer war. Ich bin überzeugt davon, dass Tiere untereinander Situationen wesentlich effizienter klären, als wenn wir Menschen uns einmischen.
Ich hab hier einige Denkansätze bekommen, die gepaart mit eigenem Erleben ergeben haben, dass man bei vielen Dingen einfach die Zeit machen lassen sollte. Kalle ist jetzt knapp 4 Monate hier und inzwischen - verglichen mit den ersten 2 Monaten - die Ruhe selbst. Trotzdem ist er natürlich weiterhin ein aufgeweckter und oft auch aufgedrehter Junghund.
Er lässt sich im Gelände trotz Ablenkung gut abrufen und schaut immer mal wieder, wo ich bin. Letzteres habe ich durch einen Tipp etwas "forciert", den ich von einem Bekannten bekommen habe, der selbst Jagdhunde hält: Ich habe mich versteckt! Zunächst an der Schleppleine und später dann auch ohne Leine. Wo immer ich einen Busch, Baum, Strauch o.ä. finden konnte, habe ich mich regungslos dahinter gestellt. Beim ersten Mal hat Kalle sich verzweifelt jaulend hingesetzt und wusste überhaupt nicht mehr weiter. Beim zweiten Mal hat er schon die Nase eingesetzt und hat mich gesucht. Und danach kam er fast immer sofort angelaufen, weil er mich im Blick hatte
Aber ich fühle mit Euch weil ich das was Euch umtreibt selbst immer wieder erlebe. Man will alles richtig machen, den Hund schützen und weiß manchmal nicht, was richtig ist. Verlasst Euch einfach auf Euer Gefühl, das wird Euch nicht trügen!!!!!
Ich find's unheimlich schön zu lesen, dass auch Bruno einer von den glücklichen Hunden ist, die den Sprung ins neue "normale" Hundeleben problemlos gemeistert haben!
Lg Theresa mit Kalle
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Moderatoren: Christiane
