Einige der zu vermittelnden Hunde sind aus unterschiedlichen Gründen zunächst in Pflegestellen untergebracht. Das hat den Vorteil, dass wir mehr über sie erfahren können. Die Pflegestellen erzählen hier.

Buster ist nun ein OWLer

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kupferli antwortete auf Aw: Buster ist nun ein OWLer

11 Aug. 2011 10:09
#91
Ja, Dietmar, Zeit ist das Zauberwort! :cheer: Wenn wir uns und unseren Hunden einfach nur "Zeit" lassen und geben, dann klappt fast alles. Wirst sehen, Buster gewöhnt sich immer mehr an Euch und sein neues Zuhause. Irgendwann wird er feststellen: hier geht's mir gut und er wird sich auch dementsprechend verhalten! :woohoo:

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RailerOWL antwortete auf Aw: Buster ist nun ein OWLer

09 Sep. 2011 00:07
#92
Hallo ihr Lieben,

ich will mich auch noch mal melden und berichten, wie es mit Buster aussieht.

Hmmm... wo fange ich denn an?

OK, ohne Anspruch auf zeitliche oder alphabetische Reihenfolge.......

Buster ist seit einer Woche in der Schule. Antje und er versuchen zu lernen, was es heißt ein Hund in Freiheit zu sein. So weit man an der Leine - egal an welchem Ende - von Freiheit reden kann :laugh:. Er macht zwar große Fortschritte, hat aber auch noch riesige Defizite dabei, sich auch Antje zu konzentrieren. Er ist fast immer noch mit der Nase tief auf dem Boden und beachtet Frauchen nur dann, wenn sie ein Leckerchen in der Hand hat. Auch wenn Antje ihn auch noch darauf aufmerksam machen muss! Die Lehrerin hat gesagt, dass Buster auf Grund seines Alters nicht mehr so schnell und einfach lernen wird wie ein junger Hund, dass er aber trotzdem alles lernen kann. Es wird bei ihm nur eben länger dauern und größeren Aufwand, sprich häufigere Wiederholungen, benötige.

Naja, lassen wir ihnen, Antje und Buster, Zeit dabei auch das in den Griff zu bekommen. :whistle: Ich bin mir sicher, dass sie es schaffen werden!

Was das Verhältnis zu mir betrifft, so ist es immer noch sehr gespalten. Er liebt es sich von mir streicheln zu lassen. Wenn ...... ja ...... wenn ich sitze. Sobald ich stehe ist er mehr als vorsichtig und immer auf dem Sprung. Auch wenn es nun auch dabei besser wird. Wenn ich ihn rufe - und er nichts anderes zu tun hat ;) - dann kommt er auch zu mir. Wenn ich sitze mit Schwung und bis zum Körperkontakt, wenn ich stehe fast immer so, dass er auf Armlänge von mir entfernt bleibt.

Aber! Ab und an kommt er auch dann ganz dich an mich heran wenn ich stehe. Ich habe oft das Gefühl, dass er mich testen will. 'Wie verhält der Kerl sich, wenn ich ihm ganz nahe komme?' Alles in allem, es wird besser! Er kommt mir immer näher und er fasst immer mehr Vertrauen zu mir. Ich bin ganz sicher, dass wir bis Ende des Jahres enge Freunde sein werden. Auch wenn er immer "Antjes Hund" bleiben wird.

Ihr müsstet mal erleben, wenn Antje nach Hause kommt. Dieser Tanz und diese Gefiepe und Gejaule. Die Sprünge die er macht um Antje zu umkreise. Inzwischen denk Antje darüber nach, ob sie nicht vor der Wohnungstür erst Sicherheitsschuhe anziehen soll :evil: :laugh:. Buster kennt da weder Freund noch Feind! Er trampelt ohne Rücksicht auf Verluste auf den Füßen herum und sein Gewicht bzw. die Härte der Krallen hinterlassen da ziemlich deutliche Spuren :).

Nu ja, wenn man es so sieht ist es für mich vielleicht ganz gut, wenn Buster bei mir nicht so stürmisch ist, oder? ;)

Wenn ich ihn füttere, dann muss ich mindestens 5 Schritte entfernt sein bevor er anfängt zu futtern. Und auch dann ist er immer fluchtbereit und schaut nach jedem Bissen, ob ich noch weit genug entfernt bin. Da Tinny auf Diät ist (sie hat schon 400 Gramm von 2 Kilo abgenommen) und weil sie das Futter von Buster nicht futtern darf, müssen wir die Beiden immer im Auge behalten. Wenn ich die Beiden dann füttere dauert es für Buster natürlich länger, bis dass er fertig ist. Wenn Tinny dann fertig ist, muss ich sie zu mir rufen, damit sie nicht anfängt Busters Futter einzusaugen.

Denn Tinny ist ein vierbeiniger Futtersauger wohingegen Buster ein Genießer ist der jeden Bissen erst mal kaut. Ist schon "lustig", aber Tinny benötigt für die gleiche Menge Futter höchsten die Hälfte, wenn nicht sogar noch weniger, der Zeit die Buster braucht um den Futternapf zu leeren!!

Wenn ich dann Tinny rufe, dann schrickt Buster immer erst einmal zusammen und entfernt sich vom Futternapf. Erst wenn er merkt dass ich nicht versuche ihn zu fangen beruhigt er sich wieder und futtert weiter. Aber die Anspannung, die er beim Futtern zeigt ist furchtbar. Scheinbar wurden die Hunde in dem Labor über Futter angelockt um sie dann zu fangen. Dies ist in Buster tief drin!

Buster ist und bleibt ein Frauenversteher. Auch Frauen die Angst vor Hunden haben fassen zu ihm schnell vertrauen. Unsere Nachbarin hat eine riesen Angst vor Hunden und sie hatte immer gesagt, dass Tinny das Maximum der Gefühle sei, was sie an Hundegröße vertragen könnte. Buster hat ihr am Anfang sehr große Angst eingejagt. Nach dem 3-4 Treffen ist sie nun ganz ruhig und die Angst ist fast weg.

Das Verhältnis zwischen Tinny und Buster wird immer besser und enger. Sie liegen jetzt auch oft gemeinsam auf der Couch und rücken auch räumlich immer enger zusammen. Am Anfang lagen beide immer an dem jeweiligen Ende der Sitzfläche. Heute kann es durchaus sein, dass beide Hunde in einer Ecke liege oder gemeinsam in der Mitte der Liegefläche.

Ach ja, Couch. Wie ich ja schon berichtet hatte, ging Buster nicht auf die Couch, wenn ich das Wohnzimmer betrat. Das hat sich teil- und zeitweise geändert. Er bleibt nun oft liegen, beobachtet mich dann aber ganz genau. Erst nach längerer Zeit wird er dann wieder relaxter und schläft dann auch ein. Hin und wieder spring er dann aber auch auf und springt von der Couch. Dann geht er um den Tisch herum und kommt dann zu mir. Er stupst mich dann an und will gestreichelt werden. Wenn ich ihn gestreichelt habe, dann geht er wieder um den Tisch herum und steht dann vor der Couch. Wenn ich ihn dann nicht beachte (ich schaue dann nur aus dem Augenwinkel) dann setzt er dann erst mal eine Pfote auf die Sitzfläche. Wenn ich dann nicht reagiere, dann folgt auch die zweite Pfote. Dabei werde ich nicht aus den Augen gelassen! Erst wenn ich immer noch nicht reagiere, dann zieht er den Hinterleib auch auf die Couch, dreht sich ein bis zwei Mal im Kreis und legt sich dann hin.

Schaue ich während der "Zeremonie" zu ihm hin, dann geht er sofort von der Couch und verlässt das Wohnzimmer. Er liegt dann im Flur. Entweder vor der Wohnungstür oder in seinem Korb.

Wenn ich mal husten muss, dann ist es auch vorbei. Auch dann springt er sofort auf und verlässt das Wohnzimmer.

Aber ich sehe auch hier immer weitere Fortschritte! Buster, das kann man ohne weiteres sagen, fast immer mehr Vertrauen und er merkt, dass ich ihm nichts böses will sondern dass ich ihm nur das Beste geben will.

Man kann also ohne Übertreibung sagen, dass Buster so allmählich in unserer Familie ankommt.

Mir geht es leider im Moment gesundheitlich ziemlich mies. So ist es mir nicht möglich, Fotos zu machen. Ich verspreche euch aber, dass ich Fotos machen werde, so bald es mir besser geht und dass ich die dann hier posten werden.

Tinny hat vor 3 Wochen etwas gefressen, dass ihr absolut nicht bekommen ist. Sie hat Ausschlag bekommen und ihr Fell war stumpf. Die Haut stank moderig und Tinny kratze sich blutig! Wir sind dann zum Doc und Tinny muss nun Antibiotika nehmen und sie bekommen nun jeden zweiten Tag eine halbe Cortison Tablette. In der ersten Woche bekam sie täglich das Cortison um den Juckreiz zu unterdrücken. Wir müssen nun das Antibiotika noch bis Ende der kommenden Woche geben. Das Cortison sollen wir ab Montag auf eine 1/4 Tablette alle zwei Tage reduzieren. Natürlich nur, wenn da durch der Juckreiz nicht stärker wird.

Warum ich das hier schreibe? Nun, es hat schon seinen Grund. Wir haben Leberpaste in der Tube gekauft. Extra für Hunde. Tinnys Medizin wird in etwas Leberpaste eingepackt um es ihr zu verabreichen. Natürlich geht das absolut nicht, dass Buster dann nichts ab bekommt!! Ich muss ihn, so lange ich Tinny die Medizin verabreiche, auch Abstand halten. Und dann bekommt er auch seinen Teil. Dann, ob ihr es glaubt oder nicht, dann bin ich der beste Freund und er bedrängt mich um seinen Anteil zu bekommen und Tinny nicht mehr an mich heran zu lassen :). Was doch so ein kleiner Klecks Leberpaste bewirken kann! :laugh: :laugh:


VG, Dietmar mit Tinny und Buster

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RailerOWL antwortete auf Aw: Buster ist nun ein OWLer

09 Sep. 2011 00:35
#93
Nachtrag:

Buster schafft es, uns zur Verzweiflung zu bekommen. Er bespringt ALLES was im in den Sinn kommt. Mit einer Ausnahme. Männer. Ansonsten .... andere Hunde, Kinder, Frauen .... Buster versucht sie zu besteigen.

Wir wissen inzwischen nicht mehr, was wir machen sollen.

Wir möchten ihn NICHT kastrieren lassen, da auch unser TA davon abrät. In seinem Alter könnte das zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen die mehr Probleme bereiten als das Bespringen.

Aber es nervt und die meisten Leute reagieren auch nicht all zu erfreut darauf, das Buster sie versucht zu bespringen. Auch viel der anderen Hunde reagieren sehr abweisend auf die Avancen. Wir haben Befürchtungen, dass es über kurz oder lang zu einer Beisserei führen kann.

Wenn also jemand eine Idee hat, wie man Buster dieses Verhalten abgewöhnen kann, dann her damit!!


VG, Dietmar mit Tinny und Buster

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Rebecca antwortete auf Aw: Buster ist nun ein OWLer

09 Sep. 2011 11:20
#94
Hallo Dietmar,
Ich denke mal ihr habt schon alles mögliche Versucht um ihm das anspringen abzugewöhnen, richtig ?
Dazu kann ich Dir raten, wenn er es versucht, ziehe das Knie hoch, so das er (VORSICHTIG) gegen dein Knie springt. Er wird eventuell beim ersten mal erschrocken sein, wenn ihr aber konsequent dabei bleibt, wird er es schnell lassen.
Dabei wenn er springt, gebt ihr ein Abbruch Signal wie Aus, Nein oder welches ihr Wort ihr gebraucht. Es geht natürlich nicht das er Kinder anspringt, sollten diese mal nicht standhaft genug sein... oh weh.

Zum nicht näher an Dich herankommen wenn Du stehst.
Wie sieht die Situation aus, Du rufst ihn und er kommt nur zögerlich... beugst Du Dich etwas nach vorn, um ihn zu ermuntern zu Dir zu kommen ?

Schau doch bitte mal in diesen Link, dort steht viel über die Beschwichtigungssignale, schau einfach mal was Buster, Dir "sagen" möchte.

--> Spass mit Hund

Dann unter: Mehr Wissen (links in der Navigation), dann das erste Thema Beschwichtigungssignale: Hunde verstehen lernen.

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RailerOWL antwortete auf Aw: Buster ist nun ein OWLer

26 Sep. 2011 23:16 - 26 Sep. 2011 23:19
#95
Hallo ihr Lieben,

ich habe mal wieder eine Frage zu Buster. Aber die kommt später :). Zunächst einmal ein Bericht wie es ihm geht.

Buster zeigt Antje und allen Frauen gegenüber ein sehr inniges Verhältnis. Alle Frauen können ihn ohne Probleme streicheln und er zeigt keinerlei Angst. Frauen können machen was sie wollen. Sie können auch Gegenstände in der Hand haben und damit herum wedeln. Da bleibt Buster total cool und schaut nur interessiert zu.

Anders ist es mir und anderen Männern gegenüber. Ich darf absolut nichts in der Hand haben wenn er in der Nähe ist. Sonst dreht er sofort am Rad und jagt durch die Wohnung um möglichst weit von mir weg zu kommen. Dann kennt er weder Freund noch Feind und er rennt alles über den Haufen. Näpfe, Kisten, Taschen, Körbe ..... bis jetzt Gott sei Dank ohne sich zu verletzen.

Wenn ich mit ihm Gassi gehen möchte, dann muss ich die Leine in die Hosentasche stecken und erst zu ihm gehen, bis das ich ihn am Halsband zu fassen bekomme. Dann muss ich mich so stellen, dass er nicht sieht, dass ich die Leine nehme um sie ihn anzulegen. Sonst springt er voller Panik los um weg zu bekommen. Ich habe mir dabei schon einmal den Arm verdreht. Kein angenehmes Gefühl.

Wenn ich ihn an der Leine habe, dann ist er immer so weit wie möglich von mir weg. Er zieht auch immer und auch wenn ich stehen bleibe lässt die Spannung in der Leine nicht nach. Lange Spaziergänge sind so natürlich nicht möglich, da ich schon nach 15-20 Minuten Krämpfe im Arm bekommen. Der Zug ist einfach zu stark.

Hier in der Wohnung ist es immer noch so, dass er das Wohnzimmer verlässt, wenn ich es betrete und dass er aus dem Flur ins Wohnzimmer rennt, wenn ich den Flur betrete. Dabei drückt er sich ganz eng an der Wand und am Türrahmen entlang. Oft so eng, dass er mit dem Geschirr hängen bleibt und fast umfällt.

Ich bin inzwischen ziemlich verzweifelt, weil ich keine Fortschritte sehe. Ich habe eher das Gefühl, dass er sich wieder weiter von mir entfernt.

Wenn ich die Hunde füttere, dann beginnt er erst zu fressen, wenn ich mindestens 4 Schritte entfernt bin. Dabei darf ich die beiden natürlich nicht aus den Augen lassen, da Tinny der Futtersauger ist und Buster eher der Genießer und Kauer. Das führt natürlich dazu, dass Tinny erheblich eher mit dem Futtern fertig ist. Wenn wir dann nicht aufpassen, dann würde Tinny Buster von seinem Futternapf verjagen und sich sein Futter auch noch rein saugen.

Irgendwie habe ich die Hoffnung aufgegeben, dass Buster noch mal warm mit mir wird. Ich befürchte, dass ich mit dem jetzigen Zustand leben muss und ihn so hinnehmen muss. Leider :( :( :( :unsure:.

So, und nun die Frage: Buster tropft ständig und verliert im ganzen Bereich den er erreicht (er steigt immer noch keine Treppen) diese Tropfen. Mal mehr und mal weniger. Kann mir jemand sagen, was das sein könnte?


VG, Dietmar mit Tinny und Buster
Letzte Änderung: 26 Sep. 2011 23:19 von RailerOWL.

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Wencke antwortete auf Aw: Buster ist nun ein OWLer

27 Sep. 2011 05:36 - 27 Sep. 2011 05:39
#96
RailerOWL schrieb:

So, und nun die Frage: Buster tropft ständig und verliert im ganzen Bereich den er erreicht (er steigt immer noch keine Treppen) diese Tropfen. Mal mehr und mal weniger. Kann mir jemand sagen, was das sein könnte?


VG, Dietmar mit Tinny und Buster[/quote]

Dietmar hat er das von Anfang an?

Könnte eine Vorhautentzündung sein. Ich würde es mal vom TA kontrollieren lassen.
Letzte Änderung: 27 Sep. 2011 05:39 von Wencke.

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