Das neue Leben des Herrn Wanja
- Vicky
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Vicky antwortete auf Das neue Leben des Herrn Wanja
16 Okt. 2014 13:32
Ja.....Wanja hat zwar keinen Hirntumor oder sonstige Zubildungen im Kopf, eher das Gegenteil, und deshalb ist die Diagnose auch nicht erfreulich. Erinnert ihr euch an die kleine Hündin Epona, die bei Kathi war?
Wanja hat einen fortschreitenden Hirnschaden, kurz gesagt. Zugrunde liegt die gleiche Erkrankung, die auch Epona hatte: eine bakterielle Infektion, nekrotisierende Enzephalitis. Wanja leidet nun unter den Folgen dieser (nicht akuten) Hirnentzündung: wo andere Hunde intakte Gehirnwindungen (diese typischen Falten) habe, sind bei Wanja große weiße Flecken - Brei quasi, der sich langsam auflöst und durch Hirnwasser ersetzt wird. Er bekommt also nach und nach einen Wasserkopf, vergleichbar ist das mit einer hochgradigen Demenz beim Menschen.
Das Kleinhirn ist noch ziemlich intakt, das Großhirn recht angegriffen, die Brücke zwischen den beiden Hirnhälften ist schon geschädigt. Daher kommen die Krampfanfälle.
Außerdem gibt es komische Vernarbungen auf der harten Hirnhaut, und als Nebenbefund haben wir einen Verdacht auf Cushing.
Der Verlauf ist nach Ansicht des Neurologen wohl im ersten Drittel. Mal sehen, wie die anderen beiden Drittel werden und wie schnell sie erreicht sind.
Es gibt eine Studie der TiHo Hannover. Aufhalten kann man den Verfall nicht, nur die Krampfanfälle verringern. Das heißt natürlich, dass man Wanja ständig unter Beobachtung halten sollte, um sofort eingreifen zu können, bevor in einen Status fällt, der noch mehr kostbare Hirnzellen vernichtet.
Tja....leider ist diese Diagnose genau die, die zu erwarten war und auch exakt zu seiner Entwicklung und dem Verhalten passt. Er kann damit schon noch Monate und Jahre leben, man muss halt schauen, wie es sich entwickelt.
Liebe Grüße
Marion
Wanja hat einen fortschreitenden Hirnschaden, kurz gesagt. Zugrunde liegt die gleiche Erkrankung, die auch Epona hatte: eine bakterielle Infektion, nekrotisierende Enzephalitis. Wanja leidet nun unter den Folgen dieser (nicht akuten) Hirnentzündung: wo andere Hunde intakte Gehirnwindungen (diese typischen Falten) habe, sind bei Wanja große weiße Flecken - Brei quasi, der sich langsam auflöst und durch Hirnwasser ersetzt wird. Er bekommt also nach und nach einen Wasserkopf, vergleichbar ist das mit einer hochgradigen Demenz beim Menschen.
Das Kleinhirn ist noch ziemlich intakt, das Großhirn recht angegriffen, die Brücke zwischen den beiden Hirnhälften ist schon geschädigt. Daher kommen die Krampfanfälle.
Außerdem gibt es komische Vernarbungen auf der harten Hirnhaut, und als Nebenbefund haben wir einen Verdacht auf Cushing.
Der Verlauf ist nach Ansicht des Neurologen wohl im ersten Drittel. Mal sehen, wie die anderen beiden Drittel werden und wie schnell sie erreicht sind.
Es gibt eine Studie der TiHo Hannover. Aufhalten kann man den Verfall nicht, nur die Krampfanfälle verringern. Das heißt natürlich, dass man Wanja ständig unter Beobachtung halten sollte, um sofort eingreifen zu können, bevor in einen Status fällt, der noch mehr kostbare Hirnzellen vernichtet.
Tja....leider ist diese Diagnose genau die, die zu erwarten war und auch exakt zu seiner Entwicklung und dem Verhalten passt. Er kann damit schon noch Monate und Jahre leben, man muss halt schauen, wie es sich entwickelt.
Liebe Grüße
Marion
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- Nadine
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Nadine antwortete auf Das neue Leben des Herrn Wanja
16 Okt. 2014 13:36
Ach Marion, was für eine sch.... Diagnose!
Mir ist gerade ganz schwindelig geworden als ich das gelesen hab.
Es tut mir unendlich leid, für Wanja und für euch.
Die Entscheidung was das Beste für ihn ist ist wohl sehr schwer einzuschätzen.
Ich kann euch leider nicht mehr sagen als dass ich euch ganz fest die Daumen drücke, für alles, egal was kommt.
Mir ist gerade ganz schwindelig geworden als ich das gelesen hab.
Es tut mir unendlich leid, für Wanja und für euch.
Die Entscheidung was das Beste für ihn ist ist wohl sehr schwer einzuschätzen.
Ich kann euch leider nicht mehr sagen als dass ich euch ganz fest die Daumen drücke, für alles, egal was kommt.
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- Elke
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Elke antwortete auf Das neue Leben des Herrn Wanja
16 Okt. 2014 17:44
Oh je, das ist ja traurig.
Ich hoffe, dass es ihm wenigstens eine Zeit lang noch einigermaßen gut geht und Ihr Euch noch mit und an ihm freuen könnt.
Wie auch immer es ausgehen wird. Er hatte bestimmt eine tolle Zeit bei Euch. Das sollte Euch Trost sein.
LG Elke
Ich hoffe, dass es ihm wenigstens eine Zeit lang noch einigermaßen gut geht und Ihr Euch noch mit und an ihm freuen könnt.
Wie auch immer es ausgehen wird. Er hatte bestimmt eine tolle Zeit bei Euch. Das sollte Euch Trost sein.
LG Elke
LG Elke - mit Fiete und den Langnasen
Zu den schönsten Dingen in unserem Leben gehört es, an unsere Laborbeagle geraten zu sein
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Monami80 antwortete auf Das neue Leben des Herrn Wanja
16 Okt. 2014 20:24
Hallo Marion!
Das sind traurige Nachrichten. Ich weiß gar nicht was ich sagen soll. Ich wünsche euch für die kommende Zeit ganz viel Kraft.
Das sind traurige Nachrichten. Ich weiß gar nicht was ich sagen soll. Ich wünsche euch für die kommende Zeit ganz viel Kraft.
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- Vicky
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Vicky antwortete auf Das neue Leben des Herrn Wanja
30 Jan. 2015 14:18
Liebe Foris, unser Wanja, der liebste und sanfteste Hund, den ich je kennengelernt habe, ist vorgestern Abend gestorben.
Wanja (viele nennen ihn noch immer Bibi, auch wir manchmal) hatte neben einigen anderen Beschwerden seit über einem Jahr Krampfanfälle, die keiner Ursache zugeordnet werden konnten.
Im Oktober haben wir daher ein CT machen lassen. Die Diagnose war sehr traurig: er hatte wohl in früheren Jahren eine nicht behandelte Gehirnhautentzündung / Meningitis. Dadurch wurde Wanjas Gehirn so geschädigt, dass die entstandenen Hirnzellenverluste durch Wassereinlagerungen ausgeglichen wurden., was die Anfälle verursachte. Wanja wurde zwar gut medikamentös behandelt, aber die Prognose war so, dass die Anfälle weiterhin kommen und dabei immer mehr Hirnsubstanz zerstören, was seine Fähigkeiten immer mehr einschränken würde.
Nun war aber seit diesem Tierklinik-Besuch kein Grand-Mal-Anfall mehr eingetreten, Wanja war recht gut drauf.
Anfang dieser Woche ging es plötzliich wieder schlechter - er stand völlig abwesend im Raum und schien etwas zu hören und zu sehen, was nur Wanja hören und sehen konnte. Nach einigen dieser Absencen hatte er dann am Mittwoch über den Tag fünf Krampfanfälle in Folge, von der bösen Sorte.
Vielleicht ist es tatsächlich so, dass man am Ende einfach weiß, wann es genug ist. Und auch Wanja schien es zu wissen, denn er verhielt sich, in den Krampfpausen, anders als sonst.
In die Tierarztpraxis wollte ich ihn nicht mehr schleppen, Autofahren war ihm doch sowieso zuwider. Der Doc kam nach der Sprechstunde zu uns nach Hause. Der letzte Anfall war grade eine knappe Stunde her, Wanja war noch ganz durcheinander, und die Entscheidung war für den Tierarzt auch ganz eindeutig.
Man sieht es kommen, aber möchte doch hören, dass es der einzige Weg ist....Wanja ist in Vickys und meinen Armen ganz schnell, leise und in Würde gestorben.
Wir sind sehr traurig, obwohl wir natürlich auch alle wissen, dass es nur noch schlimmer geworden wäre. Aber leider macht es das noch lange nicht "gut"....
Gestern wurde er zur Einäscherung abgeholt. Die Asche wollen wir auf dem Platz im Garten begraben, wo er die ersten Tage nach seiner Ankunft verbracht hat.
Ich hoffe, es geht ihm gut, da, wo er jetzt ist. Er war ein ganz besonderer Hund. Ein bisschen tröstlich ist meine Vermutung, dass wir eigentlich alles richtig gemacht haben - jedenfalls, so gut wie möglich.
Liebe Grüße an Euch und Eure Hunde,
Marion
Wanja (viele nennen ihn noch immer Bibi, auch wir manchmal) hatte neben einigen anderen Beschwerden seit über einem Jahr Krampfanfälle, die keiner Ursache zugeordnet werden konnten.
Im Oktober haben wir daher ein CT machen lassen. Die Diagnose war sehr traurig: er hatte wohl in früheren Jahren eine nicht behandelte Gehirnhautentzündung / Meningitis. Dadurch wurde Wanjas Gehirn so geschädigt, dass die entstandenen Hirnzellenverluste durch Wassereinlagerungen ausgeglichen wurden., was die Anfälle verursachte. Wanja wurde zwar gut medikamentös behandelt, aber die Prognose war so, dass die Anfälle weiterhin kommen und dabei immer mehr Hirnsubstanz zerstören, was seine Fähigkeiten immer mehr einschränken würde.
Nun war aber seit diesem Tierklinik-Besuch kein Grand-Mal-Anfall mehr eingetreten, Wanja war recht gut drauf.
Anfang dieser Woche ging es plötzliich wieder schlechter - er stand völlig abwesend im Raum und schien etwas zu hören und zu sehen, was nur Wanja hören und sehen konnte. Nach einigen dieser Absencen hatte er dann am Mittwoch über den Tag fünf Krampfanfälle in Folge, von der bösen Sorte.
Vielleicht ist es tatsächlich so, dass man am Ende einfach weiß, wann es genug ist. Und auch Wanja schien es zu wissen, denn er verhielt sich, in den Krampfpausen, anders als sonst.
In die Tierarztpraxis wollte ich ihn nicht mehr schleppen, Autofahren war ihm doch sowieso zuwider. Der Doc kam nach der Sprechstunde zu uns nach Hause. Der letzte Anfall war grade eine knappe Stunde her, Wanja war noch ganz durcheinander, und die Entscheidung war für den Tierarzt auch ganz eindeutig.
Man sieht es kommen, aber möchte doch hören, dass es der einzige Weg ist....Wanja ist in Vickys und meinen Armen ganz schnell, leise und in Würde gestorben.
Wir sind sehr traurig, obwohl wir natürlich auch alle wissen, dass es nur noch schlimmer geworden wäre. Aber leider macht es das noch lange nicht "gut"....
Gestern wurde er zur Einäscherung abgeholt. Die Asche wollen wir auf dem Platz im Garten begraben, wo er die ersten Tage nach seiner Ankunft verbracht hat.
Ich hoffe, es geht ihm gut, da, wo er jetzt ist. Er war ein ganz besonderer Hund. Ein bisschen tröstlich ist meine Vermutung, dass wir eigentlich alles richtig gemacht haben - jedenfalls, so gut wie möglich.
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Nadine antwortete auf Das neue Leben des Herrn Wanja
30 Jan. 2015 14:47
Liebe Marion,
mir fehlen die Worte
.
Es tut mir unendlich leid und ich wünsche euch für die nächste Zeit viel Kraft.
Gute Reise lieber Wanja.
mir fehlen die Worte
Es tut mir unendlich leid und ich wünsche euch für die nächste Zeit viel Kraft.
Gute Reise lieber Wanja.
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