Einige der zu vermittelnden Hunde sind aus unterschiedlichen Gründen zunächst in Pflegestellen untergebracht. Das hat den Vorteil, dass wir mehr über sie erfahren können. Die Pflegestellen erzählen hier.
2. Chance für Loui!
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Mila antwortete auf 2. Chance für Loui!
22 Juli 2014 23:14 - 22 Juli 2014 23:21
Nun sind schon wieder einige Wochen ins Land gezogen, seit der Urlaub um und Loui wieder zurück ist.
Und was soll ich sagen??!!?? Erst einmal….
...EIN DICKES DANKE AN THERESA UND KALLE !!!
"Ob ich wohl den gleichen Loui zurück bekomme, wie den, der mir in Burbach abhanden kam???" Diese Frage habe ich mir manches mal gestellt. Ich habe das Gefühl "NEIN" es ist nicht der gleiche Loui… Und dieses NEIN hat etwas positives.
Denn eigentlich wirk er sogar etwas ausgeglichener und nicht ganz so schreckhaft wie zuvor, als ob es gut war, die Erfahrung zu machen, dass es sich anderswo auch ganz gut leben lässt. Mit Konsequenz, aber ohne Angst haben zu müssen bzw geschlagen zu werden…
Bestimmt war es nicht immer einfach mit den beiden Rackern. Aber ab und an lagen auch sie wohl erschöpft am Boden...
Also Kalle und Loui meine ich - nicht Theresa :lol: Dieses Foto fehlt hier noch Theresa
Loui ist nun übrigens noch neugieriger auf Katzen geworden. Vielleicht will er feststellen, ob sie alle sind wie Mozart :whistle:
Hier ein ganz mutiges Exemplar
Ich muss auch zugeben, wie wunderschön es war zu erleben WIE SEHR sich Loui gefeut hat mich wiederzusehen. :blush: Wie ein Flummiball war der Kerl…Und er ist ' ne echte Schmusebacke geworden… Nähe sucht er nun noch häufiger
Nun zu den aktuelleren Ereignissen.
Am (sehr heißen 36°C) Samstag war ich mit Loui bei der Tierärztin. Eine Impfung stand an und bei der Gelegenheit auch eine Blutabnahme um die T-Werte zu überprüfen.
Loui ist noch recht entspannt in die Praxis gelaufen. Ins Behandlungszimmer wollte er jedoch nicht so unbedingt und schon gar nicht auf den Tisch.
Den Mauli habe ich ihm angezogen und die TÄ hat ihn dann auf den Tisch gestellt, weil ich es nämlich nicht machen wollte :whistle: (ich will den Loui ja nicht ärgern , denn ich nehme ihn ja wieder mit nach Hause .....
) Da war Loui nicht so angespannt aggressiv, wie ich das von früher in Erinnerung hatte. Ängstlich war er natürlich schon.
Beim Festhalten hat er auch geknurrt, aber nicht mehr so geschnappt und er hat hat nicht so ausdauernd geknurrt...Bei der Impfung noch, aber gerade beim Blutabnehmen habe ich viel mehr Widerstand erwartet, aber das war dann überhaupt nimmer so dolle.
Ansätze waren da, aber er hat auch wieder aufgehört und sich seinem Schicksal hingegeben...
Er hat einen Verband um die Pfote bekommen und wurde auf den Boden gestetzt.
Dann war er wie immer.Kein Anknurrren an irgendjemandem im Raum; er hat meine Nähe gesucht und sich ein Leckerlie abgeholt..
Besonders zum Schmunzeln fand ich übrigens auch, dass auch die TÄ (unbewusst) sowas wie ein Brückensignal angewendet hat für die Dauer, in der das Blut in die Spritze lief und Loui hat da still gehalten. Sie meinte nur:"Ja warum knurrst du mich denn nimmer an?Haste es vergessen?"
Der Verband musste noch ein bissle draufbleiben und ich sollte ihm den Mauli solange anlassen, bis ich den Verband entfernt habe.
Da hatte ich ja nochmal ein bischen Bauchweh, wie er so reagiert, wenn ich an dem Bein rumziehe. Wir sind dann nach ein bissle spazierengegangen. Er hat sich gewälzt, geschnuppert und ab und an hat er eine trocken Nudel durch den Mauli bekommen.
Bei der Gelegenheit habe ich dann versucht, diesen elastischen selbsthaftenten Verband abzubekommen.
Es brauchte mehrere Ansätze, weil das doofe Teil immer abgerissen ist. Irgendwie hat es dann doch geklappt, ohne dass er mich angeknurrt hat…
Erfolg auf ganzer Linie!!! :silly:
Und was soll ich sagen??!!?? Erst einmal….
...EIN DICKES DANKE AN THERESA UND KALLE !!!
"Ob ich wohl den gleichen Loui zurück bekomme, wie den, der mir in Burbach abhanden kam???" Diese Frage habe ich mir manches mal gestellt. Ich habe das Gefühl "NEIN" es ist nicht der gleiche Loui… Und dieses NEIN hat etwas positives.
Denn eigentlich wirk er sogar etwas ausgeglichener und nicht ganz so schreckhaft wie zuvor, als ob es gut war, die Erfahrung zu machen, dass es sich anderswo auch ganz gut leben lässt. Mit Konsequenz, aber ohne Angst haben zu müssen bzw geschlagen zu werden…
Bestimmt war es nicht immer einfach mit den beiden Rackern. Aber ab und an lagen auch sie wohl erschöpft am Boden...
Loui ist nun übrigens noch neugieriger auf Katzen geworden. Vielleicht will er feststellen, ob sie alle sind wie Mozart :whistle:
Hier ein ganz mutiges Exemplar
Ich muss auch zugeben, wie wunderschön es war zu erleben WIE SEHR sich Loui gefeut hat mich wiederzusehen. :blush: Wie ein Flummiball war der Kerl…Und er ist ' ne echte Schmusebacke geworden… Nähe sucht er nun noch häufiger
Nun zu den aktuelleren Ereignissen.
Am (sehr heißen 36°C) Samstag war ich mit Loui bei der Tierärztin. Eine Impfung stand an und bei der Gelegenheit auch eine Blutabnahme um die T-Werte zu überprüfen.
Loui ist noch recht entspannt in die Praxis gelaufen. Ins Behandlungszimmer wollte er jedoch nicht so unbedingt und schon gar nicht auf den Tisch.
Den Mauli habe ich ihm angezogen und die TÄ hat ihn dann auf den Tisch gestellt, weil ich es nämlich nicht machen wollte :whistle: (ich will den Loui ja nicht ärgern , denn ich nehme ihn ja wieder mit nach Hause .....
Beim Festhalten hat er auch geknurrt, aber nicht mehr so geschnappt und er hat hat nicht so ausdauernd geknurrt...Bei der Impfung noch, aber gerade beim Blutabnehmen habe ich viel mehr Widerstand erwartet, aber das war dann überhaupt nimmer so dolle.
Er hat einen Verband um die Pfote bekommen und wurde auf den Boden gestetzt.
Dann war er wie immer.Kein Anknurrren an irgendjemandem im Raum; er hat meine Nähe gesucht und sich ein Leckerlie abgeholt..
Besonders zum Schmunzeln fand ich übrigens auch, dass auch die TÄ (unbewusst) sowas wie ein Brückensignal angewendet hat für die Dauer, in der das Blut in die Spritze lief und Loui hat da still gehalten. Sie meinte nur:"Ja warum knurrst du mich denn nimmer an?Haste es vergessen?"
Der Verband musste noch ein bissle draufbleiben und ich sollte ihm den Mauli solange anlassen, bis ich den Verband entfernt habe.
Da hatte ich ja nochmal ein bischen Bauchweh, wie er so reagiert, wenn ich an dem Bein rumziehe. Wir sind dann nach ein bissle spazierengegangen. Er hat sich gewälzt, geschnuppert und ab und an hat er eine trocken Nudel durch den Mauli bekommen.
Bei der Gelegenheit habe ich dann versucht, diesen elastischen selbsthaftenten Verband abzubekommen.
Es brauchte mehrere Ansätze, weil das doofe Teil immer abgerissen ist. Irgendwie hat es dann doch geklappt, ohne dass er mich angeknurrt hat…
Erfolg auf ganzer Linie!!! :silly:
Letzte Änderung: 22 Juli 2014 23:21 von Mila.
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Resi1978 antwortete auf 2. Chance für Loui!
23 Juli 2014 01:26
*kicher* Loui wird nach Mozarts "Erziehungsmaßnahmen" garantiert Respekt vor den Samtpfoten haben. Aber da isser auch selbst schuld, wenn er mit seinen dicken Pfoten auf Mozarts höchst eigenem "Thron" (= Truhe im Flur mit Katzenbett drauf) rumpatschen muss. Da gibt's dann halt einen Faucher zur Warnung und wenn das nicht fruchtet spürt Hund die kätzischen Fernwaffen ... Tiere sind da halt konsequent wenn es um die persönliche Komfortzone geht.
Es freut mich zu hören, dass Loui sich weiterhin so toll entwickelt! Ganz besonders freut es mich, dass er sich so sehr gefreut hat, wieder bei Dir zu sein! Ich bin mir ganz sicher, dass er - wahrscheinlich zum ersten Mal im Leben - ein wohliges "ich bin wieder zu Hause"-Gefühl erleben durfte. Ich glaube, dass alleine dieses Erlebnis ihn in Sachen Vertrauen und Sicherheit ein großes Stück weiter gebracht hat. Anders lässt sich die gelassene Situation beim Tierarzt kaum erklären!
Loui hat aber auch erlebt, dass ein neues - wenn auch dieses Mal nur vorübergehendes - Zuhause nichts Schlimmes ist. Es war eine Vermittlung auf Probe und diese Probe hat er in meinen Augen bravourös bestanden!!!!! Loui ist in der Lage, sich auf neue Situationen einzustellen ohne dabei in maßlosen Stress zu geraten und hat gezeigt, dass eine solche Situation keineswegs zu Aggressionen führt oder gar zu Rückfällen in alte Verhaltensmuster.
Einfach zur Vervollständigung des Bildes möchte ich noch bemerken, dass Loui hier überhaupt kein Problem mit Collies hatte. Im Gegenteil, er hat lange und ausgelassen mit dem Bordercollie meiner Nachbarin gespielt. Irgendwo im Tagebuch findet sich die Vermutung, dass er mit Collies ein generelles Problem hätte. Diese Aussage halte ich nach den Erlebnissen hier für nicht (mehr) haltbar. Jedenfalls nicht so pauschal.
Hundebegegnungen waren hier anfangs generell ein großes Problem. Nachdem sich diese aber nur vermeiden ließen, wenn wir die heiße Mittagssonne zum Gassi-Gehen genutzt haben und das für uns alle nicht so toll war, habe ich Loui konsequent "Hinter" geführt, wenn Hund in Sicht kam. Es dauerte und erforderte Geduld, aber in den letzten Tagen bin ich - zumindest was Loui angeht - vollkommen problemlos an Hunden vorbei gekommen und konnte ihn - sofern der andere Halter einverstanden war - sogar kontrolliert an die anderen Hunde heranlassen zum Schnüffeln. Das Problem war dann eher Kalle, der meinte, er müsse sich aufspielen wie Graf Koks im Kohlekraftwerk :whistle:
Loui ist ein toller Hund und ich wünsche mir für ihn nichts mehr, als dass er sehr bald von seiner endgültigen Familie gefunden wird.
An dieser Stelle würde ich anregen, den Vermittlungstext etwas zu "entschärfen". Der neue Besitzer sollte natürlich seine Vorgeschichte kennen wie auch Louis "sensible" Zonen. Der Vermittlungstext klingt etwas abschreckend für mögliche Interessenten finde ich. Es überwiegen irgendwie die negativen Momente in der Beschreibung. Die aktuelle Entwicklung wird irgendwie so beschrieben, als wenn man mindestens Hundewissenschaft studiert haben müsste, um den Hund führen zu müssen .... mein Eindruck mag falsch sein, aber ich lese es so.
Ich habe ausführlich mit Tanja gesprochen und mit der Trainerin. Danach dachte ich wirklich, es wäre nur möglich, als Loui halbwegs artgerecht zu "verwahren". Die Beschreibung - insbesondere auch die der Trainerin - war geprägt von "besser dies nicht und besser das nicht machen". Und das war sicherlich gut gemeint vor dem Hintergrund der Erfahrungen bis dahin und ich war froh und dankbar für die "Einweisung".
Fakt ist aber, das Loui und Tanja in ihrem System funktionieren, das sie gemeinsam aufgebaut haben. Da spielt aber auch mit rein, dass Tanja die schlimmste Anfangszeit mitbekommen hat und dementsprechend vorsichtig reagiert. Selbst die Trainerin bewundert Tanja für ihr Vermögen, Loui "lesen" zu können. Problematisch ist das insoweit, als natürlich auch ein Stück Objektivität dabei flöten geht, weil man vielleicht zu oft den Geist des "bösartigen" Loui hinter der Fassade zu sehen meint.
Ich konnte diesen Geist nicht erkennen, weil ich Loui nicht annähernd so gut lesen kann wie Tanja. Mir blieb also trotz aller gut gemeinten Ratschläge, Tipps, Do's and Dont's nur der Aufbau eines neuen Systems, das meiner Art entspricht und das ich konsequent und vor allem autentisch und intuitiv durchführen konnte. Und auch dieses System hat funktioniert.
Was ich damit sagen will .... Tanja und die Trainerin haben mehr als ganze Arbeit geleistet!!!!! Loui hat definitiv wieder ein Grundvertrauen in Menschen. Aus dem Hund, den man ehemals mit wenig mehr als "Angstbeißer" titulieren konnte, ist ein Hund geworden, der sich angstfrei auf neue Situationen und "Systeme" einstellen kann. Die Schwelle zur Notwendigkeit einer ausgeklügelten "Loui-Bedienungsanleitung" ist längst überschritten. Man sollte als neuer Halter wissen, dass Loui eine "Problemzone" an Rücken und Bauch hat und dass Loui in Situationen, in denen er sich bedrängt fühlt, unwirsch reagieren kann.
Anleinen hat hier vollkommen problemlos funktioniert: "Sitz" zu meiner rechten, Haken dran, fertig. Erst mit Leckerchen, später ohne. Dann ein klares Signal für "Hinter" und ich konnte ohne Ziehen, Zerren, Kratzer an der Tür oder sonstige Unfälle das Haus verlassen. Auf dem Podest vor der Tür wieder "Sitz" bis die Tür verschlossen ist, Loui wieder "Hinter" und Abmarsch.
Bei Louis Intelligenz hat das nach 2 Tagen anständig und nach 5 fast schon automatisch funktioniert.
Warnungen bei engen Situationen gab's hier auch keine. Da ich das nicht gewohnt bin, ist mir diese "Sicherheitsmaßnahme" immer erst hinterher eingefallen. Zunächst ist dann auch nichts passiert. Als er mich dann wirklich mal angeknurrt hat, bin ich allerdings auch nicht gewichen, sondern habe ihn weichen lassen und er ging zukünftig lieber selbst aus engen Situationen heraus -ohne Knurren-.
Louis ziemlich nervige Art, scheinbar ziellos durch's Haus zu streifen habe ich in den ersten Tagen geduldet, um ihm Gelegenheit zu geben, das "Revier" zu erkunden. Nachdem das aber nicht aufhörte, und er seine Ruhe leider nur schwer fand, bin ich ihm so lange nachgelaufen, bis er sich entweder auf dem ihm zugewiesenen Platz oder in seiner Box niedergelassen hat und habe den Druck dann sofort gelöst und bin weggegangen. Auch dabei kam es zu Knurren, was ich allerdings nicht zum Anlass genommen habe, zu weichen. Er hat auch das nur einmal probiert. Das "Nachlaufspiel" dauerte ebenfalls von Tag zu Tag kürzer.
Loui ist erfolgreich "therapiert" worden. Die Leistung von Tanja kann man nicht hoch genug loben! Was er meinem Eindruck nach im neuen Zuhause braucht, sind klare Regeln. Nicht 100 % konsequentes Handeln, sondern 150 % konsequentes Handeln. Das ist - wie ich feststellen durfte - wirklich anstrengend, gerade in der ersten Zeit. Und das sollte der neue Halter sich bewusst machen. Ich bin mir aber - ebenfalls - 150 % sicher, dass Loui sich in einem einmal eingeführten und konsequent durchgeführten System recht schnell zurecht finden wird und dann ein absolut entspanntes Zusammenleben möglich ist, in dem jeder seinen Platz kennt und die "Komfortzone" des anderen achtet.
Hoppla so viel wollte ich doch gar nicht schreiben .... na egal ... aber eins wollte ich noch anregen .... habt ihr mal probiert, Loui an einem stabilen Halsband zu führen? Könnte man ihm vielleicht dadurch das ständige Tragen des Geschirrs ersparen? Bitte nur als Anregung verstehen. Mir tat es einfach immer so leid, dass der arme Kerl ständig mit dem Geschirr rumlaufen und auch schlafen muss.
Wir sagen Danke für die Tage mit Loui!!!!! Er ist jederzeit wieder gern gesehener Gast und darf nächstes Mal nur mit Box und Tabletten anreisen. Wir wissen jetzt wo's das Futter gibt :laugh:
Es freut mich zu hören, dass Loui sich weiterhin so toll entwickelt! Ganz besonders freut es mich, dass er sich so sehr gefreut hat, wieder bei Dir zu sein! Ich bin mir ganz sicher, dass er - wahrscheinlich zum ersten Mal im Leben - ein wohliges "ich bin wieder zu Hause"-Gefühl erleben durfte. Ich glaube, dass alleine dieses Erlebnis ihn in Sachen Vertrauen und Sicherheit ein großes Stück weiter gebracht hat. Anders lässt sich die gelassene Situation beim Tierarzt kaum erklären!
Loui hat aber auch erlebt, dass ein neues - wenn auch dieses Mal nur vorübergehendes - Zuhause nichts Schlimmes ist. Es war eine Vermittlung auf Probe und diese Probe hat er in meinen Augen bravourös bestanden!!!!! Loui ist in der Lage, sich auf neue Situationen einzustellen ohne dabei in maßlosen Stress zu geraten und hat gezeigt, dass eine solche Situation keineswegs zu Aggressionen führt oder gar zu Rückfällen in alte Verhaltensmuster.
Einfach zur Vervollständigung des Bildes möchte ich noch bemerken, dass Loui hier überhaupt kein Problem mit Collies hatte. Im Gegenteil, er hat lange und ausgelassen mit dem Bordercollie meiner Nachbarin gespielt. Irgendwo im Tagebuch findet sich die Vermutung, dass er mit Collies ein generelles Problem hätte. Diese Aussage halte ich nach den Erlebnissen hier für nicht (mehr) haltbar. Jedenfalls nicht so pauschal.
Hundebegegnungen waren hier anfangs generell ein großes Problem. Nachdem sich diese aber nur vermeiden ließen, wenn wir die heiße Mittagssonne zum Gassi-Gehen genutzt haben und das für uns alle nicht so toll war, habe ich Loui konsequent "Hinter" geführt, wenn Hund in Sicht kam. Es dauerte und erforderte Geduld, aber in den letzten Tagen bin ich - zumindest was Loui angeht - vollkommen problemlos an Hunden vorbei gekommen und konnte ihn - sofern der andere Halter einverstanden war - sogar kontrolliert an die anderen Hunde heranlassen zum Schnüffeln. Das Problem war dann eher Kalle, der meinte, er müsse sich aufspielen wie Graf Koks im Kohlekraftwerk :whistle:
Loui ist ein toller Hund und ich wünsche mir für ihn nichts mehr, als dass er sehr bald von seiner endgültigen Familie gefunden wird.
An dieser Stelle würde ich anregen, den Vermittlungstext etwas zu "entschärfen". Der neue Besitzer sollte natürlich seine Vorgeschichte kennen wie auch Louis "sensible" Zonen. Der Vermittlungstext klingt etwas abschreckend für mögliche Interessenten finde ich. Es überwiegen irgendwie die negativen Momente in der Beschreibung. Die aktuelle Entwicklung wird irgendwie so beschrieben, als wenn man mindestens Hundewissenschaft studiert haben müsste, um den Hund führen zu müssen .... mein Eindruck mag falsch sein, aber ich lese es so.
Ich habe ausführlich mit Tanja gesprochen und mit der Trainerin. Danach dachte ich wirklich, es wäre nur möglich, als Loui halbwegs artgerecht zu "verwahren". Die Beschreibung - insbesondere auch die der Trainerin - war geprägt von "besser dies nicht und besser das nicht machen". Und das war sicherlich gut gemeint vor dem Hintergrund der Erfahrungen bis dahin und ich war froh und dankbar für die "Einweisung".
Fakt ist aber, das Loui und Tanja in ihrem System funktionieren, das sie gemeinsam aufgebaut haben. Da spielt aber auch mit rein, dass Tanja die schlimmste Anfangszeit mitbekommen hat und dementsprechend vorsichtig reagiert. Selbst die Trainerin bewundert Tanja für ihr Vermögen, Loui "lesen" zu können. Problematisch ist das insoweit, als natürlich auch ein Stück Objektivität dabei flöten geht, weil man vielleicht zu oft den Geist des "bösartigen" Loui hinter der Fassade zu sehen meint.
Ich konnte diesen Geist nicht erkennen, weil ich Loui nicht annähernd so gut lesen kann wie Tanja. Mir blieb also trotz aller gut gemeinten Ratschläge, Tipps, Do's and Dont's nur der Aufbau eines neuen Systems, das meiner Art entspricht und das ich konsequent und vor allem autentisch und intuitiv durchführen konnte. Und auch dieses System hat funktioniert.
Was ich damit sagen will .... Tanja und die Trainerin haben mehr als ganze Arbeit geleistet!!!!! Loui hat definitiv wieder ein Grundvertrauen in Menschen. Aus dem Hund, den man ehemals mit wenig mehr als "Angstbeißer" titulieren konnte, ist ein Hund geworden, der sich angstfrei auf neue Situationen und "Systeme" einstellen kann. Die Schwelle zur Notwendigkeit einer ausgeklügelten "Loui-Bedienungsanleitung" ist längst überschritten. Man sollte als neuer Halter wissen, dass Loui eine "Problemzone" an Rücken und Bauch hat und dass Loui in Situationen, in denen er sich bedrängt fühlt, unwirsch reagieren kann.
Anleinen hat hier vollkommen problemlos funktioniert: "Sitz" zu meiner rechten, Haken dran, fertig. Erst mit Leckerchen, später ohne. Dann ein klares Signal für "Hinter" und ich konnte ohne Ziehen, Zerren, Kratzer an der Tür oder sonstige Unfälle das Haus verlassen. Auf dem Podest vor der Tür wieder "Sitz" bis die Tür verschlossen ist, Loui wieder "Hinter" und Abmarsch.
Bei Louis Intelligenz hat das nach 2 Tagen anständig und nach 5 fast schon automatisch funktioniert.
Warnungen bei engen Situationen gab's hier auch keine. Da ich das nicht gewohnt bin, ist mir diese "Sicherheitsmaßnahme" immer erst hinterher eingefallen. Zunächst ist dann auch nichts passiert. Als er mich dann wirklich mal angeknurrt hat, bin ich allerdings auch nicht gewichen, sondern habe ihn weichen lassen und er ging zukünftig lieber selbst aus engen Situationen heraus -ohne Knurren-.
Louis ziemlich nervige Art, scheinbar ziellos durch's Haus zu streifen habe ich in den ersten Tagen geduldet, um ihm Gelegenheit zu geben, das "Revier" zu erkunden. Nachdem das aber nicht aufhörte, und er seine Ruhe leider nur schwer fand, bin ich ihm so lange nachgelaufen, bis er sich entweder auf dem ihm zugewiesenen Platz oder in seiner Box niedergelassen hat und habe den Druck dann sofort gelöst und bin weggegangen. Auch dabei kam es zu Knurren, was ich allerdings nicht zum Anlass genommen habe, zu weichen. Er hat auch das nur einmal probiert. Das "Nachlaufspiel" dauerte ebenfalls von Tag zu Tag kürzer.
Loui ist erfolgreich "therapiert" worden. Die Leistung von Tanja kann man nicht hoch genug loben! Was er meinem Eindruck nach im neuen Zuhause braucht, sind klare Regeln. Nicht 100 % konsequentes Handeln, sondern 150 % konsequentes Handeln. Das ist - wie ich feststellen durfte - wirklich anstrengend, gerade in der ersten Zeit. Und das sollte der neue Halter sich bewusst machen. Ich bin mir aber - ebenfalls - 150 % sicher, dass Loui sich in einem einmal eingeführten und konsequent durchgeführten System recht schnell zurecht finden wird und dann ein absolut entspanntes Zusammenleben möglich ist, in dem jeder seinen Platz kennt und die "Komfortzone" des anderen achtet.
Hoppla so viel wollte ich doch gar nicht schreiben .... na egal ... aber eins wollte ich noch anregen .... habt ihr mal probiert, Loui an einem stabilen Halsband zu führen? Könnte man ihm vielleicht dadurch das ständige Tragen des Geschirrs ersparen? Bitte nur als Anregung verstehen. Mir tat es einfach immer so leid, dass der arme Kerl ständig mit dem Geschirr rumlaufen und auch schlafen muss.
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Mila antwortete auf 2. Chance für Loui!
13 Aug. 2014 17:50Hallo ihr lieben Leute, ich bin's der Louibör…
ich muss euch mal was flüstern. Hat mich doch die Tanja gestern wieder in die Berge gelockt… Da habe ich mich ja erst mal gefreut. Ein bissle kühler isses dort oben nämlich schon als hier in der Rheinebene. Kurve hier, Kurve da, anhalten und raus ging es aus dem Kofferraum…. und was muss ich erblicken???
Dieses komische Gebäude in dem ich vor ein paar Wochen wieder so schrecklich festgehalten und gepiekst worden bin. "Nöööö," dachte ich da "dort gehe ich nicht rein"… Und tatsächlich, ich durfte auf der Wiese bleiben. Wir haben ein bissle Tricks geübt mit dem Mauli an. Das ist okay, anders komme ich nicht an die Leckerchen, die die Tanja Maccheroni nennt… Dann gebe ich halt Pfötchen, wenn sie das unbedingt will. Okay, "Peng", "Platz", "Rolle" und das alles mache ich dann auch. Die Tanja freut sich dann so. :whistle:
Dann stand da plötzlich diese Frau Tierärztin und hat sich das auch angesehen und mich gelobt.
Aber schwuppdich, haben die mich ausgetrickst und dolle festgehalten. Da bin ich aber erschrocken. Aber sie hat gleich wieder "Schon fertig" gesagt und dann haben sie mich gleich wieder losgelassen. Da bin ich ganz schnell wieder zum Auto in meine Box und habe gewartet… Die Tanja wollte mit der Frau nämlich nochmal ins Gebäude… Nicht mit mir, das sage ich euch. Zurück kam sie dann mit einem blauen Heftchen und einer Schachtel. Dort sind die weißen Leckerlies drinnen, die ich morgens, mittags und abends bekomme.
Dann hatte ich erstmal keine Lust auf laufen und erst zu Hause bin ich wieder aus meiner Box gekommen… nicht dass ich schon wieder ausgetrickst werde.
Ja und heute morgen hatte sich die Tanja dann bei mir mit einem kleinen Päckchen entschuldigt. Jaja, die weiß schon was sich gehört.
Sie hat dann noch für mich gesungen… "Heppi börsdej tu ju".. komische Entschuldigung….
Aber immerhin war da wieder so ein großes schwarzes Teil drinnen, an dem ich so gerne rumnage. Aber es ist nur fair, dass sie mir das gebracht hat - der war nämlich verschwunden.
So,nun will die Tanja wieder dran… - da habe ich keine Chance mehr :huh: und das dollste - sie hält mir schon wieder ein Päckchen hin... :woohoo:
Gruß vom Loui
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Gabi S antwortete auf 2. Chance für Loui!
13 Aug. 2014 18:29
Oh man, da hätte die Tanja uns allen, die wir so viel um die Ohren haben, schon mal ganz leise flüstern können, daß der liebe Loui Ge....Börsdej hat.
Da hättn wir doch alle Päckchen gepackt, für den lieben Jung! :woohoo: :woohoo:
Hat se aber nich und deshalb gratulieren wir dir so jetz einfach ganz dolle....heppi Börsdej, lieber Loui und ein tolles Jahr für dich und alle, die dich lieb haben :laugh: :laugh: :laugh:
Viele Grüße von Gabi, die euch ganz dolle mag :laugh:
Da hättn wir doch alle Päckchen gepackt, für den lieben Jung! :woohoo: :woohoo:
Hat se aber nich und deshalb gratulieren wir dir so jetz einfach ganz dolle....heppi Börsdej, lieber Loui und ein tolles Jahr für dich und alle, die dich lieb haben :laugh: :laugh: :laugh:
Viele Grüße von Gabi, die euch ganz dolle mag :laugh:
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Merle antwortete auf 2. Chance für Loui!
13 Aug. 2014 18:36
Hallo Loui schön wieder etwas von Dir zu hören. Natürlich wünschen wir Dir auch alles Gute zum Geburtstag, lass Dich heute noch so richtig verwöhnen von Tanja.
Ganz liebe Grüße von Birgit, Stephan, Mandy und den drei Beagle-Mädels
Ganz liebe Grüße von Birgit, Stephan, Mandy und den drei Beagle-Mädels
„Dass mir mein Hund das Liebste sei, sagst du, oh Mensch, sei Sünde, mein Hund ist mir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde.“
Franz von Assisi
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13 Aug. 2014 18:41 - 13 Aug. 2014 18:50
Loui wird heute 4 Jahre alt
von Herzen wünsche ich meinem kleinen süßen (Pflege-)Stinker alles Liebe und Gute. Bleib weiter gesund und munter und ich drück dir die Daumen, dass du mit ein wenig Glück DEINE Menschen findest, die dich so lieben wie du bist. Und du bist wirklich ein ganz besonders Kerlchen. Einen Knuddler für dich und ein DICKES DANKE , dass du mich so oft zum lachen bringst!
Dein Pflegefrauchen Tanja
Hihi, da muss ich noch einen kleinen Nachsatz als "Änderung" hier reinschieben… Währenddessen ich euch "informieren "wollte, habt ihr schon Glückwünsche geschickt - wie schön!!! Die gebe ich doch gerne weiter!
Gaby, ich verwöhne ihn doch schon. Einen neuen Kong und ein Geweih hat er auch bekommen. Nagen macht ihn glücklich :lol:
Loui liegt gerade neben mir und kaut an einem "gefüllten Huf" herum..seit ich ihn von der Tastatur weggelockt habe, ist er nun glücklich am nagen…. ich könnte ihn grad knuddeln… mit Film und Fotos versorge ich euch ein ander mal…das will grade nicht so wie ich will :blink:
Letzte Änderung: 13 Aug. 2014 18:50 von Mila.
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