Einige der zu vermittelnden Hunde sind aus unterschiedlichen Gründen zunächst in Pflegestellen untergebracht. Das hat den Vorteil, dass wir mehr über sie erfahren können. Die Pflegestellen erzählen hier.
CHOUKA in Hamburg
ina antwortete auf Aw: CHOUKA in Hamburg
27 Jan. 2012 19:34 - 27 Jan. 2012 19:36
:laugh: :laugh:
Prakti Chouki - ich wüsste da ja etwas wirklich existentielles für dich: Bitte schreib für uns deine Erlebnisse mit Gouvi, El Comandante, dem Kurzbeinigen und all den anderen in ein Buch. Das wäre die rechte Lektüre für jeden Beagler!!
Hmmm Nina, das liest sich, als ob der Jung angekommen wäre.
Prakti Chouki - ich wüsste da ja etwas wirklich existentielles für dich: Bitte schreib für uns deine Erlebnisse mit Gouvi, El Comandante, dem Kurzbeinigen und all den anderen in ein Buch. Das wäre die rechte Lektüre für jeden Beagler!!
Hmmm Nina, das liest sich, als ob der Jung angekommen wäre.
Letzte Änderung: 27 Jan. 2012 19:36 von ina.
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- kupferli
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kupferli antwortete auf Aw: CHOUKA in Hamburg
27 Jan. 2012 19:58
Ja, Nina, toll wie sich Chouka bei Euch eingelebt hat. :woohoo: Und da hat Ina Recht, Dein Schreibstil ist wirklich einzigartig. Aber das Thema mit dem Buch hatten wir doch schon mal vor einigen Wochen, oder? Überleg es Dir, das würde echt der Renner werden, zumindest mal in Beagle-Kreisen! :woohoo:
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Keaty antwortete auf Aw: CHOUKA in Hamburg
27 Jan. 2012 20:21
Ach Nina ... es ist nach wie vor so - ich liebe Deine Geschichten. Da ist alles dabei - Herz und Verstand für diese Hundis ... und natürlich die nötige Portion Humor, die ja eigentlich ein Muss ist, im Zusammenleben mit unseren Knufflingen.
Danke - und an das Buch glaub ich auch immer noch!!!!!! :kiss:
Danke - und an das Buch glaub ich auch immer noch!!!!!! :kiss:
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Nina antwortete auf Aw: CHOUKA in Hamburg
31 Jan. 2012 16:19
ina schrieb:
Chouka, Romancier
Klingt gut. Viel besser als Praktikant.... Hehe, das gefällt mir
Im Hintergrund lacht sich die Gouvi schlapp ... na warte, wer zuletzt lacht... das sehen wir ja noch ...
Aber erstmal müsst Ihr kucken, wie ich im Schnee sitze:
Hier hab ich mich beeilt. Wenn sie mit dem Ding rumnestelt, gibt's bestimmt was.
Nochmal netter kucken.
Der Kurzbeinige und ich zusammen. Anmutig, aber ganz schön weit auseinander.
Immer noch nix. Ich geb's auf ...
... aber dann gab's doch noch die wohlverdiente Gage
A bientôt, Euer Chouka
Hmmmmm, Ina...Prakti Chouki - ich wüsste da ja etwas wirklich existentielles für dich: Bitte schreib für uns deine Erlebnisse mit Gouvi, El Comandante, dem Kurzbeinigen und all den anderen in ein Buch.
Chouka, Romancier
Klingt gut. Viel besser als Praktikant.... Hehe, das gefällt mir
Aber erstmal müsst Ihr kucken, wie ich im Schnee sitze:
Hier hab ich mich beeilt. Wenn sie mit dem Ding rumnestelt, gibt's bestimmt was.
Nochmal netter kucken.
Der Kurzbeinige und ich zusammen. Anmutig, aber ganz schön weit auseinander.
Immer noch nix. Ich geb's auf ...
... aber dann gab's doch noch die wohlverdiente Gage
A bientôt, Euer Chouka
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Nina antwortete auf Aw: CHOUKA in Hamburg
13 Apr. 2012 18:38
Das Pflegestellentagebuch ist hier zu Ende – Chouka bleibt bei uns 
Zum Abschluss noch einmal der Status Quo:
Chouka ist inzwischen wohl halbwegs angekommen. Er ist ein neugieriger, aber auch unsicherer Hund. Vor fremden Menschen, insbesondere großen Männern, hat er Angst, aber er merkt sich, wen er schon mal getroffen hat und beim nächsten Mal wird derjenige schon vorsichtig begrüßt. Unterwegs packt ihn inzwischen immer öfter die Neugier und er schnuppert auch mal an fremden Händen (natürlich nur, wenn die das wollen). Er macht alles mit, was wir so vorschlagen, und ist immer gut gelaunt. Ich bin immer ganz gerührt, wie viel Vertrauen er in uns setzt – und das von Anfang an. Verkuschelt ist er auch :laugh:
Nach wie vor gerät er schnell in Stress, aber insgesamt kommt er in schwierigen Situationen inzwischen viel besser klar. Wir haben uns Hilfe von einer Verhaltenstherapeutin (für Hunde
) geholt, als es zwischen Winston und Chouka ernsthaft zu eskalieren schien und wir zwar wussten, dass es auf uns ankommt, aber nicht, wie wir uns in dem Moment richtig verhalten. Das hat ganz viel gebracht, nicht nur im Verhältnis der beiden, sondern auch für Chouka.
Das Leben im Haus ist entspannt. Chouka hat schon lange nichts mehr abgeräumt oder geklaut und ist überhaupt viel ruhiger geworden. Die Bellerei an der Tür wird immer weniger (nur wenn der DPD-Bote kommt, führt Chouka sich auf, als stünde der Leibhaftige vor der Tür :evil: … Post, Hermes und GLS bleiben weitgehend ungeschoren). Das Alleinebleiben macht auch Fortschritte. Neulich waren die Hunde fast drei Stunden alleine, während wir bei Nachbars zum Osterfeuer waren. Statt Babyfon hatten wir den Laptop dabei, um per Webcam ein Auge auf die Lage zu haben und rechtzeitig wieder da zu sein, bevor Chouka in Stress gerät. Hat geklappt und wir waren mächtig stolz auf unseren Franzosen.
Chouka beherrscht inzwischen zuverlässig das, was man so „Grundgehorsam“ nennt und noch ein paar kleine Tricks. Er ist sehr lernwillig und macht alles mit Begeisterung mit. Man könnte ihm fast so etwas wie einen „will to please“ unterstellen. Obedience würde ihm sicher gefallen. Wahrscheinlich findet Winston ihn deshalb suspekt
Unterwegs ist das große Thema die Jagd. Chouka hat einen ausgeprägten Jagdtrieb, der jetzt voll zur Entfaltung kommt. Vermutlich hat er dafür jetzt wieder Kapazitäten, nachdem er sich ansonsten orientiert und eingelebt hat. Er ist Spurjäger mit einer klaren Präferenz für Rehe, notfalls tun es aber auch Hasen, Kaninchen und Katzen :blink:
Den Spaziergang muss man von Anfang an aktiv gestalten, sonst übernimmt Chouka und bläst zum Halali. Jedenfalls soweit die Leine reicht. Sie ist auch schon mal gerissen – deshalb wissen wir: er macht ernst. Wir hatten riesiges Glück und haben ihn nach einem Hinweis einer aufmerksamen Anwohnerin nach gut drei Stunden gefunden und stehend k.o. einsammeln können. Aber DAS ist eine andere Geschichte...
Allerdings: Auch wenn die Leine hält, macht es keinen Spaß, alle naselang einen lauthals krakeelenden Harrier aus dem Gebüsch zu ziehen :blush: und ihn dann mühsam wieder auf die Erde zu kriegen. Da hilft nur Anti-Jagd-Training bzw. den Hund „jagdnah“ zu führen :huh: Nun, wir arbeiten dran.
Die Rückorientierung an der Schleppleine klappt inzwischen verlässlich – außer in „heißen“ Revieren. Futterbeutel apportieren macht Chouka im Garten großen Spaß und wir fuchsen uns gerade in die etwas höhere Kunst der Dummyarbeit ein. Unterwegs klappt das mittlerweile auch recht gut, aber gegen eine schicke Rehspur kommt das Ding (noch) nicht an. Da stehen die Chancen für fliegende Leckerchen schon besser
Demnächst möchte ich mal ausprobieren, was Chouka von Mantrailing hält (Winston hat darin schon seine Berufung gefunden) und außerdem versuchen wir uns gerade mit einem Dogscooter – was nix anderes ist als ein stabiler Tretroller, vor den der Hund als Zugtier gespannt wird. Der Fahrer kann den Hund gut unterstützen und es ist weniger abenteuerlich als mit dem Rad. In einem geübten Team kann der Hund so auch mal längere Strecken in seinem Tempo laufen, was ja an der Leine praktisch nicht möglich ist (jedesfalls nicht beim rasenden Harrier). Wir sind noch ganz am Anfang :whistle: … mal schauen, wie sich das entwickelt.
Alles in allem ist Chouka genau der Hund, den ich mir nicht ausgesucht hätte. Tja, da wäre mir was entgangen.
Chouka hätte es verdient, dass die Interessenten für ihn Schlange gestanden hätten – haben sie aber nicht. Woran mag das gelegen haben? Am Alter – sicherlich. Ehemaliger Meutehund? Da ist die Angst vor übertriebenem Jagdeifer nicht unbegründet. Ein Anglo-Francais oder Harrier? Wer sucht schon einen großen Hund zwischen all den Beagles? Und schließlich die lange Zeit in der Pflegestelle … und all das, was man im Tagebuch so erfährt. Vielleicht fällt die Entscheidung für einen Hund leichter, wenn man nicht weiß, worauf man sich einlässt. Nur so ein Gedanke ...
… und letztlich auch egal, denn am Ende kann sich die Pflegestelle ja doch nicht mehr trennen :laugh: :laugh: :laugh:
Danke fürs mitlesen und für Eure Unterstützung!! Wir melden uns wieder
Zum Abschluss noch einmal der Status Quo:
Chouka ist inzwischen wohl halbwegs angekommen. Er ist ein neugieriger, aber auch unsicherer Hund. Vor fremden Menschen, insbesondere großen Männern, hat er Angst, aber er merkt sich, wen er schon mal getroffen hat und beim nächsten Mal wird derjenige schon vorsichtig begrüßt. Unterwegs packt ihn inzwischen immer öfter die Neugier und er schnuppert auch mal an fremden Händen (natürlich nur, wenn die das wollen). Er macht alles mit, was wir so vorschlagen, und ist immer gut gelaunt. Ich bin immer ganz gerührt, wie viel Vertrauen er in uns setzt – und das von Anfang an. Verkuschelt ist er auch :laugh:
Nach wie vor gerät er schnell in Stress, aber insgesamt kommt er in schwierigen Situationen inzwischen viel besser klar. Wir haben uns Hilfe von einer Verhaltenstherapeutin (für Hunde
Das Leben im Haus ist entspannt. Chouka hat schon lange nichts mehr abgeräumt oder geklaut und ist überhaupt viel ruhiger geworden. Die Bellerei an der Tür wird immer weniger (nur wenn der DPD-Bote kommt, führt Chouka sich auf, als stünde der Leibhaftige vor der Tür :evil: … Post, Hermes und GLS bleiben weitgehend ungeschoren). Das Alleinebleiben macht auch Fortschritte. Neulich waren die Hunde fast drei Stunden alleine, während wir bei Nachbars zum Osterfeuer waren. Statt Babyfon hatten wir den Laptop dabei, um per Webcam ein Auge auf die Lage zu haben und rechtzeitig wieder da zu sein, bevor Chouka in Stress gerät. Hat geklappt und wir waren mächtig stolz auf unseren Franzosen.
Chouka beherrscht inzwischen zuverlässig das, was man so „Grundgehorsam“ nennt und noch ein paar kleine Tricks. Er ist sehr lernwillig und macht alles mit Begeisterung mit. Man könnte ihm fast so etwas wie einen „will to please“ unterstellen. Obedience würde ihm sicher gefallen. Wahrscheinlich findet Winston ihn deshalb suspekt
Unterwegs ist das große Thema die Jagd. Chouka hat einen ausgeprägten Jagdtrieb, der jetzt voll zur Entfaltung kommt. Vermutlich hat er dafür jetzt wieder Kapazitäten, nachdem er sich ansonsten orientiert und eingelebt hat. Er ist Spurjäger mit einer klaren Präferenz für Rehe, notfalls tun es aber auch Hasen, Kaninchen und Katzen :blink:
Den Spaziergang muss man von Anfang an aktiv gestalten, sonst übernimmt Chouka und bläst zum Halali. Jedenfalls soweit die Leine reicht. Sie ist auch schon mal gerissen – deshalb wissen wir: er macht ernst. Wir hatten riesiges Glück und haben ihn nach einem Hinweis einer aufmerksamen Anwohnerin nach gut drei Stunden gefunden und stehend k.o. einsammeln können. Aber DAS ist eine andere Geschichte...
Allerdings: Auch wenn die Leine hält, macht es keinen Spaß, alle naselang einen lauthals krakeelenden Harrier aus dem Gebüsch zu ziehen :blush: und ihn dann mühsam wieder auf die Erde zu kriegen. Da hilft nur Anti-Jagd-Training bzw. den Hund „jagdnah“ zu führen :huh: Nun, wir arbeiten dran.
Die Rückorientierung an der Schleppleine klappt inzwischen verlässlich – außer in „heißen“ Revieren. Futterbeutel apportieren macht Chouka im Garten großen Spaß und wir fuchsen uns gerade in die etwas höhere Kunst der Dummyarbeit ein. Unterwegs klappt das mittlerweile auch recht gut, aber gegen eine schicke Rehspur kommt das Ding (noch) nicht an. Da stehen die Chancen für fliegende Leckerchen schon besser
Demnächst möchte ich mal ausprobieren, was Chouka von Mantrailing hält (Winston hat darin schon seine Berufung gefunden) und außerdem versuchen wir uns gerade mit einem Dogscooter – was nix anderes ist als ein stabiler Tretroller, vor den der Hund als Zugtier gespannt wird. Der Fahrer kann den Hund gut unterstützen und es ist weniger abenteuerlich als mit dem Rad. In einem geübten Team kann der Hund so auch mal längere Strecken in seinem Tempo laufen, was ja an der Leine praktisch nicht möglich ist (jedesfalls nicht beim rasenden Harrier). Wir sind noch ganz am Anfang :whistle: … mal schauen, wie sich das entwickelt.
Alles in allem ist Chouka genau der Hund, den ich mir nicht ausgesucht hätte. Tja, da wäre mir was entgangen.
Chouka hätte es verdient, dass die Interessenten für ihn Schlange gestanden hätten – haben sie aber nicht. Woran mag das gelegen haben? Am Alter – sicherlich. Ehemaliger Meutehund? Da ist die Angst vor übertriebenem Jagdeifer nicht unbegründet. Ein Anglo-Francais oder Harrier? Wer sucht schon einen großen Hund zwischen all den Beagles? Und schließlich die lange Zeit in der Pflegestelle … und all das, was man im Tagebuch so erfährt. Vielleicht fällt die Entscheidung für einen Hund leichter, wenn man nicht weiß, worauf man sich einlässt. Nur so ein Gedanke ...
… und letztlich auch egal, denn am Ende kann sich die Pflegestelle ja doch nicht mehr trennen :laugh: :laugh: :laugh:
Danke fürs mitlesen und für Eure Unterstützung!! Wir melden uns wieder
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Nici antwortete auf Aw: CHOUKA in Hamburg
13 Apr. 2012 19:08
Hallo,
das freut mich sehr zu lesen! Ich finde mein Mini / Maxi Gespannt auch total super!!!
In vielen Punkten die ihr so schreibt erkenne ich Buck 100%! Und in anderen so gar nicht!
Die Franzosen sind definitiv anders als die Beagle - aber auch einfach nur toll! Ich glaube ja nicht, dass er ein Anglo ist. Sein Kopf wirkt zu bullig und die Schnauze zu kurz! Aber wer bin ich schon....
Jedenfalls - wenn ihr mal Lust habt näher über Groß und klein zu plaudern - immer gerne! Per PN oder Telefon oder mal persönlich!
Viel Spaß mit eurem Gespann!
das freut mich sehr zu lesen! Ich finde mein Mini / Maxi Gespannt auch total super!!!
In vielen Punkten die ihr so schreibt erkenne ich Buck 100%! Und in anderen so gar nicht!
Die Franzosen sind definitiv anders als die Beagle - aber auch einfach nur toll! Ich glaube ja nicht, dass er ein Anglo ist. Sein Kopf wirkt zu bullig und die Schnauze zu kurz! Aber wer bin ich schon....
Jedenfalls - wenn ihr mal Lust habt näher über Groß und klein zu plaudern - immer gerne! Per PN oder Telefon oder mal persönlich!
Viel Spaß mit eurem Gespann!
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