Nelson zuhause

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Sabine K. antwortete auf Aw: Nelson zuhause

28 Apr. 2012 15:18
#25
Heute hat uns die "Vergangenheit" eingeholt...
Ich wollte mit Nelson Auto fahren üben und habe ihn (er geht ja immer noch nicht freiwillig durch die meisten Türen) zum Auto getragen und wollte ihn hinten in die Hundebox setzen. Er kennt die, wir hatten sie eine Weile im Wohnzimmer stehen (bis ich bemerkt habe, dass er an den Reißverschlüssen kaut) und wir sind auch schon einmal ein paar Meter gefahren. Er saß wie ein kleines Stück Elend in der Box, aber ich dachte nicht, dass er eine solche Scheu entwickelt. Heute, als ich ihn absetzte: Panik, ein Kampf, Nelson auf der Flucht! Ich konnte ihn gerade festhalten und habe dann eine Weile mit dem zitternden Hund auf dem Schoß im Kofferraum gesessen und beruhigt. Noch nicht einmal ein Leckerli hat er während der Zeit genommen. Nachdem er sich halbwegs beruhigt hatte, habe ich ihn dann wieder ins Wohnzimmer gebracht, wo dann auch alles wieder super in Ordnung war.

Da ich auch irgendwann zum Tierarzt zum Chippen muss und ich ihn auch sonst gern mal im Auto mitnehmen würde, was würdet ihr tun? Denkt ihr unsere "Sitzungen" im Kofferraum bringen ihn dazu, das Ganze gelassener zu sehen oder festigt sich die Panik dann nur und ich sollte einfach mit ihm losfahren, egal, wie er sich anstellt, dass er merkt, dass es nichts Schlimmes ist? Ich bin im Moment ziemlich ratlos, was hier die beste Methode wäre.

Vielen Dank im Voraus für euren Rat
Liebe Grüße
Sabine

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Mulle antwortete auf Aw: Nelson zuhause

28 Apr. 2012 16:02 - 28 Apr. 2012 16:07
#26
Hallo Sabine,

das war bei uns beim ersten Mal Autofahren ähnlich. Die Box war etwas ganz Schreckliches - im Wohnzimmer hat sie mit Panik in den Augen in Richtung Box geschaut.

Ich ernte jetzt bestimmt von manchen ein Kopfschütteln - und kann das nachvollziehen, ich würde selbst die Hände überm Kopf zusammenschlagen, wenn ich es lesen und nicht erleben würde - aber wir haben intuitiv Methode "kurz und schmerzlos" gewählt, um die Angst nicht weiter zu bestätigen und zu festigen:

Rein in die Box - Box zu - Knochen hinterher - nicht weiter beachten.
Nach drei Minuten fing sie an den Knochen zu fressen und ab dem Moment war es gut und sie ging wenig später ohne Probleme freiwillig hinein.
Beim Autofahren war es dasselbe: Rein ins Auto* - Klappe zu - Zittern ignorieren - losfahren.
(* Das ging beim ersten Mal gut, beim zweiten mal dachte ich, ich müsse eine Katze durch ein Abflussrohr bekommen und beim dritten Mal war alles okay, ich konnte sie in aller Ruhe absetzen, ableinen und dann die Box schließen.)
Und ebenso die Türen: Ich biete ihr an, mit mir (an der Leine) durchzugehen. Wenn sie nicht sofort will, wird nicht gelockt und nicht gebettelt, dann wird sie genommen und kommentarlos durchgetragen. War seit mehreren Tagen nicht mehr nötig :) inzwischen geht sie sogar die Treppen an der Leine hoch und ein paar sogar schon runter.
Sie lässt sich inzwischen auch problemlos ins Auto setzen, kotzt nicht mehr und sabbert nur noch ein wenig.

Das ist jetzt nur auf Selma bezogen und kann bei Nelson natürlich komplett anders sein, aber ich glaube, dass man sie mit langem Verhandeln und Beruhigen nur zusätzlich stresst. Die Situation bleibt dann "stressbehaftet". Ich habe das Gefühl, da eine prinzipiell selbstbewusste Hündin zu haben, die mit der Methode "kurz und schmerzlos der potentiellen Gefahr aussetzen und machen lassen" sehr schnell merkt, dass nichts schlimmes passiert. Und: Dass sie es schafft, auch ohne, dass ich ihr das Pfötchen halten muss.

Das ist allerdings nur dann empfehlenswert, wenn man selbst vollkommen ruhig bleiben kann.
Wenn man Angst hat, es so nur schlimmer zu machen, wird das auch geschehen. Man muss absolut überzeugt davon sein, dass der Hund die Situation meistern kann und wird.
Bei Selma war es ja so, dass sie zum Tierarzt musste - ich sah da keine große Wahl, es aufzuschieben, weil ich dachte, sie würde der Zähne wegen nicht fressen. Also locker machen, positive Emotionen ausstrahlen - und einfach durch.

edit: Selma sitzt übrigens immer noch recht mitleidserregend im Auto: Das Köpfchen hängt, der Sabber tropft. Aber das ist bei unserer Schäferhündin auch bis heute so, und die haben wir nach allen Regeln der Kunst ganz langsam ans Autofahren gewöhnt.
Manche Hunde werden nie wirklich begeistert Autofahren.
Letzte Änderung: 28 Apr. 2012 16:07 von Mulle.

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  • Hardy
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Hardy antwortete auf Aw: Nelson zuhause

28 Apr. 2012 16:35
#27
Genau: manche werden nie begeistert Auto fahren...

wir haben alle, aber wirklich alle Methoden durch, auch Unterstützung von einer Trainerin gehabt...nun ja, er zittert und sabbert immer noch (wohlgemerkt, Spike ist seit fast 7!! Jahren bei uns und muss zwangsläufig regelmäßig Auto fahren)

das Einzige, was ihm ein bisschen geholfen hat, sind die Zylkene-Kapseln gegen Stress, dann ist es nicht ganz so schlimm.

Wünsche dir viel Erfolg,
Sabine mit Lucy und Spike

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Sabine K. antwortete auf Aw: Nelson zuhause

28 Apr. 2012 20:57
#28
Danke für eure Tipps!

Mit den Türen mache ich es genau so. Ich biete an und wenn er nicht gleich kommt, wird er durch getragen. Die eine Tür geht schon prima, die andere ist immer noch Tragen nötig, auch wenn er schon ab und zu selbst durchlief.

Ich werde morgen wieder "Autofahren" üben und da wird es dann kein Pardon geben, wir werden fahren und es wird bestimmt nichts Schreckliches am Ziel geben. :-)

Es ist schön, hier eine Möglichkeit zu haben, eure Erfahrungen zu nutzen.

Liebe Grüße und nochmal vielen Dank
Sabine

PS: Wir müssen doch üben, wenn wir nach Burbach kommen wollen :blink: ;-) Ich bin aber noch nicht sicher, ob wir (ich) es schaffen.

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Shary antwortete auf Aw: Nelson zuhause

28 Apr. 2012 20:59
#29
hast du es mal mit Cocculus versucht, unsere Urlaubshunde haben das immer bekommen und dann ab ins Auto ums Eck gefahren und wieder raus, 15Minuten warten wieder rein ins Auto 5 Minuten fahren und wieder raus so hab ich mit Amy 4 Stunden lang geübt, jetzt findet sie Auto fahren völlig normal frag Harald und Annette ;)

Gruß
Roswitha

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Mulle antwortete auf Aw: Nelson zuhause

28 Apr. 2012 21:31
#30
Ich habe übrigens von unserer Tierärztin sowie von Abbys Züchtern einen Tipp zum Autofahren bekommen, der bei unseren Hunden immer geholfen hat:
NICHT langsam anfangen, also nur 5 Minuten fahren und nach und nach steigern.
Sie meinte, man solle am Anfang ausschließlich etwas längere Strecken fahren, weil der Hund während der Fahrt die Möglichkeit bekommen soll, den Stresspegel runterzufahren. Das kann er aber in 5 Minuten nicht und so wird Auto=Stress quasi eingespeichert.
Besser ist es, so lange zu fahren, bis der Stresspegel wieder sinkt, so wird das etwas entspanntere Verhalten mit dem Auto verbunden und man gerät nicht in diesen Teufelskreis.

LG

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