Louie - ein Angsthase entdeckt die Welt

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mannimanni antwortete auf Louie - ein Angsthase entdeckt die Welt

29 Jan. 2015 19:06
#13
und geh in die Hocke und warte.
Hallo Ute,
nachdem Sie das mit der Hocke geschrieben haben,fiel es mir wieder ein wie wichtig das für die Jette war.

Liebe Grüße
Gaby

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  • Ute Siegert
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Ute Siegert antwortete auf Louie - ein Angsthase entdeckt die Welt

03 Feb. 2015 15:42
#14
ich wüste so gern, wie es Louie inzwischen geht.... Tina, schreib doch mal was :-)

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  • Melly
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Melly antwortete auf Louie - ein Angsthase entdeckt die Welt

04 Feb. 2015 10:25
#15
Mir geht's wie Ute, es sind ein paar Tage vergangen, wie geht's euch und Vorallem LOUI? Hat sich was getan im positiven Sinne an kleinen Schritten?
«Dass das Wort Tierschutz einmal erfunden werden musste, ist wohl eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Gesellschaft.»

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  • Tina_1989
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Tina_1989 antwortete auf Louie - ein Angsthase entdeckt die Welt

04 Feb. 2015 17:41 - 04 Feb. 2015 17:54
#16
Hallo ihr Lieben,

erst einmal vielen lieben Dank, dass ihr eure eigenen Erfahrungen hier teilt und auch nach dem kleinen Schatz fragt. Leider konnte ich mich so lange nicht melden, weil wir hier Probleme mit dem Internet hatten und erst seit heute wieder Zugang haben.

Vielleicht ist mein letzter Eintrag etwas missverständlich rübergekommen, denn ich hatte keine "Probleme" mit Louie, sondern war nur wegen dem einmaligen Vorkommnis mit der Milchkanne im Garten verunsichert und hatte befürchtet, etwas grundlegend falsch gemacht zu haben. Louie hat gleich ab dem ersten Tag gefuttert und ab dem zweiten Tag auch seine Geschäfte erledigt (und bisher auch ausschließlich draußen :woohoo: ). Ich war nur in Sorge, weil er nach diesem Schreck eben wirklich unheimlich lange weder gepullert noch gekackert hatte und es mich echt verwundert hat, dass er es SO lange aufhalten konnte (das waren ja weit mehr als 24 Stunden). :blink:

Nun ja, wie geht es dem Kleinen denn nun? Ich denke, dass er, wäre nicht der zweimalige Ortswechsel innerhalb einer so kurzen Zeit gewesen, schon ganz schön aufgeblüht wäre. Nur hat ihn die Trennung seiner Pflegestelle wohl doch sehr mitgenommen, sodass er natürlich verständlicherweise verunsichert war/ist, ob er denn nun hier bleiben kann oder nicht. Er ist jetzt ja auch erst seit etwa eineinhalb Wochen hier, aber ich bin stolz wie Bolle auf meinen Schatz. :blush: :kiss: Es gibt bessere und schlechtere Tage - wohl ganz normal für einen ängstlichen Hund, der erst seit so kurzer Zeit in der neuen Welt angekommen ist.

Er hatte von Anfang an eine wahnsinnige Angst vor Männern, was sich auch noch nicht wirklich gelegt hat und Martin (meinen Freund) natürlich traurig macht, aber er war darauf eingestellt und weiß, dass er Kleine einfach seine Zeit braucht. Martin setzt sich zwei- bis dreimal am Tag zu ihm und lässt ihn an der Hand schnuppern - das macht Louie von sich aus, denn er ist (zum Glück) sehr neugierig; allerdings schnuppert er auch immer nur ca. 2-3 Sekunden und dann dreht er auch schon wieder den Kopf weg oder schaut ihm mit einem bitterbösen Blick an (wobei ich ja glaube, dass dieser "böse" Blick eher sein Angstausdruck ist und nur so wirkt, weil er eben von unten nach oben schaut; aber ich könnte mich immer wegwerfen vor Lachen, denn so schaut er mich mittlerweile an, wenn ich aufhöre, ihn zu bürsten oder seitlich am Bauch zu krabbeln).

Gestern waren Handwerker bei unserer Vermieterin (ihr Eingang ist direkt neben unserem), und natürlich waren das zwei Männer, die klein Louie von seinem Platz aus sofort durchs Fenster gesehen hat. Wir haben also in Ruhe gefrühstückt und heimlich beobachtet, wie er reagiert. Er ist dann plötzlich aufgestanden, auf uns zugelaufen, hat Martin gesehen und dann schnell einen Bogen gemacht. So ist er aber tatsächlich zum ersten Mal (!!) tagsüber aus seinem Bett gekommen - und hat sich vor die Badezimmertür gesetzt. Als die Handwerker Pause gemacht haben, war ich noch mal mit ihm im Garten, um alle Geschäfte zu erledigen. Dort klappt es mittlerweile super, aber auch da haben wir bessere und schlechtere Momente. Das Grundstück hier ist nicht groß, vielleicht ca. 20(?) Quadratmeter Garten. Wir haben die ersten Tage etwa 4 Schritte gemeistert, dann ist er meist in die hinterste Ecke gekrochen. Aber seit einigen Tagen schaffen wir es bei fast allen "Garten-Gängen", eine oder sogar zwei Runden zusammen zu gehen. Er mag es noch gar nicht, wenn ich hinter ihm laufe - das geht nur, wenn kein Schnee liegt, recht gut (das Knirschen schreckt ihn immer mal auf). Aber er läuft meistens sehr gut hinter mir her und das sogar zum Teil schon, wenn ich ihn sanft 'rufe'. :) :silly: Ich habe ihn natürlich trotz des geschlossenen Grundstücks immer doppelt gesichert, aber denke nicht, dass ich mit ihm schon woanders hingehen sollte. Ich werde wohl schauen, wie es die kommenden Tage läuft und ihn evtl. in der nächsten oder übernächsten Woche mal ganz früh (um 5 oder 6 Uhr morgens) in den nahegelegenen Park tragen - aber nur, sofern es weiterhin Fortschritte gibt, ansonsten bleiben wir lieber noch länger hier. Ich merke halt, dass er sich schon gerne bewegen würde, aber hier ist es nicht so richtig möglich, mehr als 10 Schritte in jede Richtung zu gehen. Aber ich merke eben auch, dass jedes Geräusch ihn noch kurzzeitig erstarren lässt, auch wenn sein Blick mittlerweile nicht mehr immer angsterfüllt, sondern neugierig ist. :) Überstürzen möchte ich es dennoch nicht, denn er weicht auch extrem zurück, sobald z. B. ich oder Martin durch die Tür hereinkommen, auch wenn wir bspw. nur kurz den Müll rausbringen.

Zwischen Louie und mir bricht das Eis so langsam. Er hatte mir ja schon nach einigen Tagen ein kleines Schwanzwedeln geschenkt, und auch gestern konnte ich aus dem Augenwinkel eines erkennen, als ich auf der Couch gearbeitet habe und er sich in seinem Bettchen herumgekullert hat. :silly:

Aber erst einmal saß er Vormittags ja vor dem Bad. Da die Bauarbeiten gestern etwas länger gedauert haben und auch Menschen hin und wieder gewissen Bedürfnissen nachgehen müssen, musste ich ihn also sowieso von der Badezimmertür wegbekommen. Ich habe sie dann einfach leicht geöffnet, mich hindurchgeschoben, wieder geschlossen - und plötzlich stand da ein Beagle neben mir im Bad :lol: :lol:
Dort wollte er dann auch am liebsten bleiben. Da die Handwerker ganz schön Lärm gemacht haben, habe ich ihn im Bad auf eine Decke gesetzt wegen der kalten Fliesen. Er fand es ziemlich cool, die Wohnung so mal aus einem anderen Winkel zu sehen und hat meinen Freund ganz begeistert beim Abwasch beobachtet (immer ganz niedlich um die Ecke geschielt).

Abends habe ich gestern ganz ausgiebig mit ihm gekuschelt und ihn mal sanft gebürstet - das hat er so sehr genossen, dass er direkt eingeschlafen ist. Als ich mich leise entfernen wollte, ist er mit dem Kopf hochgeschnellt und hat mir bitterböse Blicke zugeworfen. Nun ja, wie ich eben so bin, habe ich mich dann noch ein wenig zu ihm gelegt (schön so halb mit ins Hundebett) und ihm den Bauch gestreichelt. Ich habe ihn noch nicht gewogen, aber glaube, dass er schon ein wenig zugenommen hat. :)

Mit dem Fressen ist es allerdings so eine Sache; genau wie mit der Angst vor Menschen ... Im einen Moment will er kuscheln, im nächsten Laufe ich vorbei und er erschreckt sich so fürchterlich, als hätte er mich noch nie zuvor gesehen. :dry: Das Futter von uns mag er am liebsten in warmem Wasser eingeweicht, aber er frisst z. B. nicht aus der Hand, wenn man ihm mal zwischendurch ein Leckerli geben möchte. Übrigens futtert er auch nur sein Futter und sonst nichts (ich habe ihm schon alles möglich hingelegt, auch mal nachts, da er da z. B. gerne an den Kong geht, aber nicht mal für Käse kann er sich begeistern!). :( Das ist schade, denn natürlich wäre es etwas einfacher, wenn man ihn hier und da mal mit etwas Leckerem eine kleine Freude zwischendurch machen könnte. Mit Kauknochen weiß er auch nichts anzufangen. Aber es hat mich schon mal sehr gefreut, ihn mit dem Kong zu sehen (aus dem er allerdings auch nur sein TroFu nimmt), denn er muss doch unglaubliche Langeweile haben in "seiner Ecke".

Tagsüber kann ich ihn dementsprechend auch mit keiner Futterspur aus dem Bettchen locken, aber zumindest nachts hat diese Strategie schon mal gewirkt (klappt aber nicht immer). Erst gestern Abend habe ich ihm sein Trockenfutter einzeln vor dem Bettchen, hin zur Mitte des Raums verteilt und den Kong (gefüllt) als 'Ziel' hingelegt. Hat auch super funktioniert; war alles leer und der Kong lag heute Morgen leer im Bettechen, direkt unter Beagle Louie. :silly: :kiss: Aber ansonsten kann man ihn mit Futter leider noch gar nicht wirklich begeistern, und auch Wasser trinkt er immer erst wenn hier abends alles still ist und die Lichter aus sind, was natürlich blöd ist, denn so trinkt er ja fast den ganzen Napf in einem Zug in der Nacht. :(

Seit Sonntag (?) lässt er sich weitaus lieber von mir anfassen, wenn ich ihm die Leine und das Zwischenstück anlege. Daher habe ich ihm von da an Geschirr und Halsband mal ausgezogen, was er sichtlich genießt. Das An- und Ausziehen mag er zwar nicht sonderlich, aber es geht wirklich unproblematisch und ohne ihn zu bedrängen oder zu verängstigen (nur das über-den-Kopf-Ziehen mag er halt nicht sonderlich, aber er gewöhnt sich merklich daran).

Puh, ja ... Ich denke, das war so das Neueste von Beagle Louie. :blush: Er wird ganz arg geliebt und ich merke, dass er ganz langsam beginnt, ein wenig Vertrauen zu mir aufzubauen und sich immer öfter etwas sicherer fühlt, wenn auch nur in bestimmten Momenten - aber immerhin. :)

Da meine Handykamera kaputt und das Ladekabel meiner Digicam verschollen ist, muss ich mir die Bilder vom Handy meines Freundes erst noch per Mail schicken lassen, aber ich bemühe mich, euch nicht zu lange auf die Folter zu spannen. ;)

Ganz viele Grüße aus Weimar,

Tina, Martin und Louie

P.S.

Molly-Mops und Louie konnten sich leider noch nicht kennenlernen, da die kleine Maus kurz vor seiner Ankunft einen ganz schlimmen Husten bekommen hat. Wir waren beim Tierarzt und er meinte, dass die Zusammenführung nun auf keinen Fall ginge wegen Ansteckungsgefahr. Molly ist ja schon älter und hat leider auch durch diese verdammte Qualzucht und ihr verantwortungsloses früheres Frauchen ein paar Probleme, daher braucht sie etwas länger, um zu genesen. Sie hatte während meiner Wohnungsrenovierung im letzten Spätsommer schon mal ein paar Wochen bei meinem besten Freund gewohnt, mit dem ich ein paar Jahre liiert war und Molly damals adoptiert hatte. Dort ist sie vorerst in guten Händen, aber ich hoffe, dass es ihr bald besser geht, denn sie wird hier schmerzlich vermisst und ich denke, dass sie Louie auch helfen könnte, mehr Sicherheit zu gewinnen.
Letzte Änderung: 04 Feb. 2015 17:54 von Tina_1989.

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Bigs antwortete auf Louie - ein Angsthase entdeckt die Welt

04 Feb. 2015 18:21
#17
Hallo Tina, schön, von euch zu hören.
Ja der Loui, der scheint ja noch ängstlicher als Quitte zu sein. Ich gehe auch davon aus, dass sie nach dem Wechsel zu ihrer Familie erst einmal in ihr Schneckenhaus zurückgeht, leider :S . Aber so ist das halt bei unseren Angstmäusen, da braucht die Anpassung an neue situationen sehr lange.
Hier reicht schon die kleinste Änderung des Tagesablaufes und Quitte zieht sich ängstlich zurück. Aber die Zeit des "Auftauens" wird doch kürzer, achte mal darauf. Das Frauchen von ihr wird auf alle Eventualitäten vorbereitet und ich bin ganz zuversichtlich, dass es nicht sehr lange dauert, bis auch dort Vertrauen aufgebaut wird.
Die Angst vor Männern beeinflussen wir hier auch über das Futter. Immer wieder anbieten... ohne Blickkontakt, Leberwurst und Käse riechen besonders intensiv. Zuerst wird er die Konsistenz komisch finden, aber auch das vergeht bald. Tröste dich immer damit, dass der Beagle nie verhungert... never!
Bei uns geht das Trinken oft über verschiedene Quellen. Auch die Katzen bevorzugen mehrere Trinkgelegenheiten. Eine Pflanze, die im Wasser steht, ist bei uns der Renner. Ansonsten draussen der Teich, auch wenn es nur Eisablutschen ist.
Bei Quitte ist es sinnvoll alles total selbstverständlich zu machen, dann klappt es nach 5Wiederholungen. Zum Beispiel durch bestimmte Türen nach draussen gehen oder Treppe rauf-und runter. Ich begleite sie, bzw unterstütze sie am Geschirr, aber auch mit etwas Nachdruck...alles gut...passiert dir nichts. So habe ich sie auch zu Anfang auf den Waldweg getragen und zurück lief sie selber.
Aber dran bleiben...Routine kriegen ... immer wieder versuchen... dann klappt es. Spätestens wenn weibliche Gesellschaft da ist, pass mal auf... dann kommt er!
LG Birgit, Meggy&Lotte und Quitte Supermaus...

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  • Tina_1989
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Tina_1989 antwortete auf Louie - ein Angsthase entdeckt die Welt

08 Feb. 2015 20:25 - 08 Feb. 2015 20:35
#18
Hallo Birgit,

ja, ich hatte Quittes Tagebuch verfolgt - die kleine (nun) Luna war ja auch sehr ängstlich, aber es sieht ja so aus, als hättet ihr ganze Arbeit geleistet, sodass sie in ihrem neuen Zuhause nicht wieder ganz von vorne anfangen muss. :) Schön, wenn es so läuft! Vielen Dank für deine Tipps, wir sind seit mittlerweile zwei Wochen dabei, alles erdenkliche mit einem breiten Lächeln im Gesicht und ermutigenden Worten auszuprobieren. :)

Wie geht es Louie nach 14 Tagen in seinem Zuhause?

Heute Morgen haben wir zur Abwechslung mal länger als bis um 6 geschlafen, und ich wurde von Louies Entdeckungsreise durch die Wohnung geweckt. :D Was habe ich mich gefreut! Das erste Mal von ganz alleine und ohne Leckerli als 'Bestechung' das Bett verlassen! Nun ja, ich wollte ihn gern dabei beobachten, aber als das Bett geknarrt hat, ist er schnurstracks wieder in sein Hundebett gelaufen, hat mich allerdings mit einem Blick angeschaut, den ich als Freude und Stolz bezeichnen würde. ;) Wir waren dann im Garten, wo er erst wieder in Panik verfallen ist und in die Ecke kriechen wollte. Dann habe ich ihm gesagt, dass wir das gleich noch mal probieren, ihn zurück zum "Anfang der Runde" getragen - und siehe da, fein geschnüffelt, alle Geschäfte erledigt und auf Zuruf brav neben/hinter mir hergedackelt. :) Wenn da ja nur nicht die Nachbarn wären, gell? ;) Uh, da fällt mir gerade was ein ...

Ich hatte schon einige Tage vor seiner Ankunft einen Zettel an die gemeinschaftlichen Briefkästen gehängt, damit alle Nachbarn im Hauskomplex (wir teilen uns einen Garten, aber wohnen in separaten Häusern) Bescheid wissen, dass hier ein ängstlicher Hund einzieht und dass es schön wäre, wenn die Kinder noch nicht unbedingt mit ihm spielen (ich hatte es schon sehr lieb und kinderfreundlich formuliert). Jedenfalls kam meine Vermieterin zu mir (mit ihr bin ich sehr gut befreundet) und gab mir ein Schreiben vom Eigentümer des anderen Hauses. Darin stand, dass es nicht in Ordnung sei, den Hund ohne Leine im gemeinschaftlichen Garten herumlaufen zu lassen und es könne nicht sein, dass die Kinder den Garten nicht mehr nutzen können - HÄH?! Ich war soooooo sauer, als ich das gelesen habe! Louie ist nicht nur angeleint, sondern immer (!) doppelt gesichert! Und natürlich können die Kinder in den Garten. Bevor ich mit ihm nach draußen gehe (und dann sowieso oft zu Uhrzeiten, in denen Kinder schlafen oder in der Schule sind), schaue ich immer erst nach, ob es halbwegs ruhig draußen ist. Ich bin immer noch so wütend deswegen und möchte da gleich morgen mal anrufen - auch wenn ich noch nicht so recht weiß, was ich sagen soll (außer es richtig zu stellen und darauf hinzuweisen, dass ich, weil ich eine gute Nachbarin sein möchte, sogar extra Bescheid gegeben hatte, damit die anderen wissen, dass ich die Häufchen natürlich wegmache usw.).

Ok, jedenfalls hat heute Morgen auch eine Nachbarin dabei zugesehen, wie ich mit Louie die Gartenrunde gedreht habe - stolz darauf, dass wir nicht mehr 20 Minuten in der Kälte stehen und beide zittern, sondern tatsächlich auch ein paar Meter laufen. Und sie meinte: "Oh, der ist doch jetzt schon zwei Wochen bei euch. Das wird doch nie was!" - woraufhin ich nur sagte, dass zwei Wochen doch nichts sind im Vergleich zu 2,5 Jahren Labor, und dass er sogar schon große Fortschritte macht für seine Verhältnisse. Naja, sie konnte es nicht nachvollziehen, meinte nur, dass sie nicht die Geduld dafür hätte. :pinch: Das sind wohl genau die Leute, die mit der Adoption eines ehemaligen "Laborbeagles" etwas Gutes tun wollen, aber nach einer oder zwei Wochen merken, dass sie so schnell nicht den perfekten Familienhund haben werden. Puh, tut mir leid, aber ich muss einfach gerade mal etwas Dampf ablassen, denn es erfordert natürlich auch viel Stärke, Geduld und Zuneigung, sich um einen so ängstlichen Hund zu kümmern und ihm nicht zu zeigen, wie man sich manchmal fühlt (traurig, Mitleid etc.), um ihn nicht zu verunsichern - und solche Aussagen sind dann einfach ... ach, naja.

Louie braucht wohl einfach etwas länger, er ist noch immer sehr, sehr ängstlich und verunsichert; vermutlich, weil er bei Ute gerade begonnen hatte, erstes Vertrauen zu fassen.

Im Garten klappt es ganz gut, und er läuft seit gestern sogar anstandslos mit mir zurück in die Wohnung bis in sein Körbchen. :-) Vom Körbchen nach draußen mag er allerdings noch nicht, und er verlässt es auch nur, wenn wir weit genug weg sind - und dann auch nur, weil ich gerade das Futter so platziert habe, dass der Herr sich ein wenig bewegen muss. Wenn wir nicht beschäftigt sind, dann schläft er und ignoriert den vollen Napf; wartet, bis er sich sicher fühlt. Er nimmt das Futter zwar immer mal aus der Hand, aber wir haben noch nicht herausgefunden, wonach er das entscheidet - heute Morgen hat er sogar ein Leckerli von Martin genommen, das zweite wiederum nahm er nicht aus der Hand, sondern erst, nachdem er es ihm ins Hundebett gelegt hatte.

Gestern habe ich es noch mal mit etwas Käse versucht (dieses Mal mit einer veganen Variante, die ich für mich ganz neu entdeckt habe). Den fand er total klasse, aber aus der Hand wollte er ihn auch nicht nehmen. Um ihn langsam an selbst gekochtes Futter zu gewöhnen, dem ich meist ein Nahrungsergänzungsmittel beigebe, in dem Algen enthalten sind (was geschmacklich eben sehr dominant ist), habe ich ihm gestern sein TroFu mit Kräutern, einem Klecks Sojajoghurt, Leinöl und einer Messerspitze von dem Pulver zubereitet. Zunächst wollte er ewig nicht fressen und ich hatte furchtbare Angst, dass es an den enthaltenen Algen lag. Aber nachdem er sich sicher gefühlt hat, hat er es total schnell und begeistert verputzt. :) Das hat mich irre gefreut; morgen Abend möchte ich ihm dann etwas kochen und hoffe, dass ich ihn dafür begeistern kann, denn Molly steht total drauf. :) Die Kleine muss Mittwoch noch mal zum Tierarzt, aber ihr Husten ist schon deutlich besser geworden. Ich hoffe, dass sie dann Mittwoch endlich wieder bei uns sein darf, damit die beiden sich auch endlich mal kennenlernen.

Louie pullert - egal wie oft wir draußen sind - nur morgens und abends (je 1x), sein großes Geschäft erledigt er eigentlich immer nur morgens und es sieht auch alles gut/gesund aus, was mich natürlich sehr beruhigt. Noch ist er viel zu ängstlich, als dass ich ihn einem Tierarzt vorstellen möchte, aber ich hoffe, dass wir das im März mal in Angriff nehmen können, um ihn komplett durchchecken zu lassen. Die besten Zähne hat der Kleine leider nicht, aber dafür muss ich, wenn wir schmusen, immer sehr lachen, wenn ich seine Pfoten sehe, denn er hat unten zwischen den Ballen schon echt viele Haare. :D

Von mir lässt er sich jederzeit und sehr gerne anfassen, Geschirr über den Kopf ziehen mag er noch immer nicht, aber es geht nach wie vor unproblematisch. Martin konnte ihn auch etwas streicheln, das haben wir dann aber abgebrochen, weil Louie plötzlich total erstarrt ist und mit großen, ängstlichen Augen zu ihm geschaut hat. So langsam merkt er aber, dass Martin ungefährlich ist - hoffe ich zumindest. :)

Gestern haben wir unseren Großeinkauf erledigt, da war Louie etwa eine Stunde alleine. Er scheint sich in der Zeit nicht wirklich bewegt zu haben, aber hatte plötzlich wieder unfassbare Angst vor uns, als wir zur Tür rein kamen. Daran mag er sich wohl noch nicht so wirklich gewöhnen - auch vorhin, als Martin den Müll rausgebracht hat (und maximal 20 Sekunden weg war), hat er ihm interessiert nachgeschaut, aber sich dann verängstigt in seine Ecke gekauert, als er wieder zur Tür rein kam. Ich wünsche mir wirklich sehr für den Kleinen, dass er lernt, etwas zu entspannen. Und dass er sich bald nicht mehr so in seiner Ecke langweilt, denn da liegt er ja wirklich die ganze Zeit nur herum, so ganz ohne Bewegung. :(

Glaubt ihr, dass er vielleicht durch unsere Wohnungsgröße noch zusätzlich gehemmt ist? Es ist eben doch eine sehr kleine Einraumwohnung, in der er sowieso mit allem konfrontiert ist (was ja andererseits eigentlich auch gut ist, da er sich so an unseren Alltag gewöhnt). Noch steht das Hundebettchen gegenüber von unserem kleinen 'Wohnbereich' beim Bücherregal - meint ihr, ich soll ihn vielleicht an den eigentlichen Hundeplatz 'verfrachten', also neben unser Sofa? Hier wäre er auch mit dem Rücken zur Wand, was ihm Schutz gibt, aber eben auch sehr nah bei uns (auch Martin würde dann sehr oft relativ nah an ihm vorbeilaufen).

Bevor ich jetzt wieder Romane schreibe, belasse ich es erst mal dabei und kümmere mich lieber um Bilder, damit ihr zur Abwechslung mal nicht so viel lesen müsst. :D

Liebe Grüße

Tina, Martin, Louie und Molly-Mops, die gerade noch ihren Husten auskuriert

Edit: Hier noch ein Bild von Louie "Like a Boss" und "Louie saw Martin"; weitere folgen (er ist relativ kamerascheu und gerade draußen ist es schwer mit Hund & Kamera, da Martin ja nicht mit in den Garten kann wegen Louies Angst):



Letzte Änderung: 08 Feb. 2015 20:35 von Tina_1989.

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