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Aw: Angst bei Emmi 17 Jan 2012 01:48 #7

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Hallo Petra

wir haben zwei Laborhündinnen Mona ud Milva seit ca 3 Monaten die auch nur zur Zuchtzwecken gehalten wurden.

Das was du über deine kleine Emmi schreibst, haben/ hatten wir in doppelter Ausführung.
Spaziergang von 50 Meter hat über 1 Stunde gedauert. Vor jedem Geräusch wollten die Beiden
abhauen.
Wir hatten damit erfolgt, dass die Spaziergang nur so lange gingen, wie die Kleinenwollten und immer die gleiche Strecke. So haben sie langsam vertrauen und Selbstsicherheit bekommen. Wir haben keine Leckerließ gegeben. Getragen haben wir sie auch nicht. Zwinge Emmi nicht weiterzugehen.Wenn sie nicht weiter will, bleibe ruhig stehen, rede ruhig mit ihr und gehen dann wieder nach Hause.

Der Weg zum Auto ist immer noch "schwierig" für die Kleinen. Im Auto ist auch alles OK.

Auch unsere wollten immer nur ins Haus. Da fühlten sie sich sicher. Bleibe mit ihr mal im Garten und versuche mit ihr zu spielen oder abzulenken auch wenn es nur für eine kurze Zeit ist.

Habe Geduld, es dauert eine Zeit bis die kleinen die Sicherheit und das Selbstvertrauen
gefunden haben. Denke auch daran, dass Emmi ein 4 Jahre alter Welpe ist. Für den Welpen
ist es schon schwer alles zu lernen und dann erst recht für eine 4 jährige Hündin, der
nichts beigebracht wurde.
Habe GEDULD, geben ihr viel LIEBE und ZUWENDUNG und rede nicht laut mit ihr. Das hat bei
unseren sehr geholfen.
Kommt Emmi auch aus Italien wie unsere ?
Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen helfen.

Viele Grüße von Manfred für die
4 Ms

Schau einmal in unsere Berichte " zwei kleine Italienerinnen..." da kannst du auch die Entwicklung unseren kleinen Chaoten lesen.
Mona, Milva und Miro sagen
Hunde haben einen Besitzer
Wir Beagle haben Personal

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Aw: Angst bei Emmi 17 Jan 2012 12:45 #8

  • Martina
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Schon wieder ich... und meine Erfahrungen mit Pflegis... :blush:

Wenn es auch noch so weh tut, man muss einfach den Hund durch seine Angst durchgehen lassen. Man kann ihm helfen, aber die Angst muss der Hund selbst überwinden. Leckerlies geben, wenn er Angst hat ist falsch, das bestärkt ihn noch in seiner Angst! Ich "bequassele" die Hunde, die Angst haben. Ich erzähle ihnen, was gleich passieren wird mit ganz normaler Unterhaltungsstimme. Wenn sie sich dann entziehen ist es auch in Ordnung. Beim nächsten Mal kann es schon besser sein.

Man kann auch Angst aushalten üben. Ein Beispiel: Das mache ich mit Pflegis in geschlossenen Räumen. Alle Hunde haben zuerst Angst, wenn die angeleinte Flexileine herunterfällt, dann rennen sie, als wäre der Teufel hinter ihnen her. Draußen, wo das durchaus passieren kann, könnte das das Todesurteil für den Hund sein. Also besser Angst zu Hause üben... (Hoffentlich komme ich jetzt nicht auf die "schwarze Liste" der Hundequäler. Bei uns funktioniert das und kein Pflegi hat bis heute irgendwelche Neurosen "ausgebrütet"). Ähnlich würde ich auch auf Spaziergängen verfahren, immer so weit gehen, bis der Hund Angst bekommt, die Angst aushalten lassen, warten, vielleicht geht er weiter, wenn nicht, am nächsten Tag auf der gleichen Strecke bis zum Angstpunkt gehen und wieder aushalten lassen. Immer wieder! Hunde jeden Alters sind lernfähig, Angst kann überwunden werden.

Treppensteigen üben ist ganz einfach: Hund auf den Arm nehmen und auf die vorletzte, obere, Stufe setzen und den Hund die letzte Stufe alleine laufen lassen. Treppe herunterlaufen genauso verfahren. Steigern, wenn der Hund sicher ist. Also, bis zur dritten Stufe sind wir nie gekommen, dann konnte der Hund die Treppe alleine rauf und runter laufen und das in einem Tempo, dass wir uns gefragt haben, ob der Hund getragen werden wollte.

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Aw: Angst bei Emmi 17 Jan 2012 13:25 #9

  • Vio
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Liebe Petra!

Ich kenne dieses Verhalten auch in abgeschwächter Form von Juba als sie kam. Wir sind glaube ich mind. 3 oder 4 Monate nicht mit ihr vom Grundstück gegangen. Im Auto kein Problem, aber das vom Grundstück gehen war sehr mit Angst besetzt. Sie hat sich nicht in die Nähe der Einfahrt getraut. Und Autos/Bus/LKW außerhalb vom Grundstück haben ihr noch mehr Angst gemacht.
Aber sie mußte das auch nicht, wir mußten Geduld üben. Ihre Geschäfte hat sie auf dem Grundstück erledigen können (was auch ein Problem zu Beginn war, weil sie meistens im Haus ihre Geschäfte verrichtet hat, aber das ist ein anderes Thema).

Irgendwann ist sie von allein voller Neugier bis ans Tor (ca. 100m vom Haus entfernt) gelaufen. Und seit dem war es kein Problem mehr. Aber das war gefühlt nach einer Ewigkeit.
Wenn sie sich auch auf dem Grundstück lösen kann/darf, dann gib ihr Zeit und hab Geduld, das wird.

Mit den Globuli bist du doch schon auf einem guten Weg, jetzt noch Zeit und Geduld.

Viele Grüße
Vio

PS: Kennst du das Buch "Stress bei Hunden" von Martina Nagel / Clarissa v. Reinhardt.
Ich finde es sehr interesaant und habe mich bzw. meinen Hund da oft wiedergefunden. Da geht es um versch. Stressoren und die Auswirkungen bzw. das Verhalten des Hundes.
Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit.

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Aw: Angst bei Emmi 17 Jan 2012 13:28 #10

  • kupferli
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:evil: Oooh Martina! :woohoo: Nein nein, keine Sorge. Hier wird niemalsnienicht jemand so etwas behaupten. :P
Und ich stimme Martina da vollkommen zu: wir quasseln einfach viel zu viel. Ich muß mir das auch immer wieder in Erinnerung bringen! ;) Eindeutig klare Kommandos braucht ein Hund. Und wenn man dann, wenn der Hund ja schon ängstlich reagiert, auf ihn einredet wie ein Wasserfall, kommt das beim Hund als Bestätigung an. Ohhhhweh, da ist was schlimmes! :huh: Was hilft: ruhig und gelassen bleiben. Die Ängste ignorieren. Sich normal verhalten, weil da ist ja auch alles "normal". Je mehr man dazu neigt, sich in solchen Situationen um den Hund zu "kümmern", umso mehr manifestieren sich die Ängste. Mit unserem "normalen" Verhalten geben wir dem Hund auch Sicherheit. Sicherheit bringt Vertrauen und Vertrauen läßt die Angst auf Dauer verschwinden. Wir sind sozusagen der "Rudelführer".
Um ein solches Vertrauen aufzubauen, muß die Bindung zwischen Mensch und Hund gefestigt werden. Achgott, man könnte hier so viel zu diesem Thema schreiben, aber es wäre vielleicht auch mal gut, wenn ihr uns etwas über Euren Alltag erzählen würdet. Wie verhält sich der Hund innerhalb von geschlossenen Räumen? Gibt es hier auch noch Ängste (z.B. vor Staubsauger oder ähnlich lauten Geräuchen)? An wem orientiert sich Emmi? Hat sie eine feste Bezugsperson? Geht ihr immer den gleichen Weg? Hat Emmi Angst vorm Autofahren? Besucht ihr mit Emmi eine Hundeschule? Hat sie Gelegenheit mit Artgenossen zu spielen?

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Letzte Änderung: von kupferli.

Aw: Angst bei Emmi 17 Jan 2012 13:46 #11

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Ja die ersten Runden "Meter" haben bei Jule auch etwas gedauert.

einen Schritt vor,zwei zurück.
Sie kannte kein Gras,keinen Stein kein nix wie ein Marsmännchen alles neu.

Was erwartest du ?

Ruhe,Ruhe,du musst ihr das Leben zeigen

Überleg mal was bei der Maus im Kopf abgeht?
Der Speicher ist halt nach 5-10m mit 20.000 neuen Gerüchen und Eindrücken
voll.Das muss ja auch verarbeitet werden.

Jule kannte keine Regen keinen Schnee,für sie war jeder Tag ein neues fremdes
mit teilweise Angst verbundenes Abenteuer.
Aber Beagle sind neugerig und lernen schnell,das wird alles.
Lass ihr Zeit und vorallem versuche ihr Sicherheit zugeben an die sie sich
anlehnen kann.

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Aw: Angst bei Emmi 17 Jan 2012 14:08 #12

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Noel ist zwar anders, aber ich hatte ja auch Sarah. Sie kam mit 7 Jahren aus dem Labor zu mir. Sie war ein großer Angsthase und ich habe immer wieder das Spaziergehen geübt.
zB. Bin 10 Tage lang die gleiche Strecke gegangen, immer so weit, wie Sarah wollte. Blieb sie dann stehen, blieb ich auch stehen und sie schaute sich um. Dann langsam wieder zurück nach
Hause. Ich habe sie nie gezwungen weiter zu gehen, immer so weit sie wollte.
Nach ca. 10 Tagen blieb ich dann am Kanaldeckel - das war immer der Endpunkt - stehen und
dann sagte ich zu ihr, komm wir gehen noch ein Stückchen und siehe da, sie ging ein Stück
weiter. So haben wir langsam unseren Radius erweitert.

Wir begleiten unsere Beagle in ein neues Leben. Vieles ist neu und macht Angst, hier hilft
Zeit und Geduld kein Zwang.

Noel z.B. hat große Angst, wenn ich mal Toastbrot essen möchte. Sobald sie den Toaster sieht,
versteckt sie sich und zittert. Ich kann mir nicht erklären warum dies so ist. Aber es ist
Tatsache. Nun habe ich den Toaster im Wohnzimmer auf dem Teppich stehen. :woohoo:

Wir dürfen von unseren Beagle die erste Zeit nicht zu viel verlangen, alles braucht seine
Zeit und die müssen wir unseren Hunden geben.

Nur Mut, es wird schon werden.

LG
Gisela

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