Einige der zu vermittelnden Hunde sind aus unterschiedlichen Gründen zunächst in Pflegestellen untergebracht. Das hat den Vorteil, dass wir mehr über sie erfahren können. Die Pflegestellen erzählen hier.
Epona´s Pflegestellentagebuch
agate antwortete auf Aw: Epona´s Pflegestellentagebuch
17 Dez. 2012 09:22
Mensch ist die süß einfach zum Knuddeln
Viele Grüße
Antje
Viele Grüße
Antje
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Kathi antwortete auf Aw: Epona´s Pflegestellentagebuch
09 Feb. 2013 11:55
Ich habe lange nichts von Epona geschrieben, nun wird es Zeit ihre Geschichte zu Ende zu erzählen.
Sie liegt hier neben mir, während ich schreibe, sie schläft. Sie schläft in letzter Zeit sehr viel.
Vor einigen Tagen war Epona in einer Tierklinik, sie wurde in Narkose gelegt und es ist ein MRT von ihrem Kopf gemacht worden.
Die Diagnose ist niederschmetternd : Epona ist unheilbar krank. Sie hat eine "Nekrotisierende Enzephalitis", das ist "frei übersetzt" eine Entzündung des Gehirngewebes mit Auflösungserscheinungen. Es kann verschiedene Ursachen haben, ist aber nicht zu heilen. Sie bekommt nun Cortison, in der Hoffnung, den Prozess zu stoppen und ihr eventuelle Schmerzen zu nehmen. Trotzdem sieht es schlecht für sie aus, sie wird immer schwächer und kann sich kaum noch selbstständig auf den Beinen halten Sie hat einen stark verlangsamten Herzschlag, wenn man danach fühlt, komman einem die Pausen zwischen 2 Schlägen ziemlich lang vor. Das passt schon zum Krankheitsbild.
Die ersten Anzeichen hatte sie im Dezember, sie wollte immer schlechter fressen, manchmal hatten wir den Eindruck, sie wäre dazu geistig nicht in der Lage. Meine Tierärztin hatte ja von Anfang an gesagt, Epona habe einen Kleinhirnschaden. Das sie auch ein Deprivationssyndrom haben könnte, war auch von Anfang an klar. Doch ein Hund, der nicht mehr fressen wollte, dem aber organisch nichts zu fehlen schien - das war irgendwann ein großes Rätsel.
Die Diagnose hat uns jetzt Gewissheit gegeben: Sie konnte nicht gewinnen.
Vielleicht kann man ihre Geschichte auch von anderer Seite sehen ;
Epona hat hier einige schöne Monate gelebt, sie ist geliebt worden, umsorgt worden, wir haben sie immer zugedeckt - sie brauchte nicht frieren.
Sie hat Weihnachten unter einem Tannenbaum gelegen und war jeden Tag im Garten, ich hätte mir so sehr gewünscht, das sie den Sommer erleben würde.
Was wäre denn die Alternative gewesen ? Sterben in einem französischen Tierheim.
Ich bin froh, das sie hier bei uns ihre Zeit verbringen konnte - auch wenn es natürlich jetzt für uns alle hier ein verdammt schmerzhafter Prozess ist.
Ich will kein Mitleid, aber ich will, das ihr wißt, was aus ihr geworden ist.
Es gab übrigens auch Interessenten für Epona, auch Menschen, die Bereit waren sie mit all ihren Defiziten zu übernehmen. Die Familie hätte auch auf sie gewartet, bis es ihr besser geht.
Sie wird nun nicht mehr umziehen ...
Sie liegt hier neben mir, während ich schreibe, sie schläft. Sie schläft in letzter Zeit sehr viel.
Vor einigen Tagen war Epona in einer Tierklinik, sie wurde in Narkose gelegt und es ist ein MRT von ihrem Kopf gemacht worden.
Die Diagnose ist niederschmetternd : Epona ist unheilbar krank. Sie hat eine "Nekrotisierende Enzephalitis", das ist "frei übersetzt" eine Entzündung des Gehirngewebes mit Auflösungserscheinungen. Es kann verschiedene Ursachen haben, ist aber nicht zu heilen. Sie bekommt nun Cortison, in der Hoffnung, den Prozess zu stoppen und ihr eventuelle Schmerzen zu nehmen. Trotzdem sieht es schlecht für sie aus, sie wird immer schwächer und kann sich kaum noch selbstständig auf den Beinen halten Sie hat einen stark verlangsamten Herzschlag, wenn man danach fühlt, komman einem die Pausen zwischen 2 Schlägen ziemlich lang vor. Das passt schon zum Krankheitsbild.
Die ersten Anzeichen hatte sie im Dezember, sie wollte immer schlechter fressen, manchmal hatten wir den Eindruck, sie wäre dazu geistig nicht in der Lage. Meine Tierärztin hatte ja von Anfang an gesagt, Epona habe einen Kleinhirnschaden. Das sie auch ein Deprivationssyndrom haben könnte, war auch von Anfang an klar. Doch ein Hund, der nicht mehr fressen wollte, dem aber organisch nichts zu fehlen schien - das war irgendwann ein großes Rätsel.
Die Diagnose hat uns jetzt Gewissheit gegeben: Sie konnte nicht gewinnen.
Vielleicht kann man ihre Geschichte auch von anderer Seite sehen ;
Epona hat hier einige schöne Monate gelebt, sie ist geliebt worden, umsorgt worden, wir haben sie immer zugedeckt - sie brauchte nicht frieren.
Sie hat Weihnachten unter einem Tannenbaum gelegen und war jeden Tag im Garten, ich hätte mir so sehr gewünscht, das sie den Sommer erleben würde.
Was wäre denn die Alternative gewesen ? Sterben in einem französischen Tierheim.
Ich bin froh, das sie hier bei uns ihre Zeit verbringen konnte - auch wenn es natürlich jetzt für uns alle hier ein verdammt schmerzhafter Prozess ist.
Ich will kein Mitleid, aber ich will, das ihr wißt, was aus ihr geworden ist.
Es gab übrigens auch Interessenten für Epona, auch Menschen, die Bereit waren sie mit all ihren Defiziten zu übernehmen. Die Familie hätte auch auf sie gewartet, bis es ihr besser geht.
Sie wird nun nicht mehr umziehen ...
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christa antwortete auf Aw: Epona´s Pflegestellentagebuch
09 Feb. 2013 12:53
Oh Kathi,
das ist ja schrecklich !!!
Ich bin froh das Epona bei euch wenigstens ein Stück ihres Lebens froh und glücklich sein durfte und ein wahres Leben erlebt hat.
Für die verbleibende Zeit wünsche ich euch allen viel Kraft .
Im Moment kann ich nicht mehr sagen kämpfe mit den Tränen ,die Maus tut mir so leid.
Christa,Bernd ,Udo,Marlow,Charly,Benny und Pflegi Loui
das ist ja schrecklich !!!
Ich bin froh das Epona bei euch wenigstens ein Stück ihres Lebens froh und glücklich sein durfte und ein wahres Leben erlebt hat.
Für die verbleibende Zeit wünsche ich euch allen viel Kraft .
Im Moment kann ich nicht mehr sagen kämpfe mit den Tränen ,die Maus tut mir so leid.
Christa,Bernd ,Udo,Marlow,Charly,Benny und Pflegi Loui
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*Anja* antwortete auf Aw: Epona´s Pflegestellentagebuch
09 Feb. 2013 13:19
So hat Epona doch IHRE Familie gefunden. Die Familie, die sich kümmert, sie liebhat, sie füttert, aufmerksam darüber ist, wie es ihr geht und ihr das Leben so schön wie möglich macht. Es wird für sie ihr Leben lang sein.
Von Herzen sage ich Danke Kathi. Dir und Deiner Familie!
Von Herzen sage ich Danke Kathi. Dir und Deiner Familie!
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Wencke antwortete auf Aw: Epona´s Pflegestellentagebuch
09 Feb. 2013 13:48
Ach du Schei*e... da hat Lilly ja fast noch Glück gehabt.
Wieviel Zeit hat Epona noch?
Schön das ihr euch um sie kümmert, solang wie sie es braucht. Ich drücke euch alle mal ihr loeben Feldmeyers, das ist nicht leicht durch zustehen.
Wieviel Zeit hat Epona noch?
Schön das ihr euch um sie kümmert, solang wie sie es braucht. Ich drücke euch alle mal ihr loeben Feldmeyers, das ist nicht leicht durch zustehen.
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Iris antwortete auf Aw: Epona´s Pflegestellentagebuch
09 Feb. 2013 21:58 - 09 Feb. 2013 21:58
Auf den ersten Blick ist das der Worst Case:
junger Hund kommt nach einer Unfallverletzung nach Deutschland, die Verletzung ist so gut wie ausgeheilt und im Hintergrund passiert etwas, was viel schlimmer ist und dem Hund jede Perspektive nimmt.
Das ist schwer zu akzeptieren, schon für mich, obwohl ich den Hund nie gesehen habe. Wie muss sich das für die Menschen anfühlen, die Epona den Start in ein gutes Leben ebnen wollten und jetzt die Grenze respektieren müssen?
Dennoch hat Kathi natürlich Recht. Die Alternative, Epona in ihrem Käfig in Frankreich verrecken zu lassen, ist um ein Vielfaches schlimmer.
Sie hat in ihrem kurzen Leben zumindest noch erfahren, wie es ist, umsorgt und geliebt zu werden, und mit diesem Gefühl wird sie die Welt verlassen, wenn es so weit ist.
Es ist gut, zu wissen, dass sie bis dahin in den besten Händen ist.
junger Hund kommt nach einer Unfallverletzung nach Deutschland, die Verletzung ist so gut wie ausgeheilt und im Hintergrund passiert etwas, was viel schlimmer ist und dem Hund jede Perspektive nimmt.
Das ist schwer zu akzeptieren, schon für mich, obwohl ich den Hund nie gesehen habe. Wie muss sich das für die Menschen anfühlen, die Epona den Start in ein gutes Leben ebnen wollten und jetzt die Grenze respektieren müssen?
Dennoch hat Kathi natürlich Recht. Die Alternative, Epona in ihrem Käfig in Frankreich verrecken zu lassen, ist um ein Vielfaches schlimmer.
Sie hat in ihrem kurzen Leben zumindest noch erfahren, wie es ist, umsorgt und geliebt zu werden, und mit diesem Gefühl wird sie die Welt verlassen, wenn es so weit ist.
Es ist gut, zu wissen, dass sie bis dahin in den besten Händen ist.
Letzte Änderung: 09 Feb. 2013 21:58 von Iris.
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