Einige der zu vermittelnden Hunde sind aus unterschiedlichen Gründen zunächst in Pflegestellen untergebracht. Das hat den Vorteil, dass wir mehr über sie erfahren können. Die Pflegestellen erzählen hier.
Biniou der schüchterne Franzose
- Lillifee
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Biniou der schüchterne Franzose wurde erstellt von Lillifee
16 Okt. 2012 15:49
Es ist das Jahr 2006 als in Frankreich ein kleines Hundebaby das Licht der Welt erblickt. Nichts ungewöhnliches, eher alltäglich und doch jedes Mal ein kleines Wunder. Wäre es bei einen von uns geschehen hätten wir alles Menschen mögliche getan um diesen Hundebaby ein tolles Leben zu ermöglichen. Biniou hatte dieses Glück nicht. Er wurde geboren, aber gekümmert hat sich so richtig keiner um ihn. Sein bisheriges Leben verlief nicht auf der Sonnenseite es war hart umkämpft, viele Narben an seinem kleinen Körper erzählen uns eine Geschichte die alles andere als schön ist. Die größte Narbe trägt er aber auf seiner Seele.
Irgendwann kam er ins Tierheim und hier gab es nur zwei Ausgänge: Tötungsstation, oder dasGlück adoptiert zu werden. Eins war auf jeden Fall ganz sicher, viel Zeit würde ihm nicht bleiben.
Aber es geschehen immer wieder Wunder. Inge Bassi entdeckten ihn und mit 5 weiteren Hunden( die auf diesen Seiten ebenfalls vertreten sind) trat er seine Reise am vergangenen Samstag nach Deutschland an. Hier wurde er das erste Mal in seinem Leben mit viel Freude erwartet. Zuerst von Kathi die die ganze Rasselbande in Aachen in Empfang nahm und Biniou für eine Nacht beherbergte, und den vielen anderen Fahrern, die in ganz Deutschland verteilt warteten, um die restlichen 5 Hunde in ihre Pflegestellen zu bringen. Euch allen an dieser Stelle ein Dank dafür, ihr seid wirklich spitze.
Hier in Deutschland geht Binious Geschichte weiter. Nachdem er eine Nacht bei Kathi und ihrer Familie schlafen durfte und auch dort schon alle Annehmlichkeiten (ein warmes Bad) kennen gelernt hatte, holten wir ihn am Sontag zu uns nach Hause. Die Fahrt im Auto verlief problemlos, Biniou saß die ganze Zeit ruhig in seiner Box. Zuhause angekommen mussten wir ihn ins Haus tragen, wollte er doch freiwillig keinen Schritt gehen. Während ich ihn trug versuchte er seinen Kopf unter meinen Arm zu verstecken und zitterte am ganzen Körper. Drinnen angekommen verkroch er sich in die hinterste Ecke um nicht gesehen zu werden. Also haben wir ihn erst mal in Ruhe gelassen das er sich beruhigen konnte. Abends hab ich mich zu ihm gesetzt und ihm ein paar Leckerchen angeboten, die er aber erst mal verschmäht hat. So musste ich schärfere Geschütze auffahren und holte den Gourmetschinken aus dem Kühlschrank. Da konnte er natürlich nicht wiederstehen und das Eis fing so langsam an zu brechen. Seitdem wir er nur aus der Hand gefüttert und so langsam fängt er an uns zu vertrauen.
Spazieren gehen ist das andere Problem mit dem er zu kämpfen hat. Biniou ist gegenüber Umweltgeräuschen extrem ängstlich. An ihm vorbeifahrende Autos hasst er und würde sich am liebsten in der Erde verkriechen. Um ihm dies zu ersparen fahren wir in die Felder anstatt dorthin zu laufen. Hier läuft er mittlerweile sehr gut an der Leine und orientiert sich gerne an Eddie. Am Anfang war er so nervös das er Probleme hatte seine Geschäfte zu erledigen. Heute geht es schon besser und bei jedem Spaziergang wird zumindest einmal Pipi gemacht.
Zuhause ist er ruhig und genießt jede Streicheleinheit. Er freut sich wenn man den Raum betritt und hat auch mit unseren Katzen keine Probleme.
Fremden Menschen gegenüber ist er ängstlich aber meistens auch bestechlich.
Biniou ist eine Kämpfernatur, das hat er in seiner Vergangenheit immer wieder bewiesen. Auch hier muss er kämpfen doch sein Gegner heißt hier Angst. Diesem Kampf hat er bereits aufgenommen und wird weiter kämpfen. Ich weiß dass er auch hier siegen wird. Jeden Tag ein kleines Stückchen.
Jetzt fehlt ihm nur noch seine Familie, die ihm weiter dabei unterstützt und diese wichtigen Schritte mit ihm gemeinsam geht.
Wie es mit Biniou weitergeht werde ich hier berichten, dann gbt es auch Fotos.
Michaela mit Cosby, Eddie und Biniou
Irgendwann kam er ins Tierheim und hier gab es nur zwei Ausgänge: Tötungsstation, oder dasGlück adoptiert zu werden. Eins war auf jeden Fall ganz sicher, viel Zeit würde ihm nicht bleiben.
Aber es geschehen immer wieder Wunder. Inge Bassi entdeckten ihn und mit 5 weiteren Hunden( die auf diesen Seiten ebenfalls vertreten sind) trat er seine Reise am vergangenen Samstag nach Deutschland an. Hier wurde er das erste Mal in seinem Leben mit viel Freude erwartet. Zuerst von Kathi die die ganze Rasselbande in Aachen in Empfang nahm und Biniou für eine Nacht beherbergte, und den vielen anderen Fahrern, die in ganz Deutschland verteilt warteten, um die restlichen 5 Hunde in ihre Pflegestellen zu bringen. Euch allen an dieser Stelle ein Dank dafür, ihr seid wirklich spitze.
Hier in Deutschland geht Binious Geschichte weiter. Nachdem er eine Nacht bei Kathi und ihrer Familie schlafen durfte und auch dort schon alle Annehmlichkeiten (ein warmes Bad) kennen gelernt hatte, holten wir ihn am Sontag zu uns nach Hause. Die Fahrt im Auto verlief problemlos, Biniou saß die ganze Zeit ruhig in seiner Box. Zuhause angekommen mussten wir ihn ins Haus tragen, wollte er doch freiwillig keinen Schritt gehen. Während ich ihn trug versuchte er seinen Kopf unter meinen Arm zu verstecken und zitterte am ganzen Körper. Drinnen angekommen verkroch er sich in die hinterste Ecke um nicht gesehen zu werden. Also haben wir ihn erst mal in Ruhe gelassen das er sich beruhigen konnte. Abends hab ich mich zu ihm gesetzt und ihm ein paar Leckerchen angeboten, die er aber erst mal verschmäht hat. So musste ich schärfere Geschütze auffahren und holte den Gourmetschinken aus dem Kühlschrank. Da konnte er natürlich nicht wiederstehen und das Eis fing so langsam an zu brechen. Seitdem wir er nur aus der Hand gefüttert und so langsam fängt er an uns zu vertrauen.
Spazieren gehen ist das andere Problem mit dem er zu kämpfen hat. Biniou ist gegenüber Umweltgeräuschen extrem ängstlich. An ihm vorbeifahrende Autos hasst er und würde sich am liebsten in der Erde verkriechen. Um ihm dies zu ersparen fahren wir in die Felder anstatt dorthin zu laufen. Hier läuft er mittlerweile sehr gut an der Leine und orientiert sich gerne an Eddie. Am Anfang war er so nervös das er Probleme hatte seine Geschäfte zu erledigen. Heute geht es schon besser und bei jedem Spaziergang wird zumindest einmal Pipi gemacht.
Zuhause ist er ruhig und genießt jede Streicheleinheit. Er freut sich wenn man den Raum betritt und hat auch mit unseren Katzen keine Probleme.
Fremden Menschen gegenüber ist er ängstlich aber meistens auch bestechlich.
Biniou ist eine Kämpfernatur, das hat er in seiner Vergangenheit immer wieder bewiesen. Auch hier muss er kämpfen doch sein Gegner heißt hier Angst. Diesem Kampf hat er bereits aufgenommen und wird weiter kämpfen. Ich weiß dass er auch hier siegen wird. Jeden Tag ein kleines Stückchen.
Jetzt fehlt ihm nur noch seine Familie, die ihm weiter dabei unterstützt und diese wichtigen Schritte mit ihm gemeinsam geht.
Wie es mit Biniou weitergeht werde ich hier berichten, dann gbt es auch Fotos.
Michaela mit Cosby, Eddie und Biniou
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Manuela antwortete auf Aw: Biniou der schüchterne Franzose
16 Okt. 2012 16:12
Ach Mensch Michaela , jetzt muss ich wieder heulen.
Danke dafür...(nicht,dass ich heulen muss,aber für deinen einfühlsamen Bericht)
Viele Grüße von Manuela
Danke dafür...(nicht,dass ich heulen muss,aber für deinen einfühlsamen Bericht)
Viele Grüße von Manuela
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Kathi antwortete auf Aw: Biniou der schüchterne Franzose
16 Okt. 2012 21:41
Das hast Du aber schön beschrieben - Danke Michaela, ich bin auch ganz gerührt !
Ein Bild von ihm an kann ich noch beisteuern :
Knubbelst Du ihn mal von mir ?!
Liebe Grüße an alle,
Kathi
Ein Bild von ihm an kann ich noch beisteuern :
Knubbelst Du ihn mal von mir ?!
Liebe Grüße an alle,
Kathi
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- Merle
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Merle antwortete auf Aw: Biniou der schüchterne Franzose
17 Okt. 2012 07:59
Mit Tränen in den Augen habe ich eben den Bericht gelesen, sehr schön haste das geschrieben. Biniou wird mit sicherheit noch viel Zeit brauchen und das erlebte auch nie vergessen, aber bei Euch kann er langsam lernen das es nicht nur bösses und schlechtes gibt.
Liebe Grüße Birgit
Liebe Grüße Birgit
„Dass mir mein Hund das Liebste sei, sagst du, oh Mensch, sei Sünde, mein Hund ist mir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde.“
Franz von Assisi
Franz von Assisi
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agate antwortete auf Aw: Biniou der schüchterne Franzose
17 Okt. 2012 09:16
Hallo Michaela,
toll und einfühlsam geschrieben.
diesen Kampf wird Biniou auch gewinnen. Er braucht nur Zeit und die bekommt er bei dir.
Vielen Dank dafür
Viele Grüße
Antje
toll und einfühlsam geschrieben.
diesen Kampf wird Biniou auch gewinnen. Er braucht nur Zeit und die bekommt er bei dir.
Vielen Dank dafür
Viele Grüße
Antje
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moromaxe antwortete auf Aw: Biniou der schüchterne Franzose
17 Okt. 2012 15:57
Liebe Michaela!
Du hast Biniou so schön und einfühlsam beschrieben, dass ich mir sicher bin, er hat bei Euch alle Möglichkeiten und die Zeit, sich in sein neues glückliches Leben zu finden und alles Schlechte zu vergessen.
Ihr macht das wunderbar
Du hast Biniou so schön und einfühlsam beschrieben, dass ich mir sicher bin, er hat bei Euch alle Möglichkeiten und die Zeit, sich in sein neues glückliches Leben zu finden und alles Schlechte zu vergessen.
Ihr macht das wunderbar
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