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Besucher unerwünscht?! 07 Nov 2011 18:21 #1

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Hallo zusammen,

ich hätte gern mal Rat bzw. Feedback zu einem aktuellen Problem, das mich gerade ziemlich nervt.

Unser Pflegi Chouka macht seit einiger Zeit ein ziemliches Theater, wenn jemand klingelt. Er schießt dann bellend zur Tür, fängt dort an zu Knurren und legt den Rückwärtsgang ein. Ich schnauze ihn bisher genau einmal an, und zwar wenn er anfängt zu bellen. Wenn ich gut bin, hält er dann die Klappe. Dann dränge ich ihn wortlos zurück und schließe die Wohnzimmertür. Da bellt er dann meistens weiter. Wenn ich weiß, dass z.B. Post kommt, halte ich die Wohnzimmertür vorher schon geschlossen, so dass er nicht bis zur Haustür kommt. Er bellt aber trotzdem.

Das Programm läuft nicht immer, aber meistens. Ein Muster (Auto fährt vor, Mensch in Uniform, Mann, Frau oder was auch immer) ist dabei nicht erkennbar. Es hängt auch nicht davon ab, ob ICH weiß, dass jemand kommt. Die ersten Wochen hat er das nicht gemacht. Es fing an, als ich das Gefühl hatte, dass Chouka einen weiteren Schritt in Richtung "ankommen" gemacht hat. Einen klaren Auslöser konnten wir nicht identifizieren. Es waren mal Handwerker da, bei denen Chouka den Rückwärtsgang eingelegt hat. Genau genommen macht er das im Haus aber bei allen Fremden, in der ersten Zeit noch ohne Bellen. Sitzen die Eindringlinge dann rum, werden sie meistens beschnuppert und man lässt sich auch streicheln.

Meine Nachbarin, die neulich "Opfer" an der Tür wurde, meinte das Gepöbel sei völlig normal. Ich finde das nicht und ich will so ein Benehmen in meinem Haus auch nicht haben. Und saublöd finde ich auch, dass Winston sich davon mitreißen lässt. Normalerweise sagt der nix und hält sich im Hintergrund.

Noch schöner ist es, wenn jemand INS Haus kommt. Egal, ob Handwerker oder Freunde: Der Besucher wird aus sicherer Distanz angebellt und angeknurrt. Ich weise Chouka dann zurecht und ignoriere ihn dann, um mich um den Besuch zu kümmern. Wenn wir uns hinsetzen, legt er sich dann auch wieder ab und gut. Mit Handwerkern, die noch in den Keller müssen und hierhin und dorthin, ist das schwieriger. Chouka hält dann zwar die Klappe, tapert aber hinterher. Auch wenn ich NICHT mitgehe, will er das. Er sagt dann zwar nichts mehr, aber kann den Besucher auch nicht einfach da sein lassen.

Und noch ein interessantes Detail, das mich an "Kontrolle" denken lässt: Als vorhin der Klempner da war, bin ich nach der lautstarken "Begrüßung" und kurzer Handwerkerbesprechung mit den Hunden raus in den Garten gegangen, weil das sowieso fällig war. Chouka blieb aber am Haus stehen und kam erst auf nachdrückliches Rufen mit nach hinten.

Warum macht er das? Mein aktueller Deutungsstand:
Unsicher ist Chouka Fremden gegenüber auf jeden Fall, aber ich bin nicht (mehr) überzeugt, dass sein Verhalten allein angstmotiviert ist. Denn würde er sich dann nicht einfach den Eindringling vom Hals halten wollen, anstatt ihn dann noch zu "verfolgen"? Wohlgemerkt: Chouka hört nach kurzer Zeit auf zu bellen und "bedroht" die Besucher auch nicht. Aber er kuckt halt, was die machen. Richtig ran traut er sich dann aber nicht, auch nicht, wenn ich dabei bin und ihn rufe, damit er kucken kann, was da passiert.

Mein Eindruck ist, dass Chouka sich zuständig fühlt und ihm nicht klar ist, dass ICH bzw. WIR das Hausrecht haben. Und siehe oben: So ein Benehmen will ich hier nicht haben.

Und was machen wir jetzt?
Unser erster Ansatz war: "Hey, Besucher sind toll - die bringen sogar Wurst mit". Das hat gestern mit einer Frau gut geklappt. Mit dem Klempner von vorhin aber keine Chance. Dabei war der noch nicht mal von furchterregender Gestalt. Klein, jung und ruhig und zurückhaltend in den Bewegungen. Ich hatte ihn extra gebeten, sich kurz mit mir und der Wurstdose in den Flur zu setzen, aber Chouka konnte oder wollte nicht. Der musste sich erstmal aufregen. Und irgendwie scheint mir das angesichts des Themas "Zuständigkeit" auch nicht der richtige Ansatz.

Mein nächster Impuls war "Wasser marsch" - auch wenn mich das ziemlich Überwindung kosten wird. Andererseits bin ich nicht bereit, dieses Verhalten hinzunehmen.

Unsere Trainerin hatte zum Thema Klingelbellen vorgeschlagen, die Wohnzimmertür mit einem Kindergitter zu sichern, damit Chouka genau sehen und hören kann, was an der Tür passiert. Das haben wir noch nicht ausprobiert, weil das vorhandene Gitter zu klein ist und erst ein Verlängerungsset beschafft werden muss. Aber ehrlich gesagt möchte ich meinen Besuchern Choukas akustische Wucht auch nicht ungefiltert zumuten... :(

Nun meine Fragen an die geneigte Forumsschaft:

Wer hat Erfahrungen mit ähnlich gastfreundlichen Gesellen? B)
Angsthase oder Macker? :blink:
Wurstmethode? :unsure:
Oder Wasserpistole? :evil:
An die Leine? :huh:
Und hat jemand Erfahrungen mit einer Box als Rückzugsort (könnte ja auch bei Baustelle Nr. 2 - dem Alleinebleiben - eine Möglichkeit sein)? :S

Aufmunternde Beispiele sind besonders gefragt...

Danke schonmal fürs Lesen - ist mal wieder ziemlich viel geworden ;)
Liebe Grüße von Nina mit Winston, Chouka und Petite

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Aw: Besucher unerwünscht?! 07 Nov 2011 18:32 #2

  • Tanja
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Erst Wasserpistole, dann Leine :evil:

Erst um ihm klar zu machen, dass das Gebelle und Geknurre weder erwünscht noch notwendig ist, dann die Leine... hier gibts dann aber zwei Wege - entweder du leinst ihn an seinem Platz an und machst ihm klar, dass er sich gefälligst um nix zu kümmern hat, oder du schleifst ihn halt mit dir mit, um ihm quasi "Schutz" zu gewähren.
Bei Curly ist es besser, ich nehme sie mit mir mit und erlaube ihr, den Besucher zu begrüssen und erkläre ihr, dass der hier sein darf, dann verliert sie schnell das Interesse.
Hutch hingegen halte ich auf Distanz, der dreht sonst sofort hoch bis Ultimo und belästigt die Besucher und beruhigt sich auch nicht so schnell - den lasse ich frühestens 10min später, wenn sich die Situation beruhigt hat, "frei".
Wenn hier Leute durchs Haus wuseln, die auch nicht die Muse haben, sich vorzustellen, dann kommt er in ein anderes Zimmer, da er sonst zuviel Stress hat.

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Aw: Besucher unerwünscht?! 07 Nov 2011 18:33 #3

  • kupferli
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Hallo Nina! Dieses Verhalten kommt mir sehr bekannt vor. Unsere Kondi war genau von der gleichen Fraktion: es wurde alles und jeder angebellt, angeknurrt und angesprungen. Zum Teil passiert das heute immer noch. Aaaaber wir sind auf einem guten Weg, es wird schon weniger. Ich hatte unserem Trainer in der HuSchu dieses Problem geschildert. Sein Eindruck: das Verhalten hat bei Kondi nichts mit Angst zu tun. :P Ihr Verhalten im Allgemeinen ist eher dominant und nicht ängstlich. :huh: Sein Vorschlag: ein kurzes Stück "Schnur" oder "Leine" immer am Halsband. Also, nicht nur in der Situation, sondern zu Beginn gehört das zur "Homeausstattung". ;) Den Besucher bitten, den Hund erst einmal komplett zu ignorieren. Einfach an uns vorbei gehen in die Wohnung. Ich halte Kondi an der Leine fest und bei jedem ungewollten Verhalten ihrerseits gibts ein scharfes Nein und ein kurzer Leinenruck. Das mache ich so lange, bis sie wirklich damit aufhört. Erst dann folge ich in die Wohnung. Halte Kondi aber immer an der Leine, bis sie sich "beruhigt" hat. Erst dann darf der Besuch von ihr "begrüßt" werden. Hochspringen wird auf die gleiche Weise (Nein + Leinenruck) unterbunden. Wenn der Briefträger oder der Paketdienst klingelt, dann mache ich die Leine an unserem Treppengeländer fest. Kondi darf ruhig sehen, was da passiert. Aber auch dann wird ungewolltes Verhalten gerügt. Gelobt und Leckerli gibt es erst, wenn sie sich wieder komplett entspannt hat. Der Besuch darf auch erst streicheln und Leckerli geben, wenn ich das sage! ;) Bei den meisten "Besuchern" funktioniert das, nur bei Mutter und Schwiegermutter wird es schwierig . . . so nach dem Motto: "Sie freut sich doch nur so dolle, wenn die Oma zu Besuch kommt"! :woohoo:
Tja, aber da bleibe ich konsequent! :evil: Auch wenn den Damen das nicht immer paßt! :whistle: :woohoo: :P

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Aw: Besucher unerwünscht?! 07 Nov 2011 19:45 #4

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Hallo,

hab gerade nicht so viel Zeit! Daher nur der kurze Kommentar - das war vor kurzem bei Rütter im TV! Vielleicht kann man die Folge im Netzt nochmal finden!

Gruß und viel Erfolg!

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Aw: Besucher unerwünscht?! 07 Nov 2011 20:26 #5

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Liebe Nina,
der Chouka ist angekommen ... erstmal Kompliment dafür ... aber ich glaub, das wolltest Du grad nicht hören ;) .
Einzig und allein mußt Du nun die Zuständigkeit klären - Du bist verantwortlich für alles, ob es Besuch ist oder sonstwas. Ich kenne das von Bruno, der war total schüchtern, zurückhaltend usw., als ich ihn aus dem Labor bekam ... und blieb das eine ganze lange Weile. Der Übergang war so schleichend (zumindest für mich), daß ich nicht bemerkte, als er anfing die "Beschützerrolle" zu übernehmen. Wenn er bellte und sich unmöglich aufführte, wenn ein Fremder kam, dachte ich immernoch, er hätte Angst. Es gibt ganz viele Arten und Wege, jetzt dem Hund beizubringen, wer das "Sagen" hat. Ich würde immer noch behaupten, jeder Hund braucht seine "eigene Behandlung".
Wenn Du es schaffst, mit ihm Klingelübungen zu machen, ihn dann auf seine Ruhestätte zu verdonnern ... dann hättest Du gewonnen. Der Weg dahin kann ganz unterschiedlich sein. Finde es sehr gut, wie Annette es beschrieben hat.
Ich selbst hab es mit Bruno so gemacht ... hab ihm außerhalb dieser ganzen Übungen immer wieder gezeigt ... "ich entscheide" - das heißt z. B., wollte er spielen, hab ich nicht reagiert......einige Zeit später, hab ich ihn aufgefordert. War die übliche Fütterungszeit ran ... hab ich gewartet, erst reagiert, wenn Bruno nichts mehr gefordert hat ... leider mußte ich ihm auch damals kurzzeitig "Couchverbot" geben (wobei ich mir immer noch nicht sicher bin, wen ich damit mehr bestrafte - ihn oder mich?). Ich weiß nicht mehr liebe Nina, welches dieser ganzen Dinge nun das Schlüsselerlebnis war - es ging nicht von heut auf morgen, ich hatte auch einen Hundetrainer zur Hilfe - aber mit Ausdauer, nicht Nachlassen - es ging. Und dass Winston sich beteiligt ... ist völlig normal. Das muß ein Meutehund doch tun. Aber er wird es genauso schnell wieder lassen.
Viel Glück liebe Nina, wenn ich jetzt etwas durcheinander geschrieben hab .... bitte frag noch mal nach ;)

Liebe Grüße
Brigitte
Knuddelgrüße von Bruno und Enzo mit Brigitte

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Aw: Besucher unerwünscht?! 07 Nov 2011 22:51 #6

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Hallo,

wenn ich mich richtig erinnere, dann wird dieses Bellen ausgelöst, weil der Hund lernt, dass wir Menschen sofort aufspringen und "hektisch" zur Tür rennen, wenn es an der Haustür schellt. Also, so der Gedanke des Hundes, ist da etwas nicht in Ordnung und er versucht uns da zu schützen.

Wie Nici schon geschrieben hat, war das vor kurzem bei Vox im Fernsehen. Schau doch mal nach, ob du es bei Vox noch in der Datenbank finden kannst.

Wenn ich mich recht erinnere, dann wurde da so gelöst, dass der Hund bei jedem Klinkeln erst auf seinen Platz geschickt wurde. Und erst nachdem der Hund da ruhig lag wurde die Tür geöffnet.

Ist zwar viel Arbeit, war aber von Erfolg gekrönt.


VG, Dietmar mit Tinny und Buster

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