Einige der zu vermittelnden Hunde sind aus unterschiedlichen Gründen zunächst in Pflegestellen untergebracht. Das hat den Vorteil, dass wir mehr über sie erfahren können. Die Pflegestellen erzählen hier.
Monsieur Maurice (vormals Conrad) aus Frankreich
ina antwortete auf Aw: Monsieur Maurice (vormals Conrad) aus Frankreich
26 Aug. 2011 20:50
Monsieur Maurice -noch so ein toller Franzose *seufz*
Ich bin sicher, er wird nach all dem, was er in seinem bisherigen Leben schon durchmachen musste, die geplante OP auch noch gut wegstecken, die Ohren werden heilen und dann...
... wird dieser wunderschöne Riese den Rest seiner Tage aus voller Hundeseelegenießen dürfen.
Dank euch - mein Respekt und mein Dank dafür!
Ich bin sicher, er wird nach all dem, was er in seinem bisherigen Leben schon durchmachen musste, die geplante OP auch noch gut wegstecken, die Ohren werden heilen und dann...
... wird dieser wunderschöne Riese den Rest seiner Tage aus voller Hundeseelegenießen dürfen.
Dank euch - mein Respekt und mein Dank dafür!
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eifelmeute antwortete auf Aw: Monsieur Maurice (vormals Conrad) aus Frankrei
26 Aug. 2011 21:26
Siehste Barbara - jetzt haben wir zusammen schon 6 dieser Riesen - alle wie Maurice. Bei mir sind Urbino, Uniforme, Polo (Versuchshund) und jetzt Ari, bei Beate und Nick sind es Ben (Versuchshund) und jetzt Maurice.
Vielleicht sollte ich erwähnen, dass unsere beiden Gnadenhöfe zusammen den TSV Tieroase am Regenbogen e.V. bilden, ein sehr kleiner Verein, der eigentlich nur aus uns drei Akteuren besteht. Die anderen sind die gesetzlich vorgeschriebenen Bestandteile, die sich aber nur verwaltungstechnisch beteiligen.
Vielleicht sollte ich erwähnen, dass unsere beiden Gnadenhöfe zusammen den TSV Tieroase am Regenbogen e.V. bilden, ein sehr kleiner Verein, der eigentlich nur aus uns drei Akteuren besteht. Die anderen sind die gesetzlich vorgeschriebenen Bestandteile, die sich aber nur verwaltungstechnisch beteiligen.
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Barbara antwortete auf Aw: Monsieur Maurice (vormals Conrad) aus Frankrei
26 Aug. 2011 21:34
weiß ich doch schon alles *lächel* und finde es toll.
meine riesen sind die beiden doggen, aber wer weiß..............
sollte ich mal deutlich mehr platz haben ( auf der suche bin ich schon, auch schon in verhandlungen )werden wir weiter sehen.
meine riesen sind die beiden doggen, aber wer weiß..............
sollte ich mal deutlich mehr platz haben ( auf der suche bin ich schon, auch schon in verhandlungen )werden wir weiter sehen.
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eifelmeute antwortete auf Aw: Monsieur Maurice (vormals Conrad) aus Frankrei
26 Aug. 2011 21:44
weißt Du, Doggen finde ich wunderbar, ich knutsche immer Caruso von meiner Kfz-Werkstätte, auch ein Hund - fehlfarben - von Doggen in Not. Eine richtige Knutschkugel und riesig. Aber seit mir Ari, das alte Pferdchen, dauernd auf den Zehen rumtrampelt - vielleicht ist er doch eher ein tollpatschiges Trampeltier - kann ich auf noch größere Pfoten verzichten.
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Barbara antwortete auf Aw: Monsieur Maurice (vormals Conrad) aus Frankrei
26 Aug. 2011 21:48
hier latscht nur noch cosmo auf fremden füßen herum, luisa ist deutlich eleganter und da pssiert es nicht.
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Tieroase antwortete auf Aw: Monsieur Maurice aus Frankreich, Fortsetzung!
29 Aug. 2011 20:33 - 29 Aug. 2011 20:43
Sonntag, 28. August
Zuerst einmal möchte ich mich bei Euch bedanken für Euer Interesse und Anteilnahme.
Am vergangenen Mittwoch wurde Maurice operiert. Was seine Zähne betrifft, so hätte ich ein Foto „vorher“ und „nachher“ machen sollen. Dann hätte er bestimmt einen Vertrag bekommen bei einer Firma, die Zahnpasta Werbung im Fernsehen bringt. Er hatte nur einen zerbrochenen Backenzahn, der gezogen werden musste und massiv Zahnstein. Jetzt sind seine Zähne wie neu. Das rechte Augenlid wurde operiert und Dank der feinen und sehr kurzen Fäden muss er jetzt keinen Kragen tragen. Leider hat sich herausgestellt, dass es sich bei seinen Ohrenschmerzen nicht um eine Ohrenentzündung handelt, die wir mit Antibiotika hätten heilen können. Maurice hat eine Knorpelwucherung im rechten Ohr, die den Gehörgang fast völlig verschließt. Würde man die Wucherung operativ entfernen, müsste das gesamte äußere Ohr entfernt werden, so dass der Gehörgang völlig frei und ungeschützt wäre. So gibt es wenig was wir tun können. Trotz Ohrentropfen bereitet das Ohr ihm nach wie vor Probleme und er kratzt ständig. Wenigstens lässt er jetzt zu, dass Nick ihm die Tropfen ins Ohr träufelt.
Maurice ist jetzt 11 Tage bei uns. Alles ist friedlich und mir kommt es vor, als sei er schon Monate bei uns. Doch wir Menschen sind oft zu voreilig und ungeduldig. Die Stellung, die er in der Rangordnung im Rudel einnehmen wird, ist sicher noch nicht geklärt. So mag es noch zu einigen Differenzen zwischen den Hunden kommen. Das werden sie untereinander klären. Aus der Vergangenheit habe ich gelernt, was für schwerwiegende Folgen es für die Hunde hat, wenn wir da eingreifen, indem wir den einen bevorzugen und einen anderen benachteiligen. Nur wenn es allzu heftig wird, muss man natürlich eingreifen um Schlimmeres zu verhindern. Klar würde ich am liebsten Maurice immerzu streicheln und ihm Küsschen auf den Kopf geben. Doch die anderen würden das sofort registrieren und sich benachteiligt fühlen und wenn ich dann mal nicht in der Nähe wäre, würden sie ihn niedermachen.
Montag, 29. August
Heute hatten wir wieder einen OP Termin bei der Tierärztin, diesmal unser altes Podenco Mädchen aus Spanien, Tumor in der Hüfte musste entfernt werden und Zähnchen saniert werden. Auch sie hat alles gut überstanden.
Ich habe beschlossen, dass Maurice nicht kastriert wird. In den ersten Tagen versuchte er, die anderen Hunde, egal ob Weiblein oder Männlein zu besteigen. Was tut ein Rüde, wenn er auf ein bereits bestehendes Rudel trifft und sich seiner Position in diesem Rudel noch nicht sicher ist? Er versucht vorsichtshalber erst mal den Macho herauszukehren, damit er nicht gleich untergebuttert wird. Jetzt verhält sich Maurice völlig unauffällig und zeigt kein dominantes Verhalten. Eine Kastration beim Rüden ist sicher nur ein kleiner Eingriff, doch mit schwerwiegenden und unabänderlichen Folgen. Was hat Maurice wohl alles durchgemacht, wahrscheinlich Haltung in einer Meute, danach definitiv 1 ½ Jahre Tierheim, jetzt bei uns in einem neuen Rudel und bei Menschen, die ihn endlich lieb haben. Bis vor drei Jahren glaubte ich, man müsse alle Rüden, egal ob jung oder alt kastrieren. Das war falsch und ich habe diese leichtfertig getroffene Entscheidung später oft bereut. Wenn man einen Rüden kastriert, der nicht dominant ist, sondern eher schüchtern und zurückhaltend, nimmt man ihm das letzte Restchen an Selbstbewusstsein. Sein ganzer Hormonhaushalt wird durcheinander gebracht und danach ist er weder Männlein noch Weiblein und wenn er vorher schon etwas unsicher war ist er nun noch unsicherer. Nur ein kleiner Eingriff, den wir Menschen dann nicht mehr rückgängig machen können.
Bis bald
Beate
Zuerst einmal möchte ich mich bei Euch bedanken für Euer Interesse und Anteilnahme.
Am vergangenen Mittwoch wurde Maurice operiert. Was seine Zähne betrifft, so hätte ich ein Foto „vorher“ und „nachher“ machen sollen. Dann hätte er bestimmt einen Vertrag bekommen bei einer Firma, die Zahnpasta Werbung im Fernsehen bringt. Er hatte nur einen zerbrochenen Backenzahn, der gezogen werden musste und massiv Zahnstein. Jetzt sind seine Zähne wie neu. Das rechte Augenlid wurde operiert und Dank der feinen und sehr kurzen Fäden muss er jetzt keinen Kragen tragen. Leider hat sich herausgestellt, dass es sich bei seinen Ohrenschmerzen nicht um eine Ohrenentzündung handelt, die wir mit Antibiotika hätten heilen können. Maurice hat eine Knorpelwucherung im rechten Ohr, die den Gehörgang fast völlig verschließt. Würde man die Wucherung operativ entfernen, müsste das gesamte äußere Ohr entfernt werden, so dass der Gehörgang völlig frei und ungeschützt wäre. So gibt es wenig was wir tun können. Trotz Ohrentropfen bereitet das Ohr ihm nach wie vor Probleme und er kratzt ständig. Wenigstens lässt er jetzt zu, dass Nick ihm die Tropfen ins Ohr träufelt.
Maurice ist jetzt 11 Tage bei uns. Alles ist friedlich und mir kommt es vor, als sei er schon Monate bei uns. Doch wir Menschen sind oft zu voreilig und ungeduldig. Die Stellung, die er in der Rangordnung im Rudel einnehmen wird, ist sicher noch nicht geklärt. So mag es noch zu einigen Differenzen zwischen den Hunden kommen. Das werden sie untereinander klären. Aus der Vergangenheit habe ich gelernt, was für schwerwiegende Folgen es für die Hunde hat, wenn wir da eingreifen, indem wir den einen bevorzugen und einen anderen benachteiligen. Nur wenn es allzu heftig wird, muss man natürlich eingreifen um Schlimmeres zu verhindern. Klar würde ich am liebsten Maurice immerzu streicheln und ihm Küsschen auf den Kopf geben. Doch die anderen würden das sofort registrieren und sich benachteiligt fühlen und wenn ich dann mal nicht in der Nähe wäre, würden sie ihn niedermachen.
Montag, 29. August
Heute hatten wir wieder einen OP Termin bei der Tierärztin, diesmal unser altes Podenco Mädchen aus Spanien, Tumor in der Hüfte musste entfernt werden und Zähnchen saniert werden. Auch sie hat alles gut überstanden.
Ich habe beschlossen, dass Maurice nicht kastriert wird. In den ersten Tagen versuchte er, die anderen Hunde, egal ob Weiblein oder Männlein zu besteigen. Was tut ein Rüde, wenn er auf ein bereits bestehendes Rudel trifft und sich seiner Position in diesem Rudel noch nicht sicher ist? Er versucht vorsichtshalber erst mal den Macho herauszukehren, damit er nicht gleich untergebuttert wird. Jetzt verhält sich Maurice völlig unauffällig und zeigt kein dominantes Verhalten. Eine Kastration beim Rüden ist sicher nur ein kleiner Eingriff, doch mit schwerwiegenden und unabänderlichen Folgen. Was hat Maurice wohl alles durchgemacht, wahrscheinlich Haltung in einer Meute, danach definitiv 1 ½ Jahre Tierheim, jetzt bei uns in einem neuen Rudel und bei Menschen, die ihn endlich lieb haben. Bis vor drei Jahren glaubte ich, man müsse alle Rüden, egal ob jung oder alt kastrieren. Das war falsch und ich habe diese leichtfertig getroffene Entscheidung später oft bereut. Wenn man einen Rüden kastriert, der nicht dominant ist, sondern eher schüchtern und zurückhaltend, nimmt man ihm das letzte Restchen an Selbstbewusstsein. Sein ganzer Hormonhaushalt wird durcheinander gebracht und danach ist er weder Männlein noch Weiblein und wenn er vorher schon etwas unsicher war ist er nun noch unsicherer. Nur ein kleiner Eingriff, den wir Menschen dann nicht mehr rückgängig machen können.
Bis bald
Beate
Letzte Änderung: 29 Aug. 2011 20:43 von Tieroase.
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