Miles verliert sein Zuhause
- kupferli
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Hab ich das jetzt richtig verstanden :blink: :
Miles, gerade mal 1 Jahr alt, wurde am 4. Juni vermittelt und am 22. Juni abgeschafft, weil er nicht richtig an der Leine geht und pöbelt?Gerade mal 1 Woche in [strike]"seiner"[/strike] Familie :evil: :evil:
Was sind das für Leute :evil: :evil: Da krieg ich das Kotzen :X :X :X
Anja, ich finde es toll, dass Ihr ihn aufnehmt, und hoffe, wie alle andern auch, dass die zwischenhündischen Beziehungen funktionieren
Viel Glück und fühle Dich mal ganz doll gedrückt
Roswitha
Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen, oder?!? :X
Doch eines noch: Danke Anja, dass Du Miles aufnimmst. :kiss: Es wird ganz sicherlich alles gut klappen. Wie wir alle wissen: Wir müssen uns nur auf die Schnussel einlassen, ohne große Erwartungen an sie zu stellen, denn dann funktioniert es meist am besten!
Was sind das für Leute :evil: :evil: Da krieg ich das Kotzen :X :X :X
Ja sorry, das sind die Worte, die ich krampfhaft versucht hab, zu unterdrücken. Es sind doch keine Roboter ... es sind Lebewesen ... die erstmal alles kennenlernen müssen, klar ... das ist am Anfang nicht ganz einfach ... aber ich werde wohl niemals verstehen können, wie man ein Tierchen so schnell wieder fallen lassen kann. Jeder Interessent, soll vorher ganz lange überlegen ...... denn soetwas ist nicht so einfach für diese kleinen Hunde!!! Bitte überlegen, ob ich mir das zutraue ........ aber dann, ohne wenn und aber ........diese kleinen Knuddels danken es uns ... aber niemals geht das von heut auf morgen!!!!!!!!!!!
Ich bin aber trotzdem der Meinung, dass keiner von uns das Recht hat Unbekannte zu verurteilen.
Ich bitte euch, euch für Miles zu freuen, dass er so schnell eine PS gefunden hat und dass seine ehem. Familie ihn lieber gehen lässt, als jahrelang mit einem Hund zu leben der den Erwartungen seiner Familie nicht entspricht oder nie entsprechen wird. Das wäre für Miles deutlich schlimmer.
Miles verliert nach nur ein paar Tagen sein Zuhause, weil er noch nicht gelernt hat, gesittet an der Leine zu laufen und dabei andere Hunde anpöbelt.
Ansonsten ist er zutraulich und schon stubenrein.
Wencke, was sollen wir aus dieser Info machen? .... Wie sollen wir reagieren?
diese Info stammt von mir und ich war auch zunächst sprachlos.
Wir tun, was wir können, um die Übernehmer im Vorfeld darüber aufzuklären, was auf sie zukommt.
In der Regel triffst Du dabei auf geduldige Zuhörer, die am Ende feststellen, dass sie der Aufgabe gewachsen sind.
Wenn das dann nach so kurzer Zeit an derart banalen Dingen scheitert, entsteht Ratlosigkeit.
Nach einigen Jahren in der Vermittlung stehe ich bei solchen Dingen immer wieder vor einem Rätsel. Auf der einen Seite gibt es Menschen, die bereit sind, alles zu tun, um die bestehenden Probleme zu überwinden und dabei notfalls in Zeiteinheiten von Jahren, nicht von Tagen denken, weil sie an den Hund glauben, weil sie eine Ahnung davon haben, wie großartig das ist, es irgendwann geschafft zu haben und dann sind da andere Menschen, die trotz gegenteiliger Bekundungen offensichtlich sehr klare Vorstellungen von akzeptablem Hundeverhalten haben und sehr schnell audgeben, wenn der Hund nicht die Erwartungen erfüllt. Erstaunlicherweise kommt das nicht selten bei Leuten vor, die ihr Leben lang mit Hunden zu tun hatten und plötzlich feststellen, dass die bewährten Methoden bei einem Hund aus dem Labor nicht funktionieren.
Aber:
alle Entrüstung hilft dem Hund nicht weiter. Die Übernehmer haben sich falsch eingeschätzt, auch wir haben sie falsch eingeschätzt, und im Grunde muss man froh sein, wenn die Erkenntnis schnell kommt. Dann hat der Hund eine reelle Chance, bald sein endgültiges Zuhause zu finden.
Miles ist ein junger Hund, er wird den Aufenthalt in seiner ersten Familie als Zwischenstation buchen und hoffentlich bald bei Menschen einziehen, die ihn nehmen, wie er ist, und gemeinsam mit ihm einen Weg zu einem erfüllenden Miteinander finden.
Jeder von uns hätte ihm den Umweg gerne erspart, und dennoch: dies ist Miles' Pflegestellentagebuch. Von hier aus macht er sich auf die Suche nach einer neuen Familie und ich fürchte, dass es nicht besonders zuträglich ist, hier über die Unzulänglichkeiten seiner ersten Übernehmer zu diskutieren.
Lasst uns das an anderer Stelle und losgelöst von Einzelfällen gerne tun. Ideal wäre, eine Form zu finden, wo sich auch diejenigen, die sich wieder von den Hunden trennen, zu Wort melden können. Denn um solche Dinge in Zukunft verhindern zu können, muss man sie verstehen und nicht verurteien, auch, wenn es manchmal schwerfällt.
Zu jeder Übernahme gehören zwei Seiten: die, die den Hund vermitteln und die, die ihn aufnehmen. Im Fall des Scheiterns die Schuld ausschließlich bei den Übernehmern zu suchen, ist bequem, wird der Sache aber nicht gerecht.
Iris schrieb:
Zu jeder Übernahme gehören zwei Seiten: die, die den Hund vermitteln und die, die ihn aufnehmen. Im Fall des Scheiterns die Schuld ausschließlich bei den Übernehmern zu suchen, ist bequem, wird der Sache aber nicht gerecht.
Ja, jede Medaille hat zwei Seiten, nur ...
... in diesem Fall denkt man die eine (vermittelnde) Seite doch ganz gut zu kennen, weiß, dass man seitens der LBH bemüht ist, umfassend und wahrheitsgemäß aufzuklären, dass das neue Zuhause und die Personen bewertet werden, ob man es Ihnen zutraut, der Herausforderung gewachsen zu sein, ob die Lebensbedingungen geeignet scheinen, dass der/die Übernehmer(in) dem Hund gerecht werden können. Und trotzdem schaut man den Menschen nur vor den Kopf und kann leider nicht "reinschauen".
Dass derjenige, der diese "harte", besser formuliert, herausfordernde Zeit erfolgreich hinter sich gebracht hat, weil er bemüht war auf den Hund einzugehen und danach erleben durfte, wieviel einem ein solcher Hund zurückgeben kann, dann ein solches Verhalten nicht unkommentiert stehen lässt, dürfte aber auch verständlich sein.
Und wer eine solche Situation nicht entstehen lassen möchte in einem solchen Forum, der sollte dann vielleicht überlegen, wie man den Bericht über das Scheitern so verfassen könnte, dass man weder den Hund in ein schlechtes Licht rückt, noch die (Fast-)Halter angreifbar macht. Manchmal ist weniger (Information) mehr! Zumindest dann, wenn man alle wertneutral weiterbetrachtet sehen möchte .
Gruß
Harald
