Miles verliert sein Zuhause
Hallo Harald,
Du hast die Zwickhmühle gut beschrieben, ziehst daraus aber andere Schlüsse als ich.
Es sind Minimalinfotmationen, die die Beschreibung liefert.
a: Der Hund war nur für kuze Zeit vermittelt.
b: Er ist stubenrein und aufgeschlossen
c: Er pöbelt an der Leine
Das sind Infos, die für Übernehmer wichtig sind, UND (natürlich!) die Frage aufwerfen, ob die Menschen, die ihn abgeben, sich richtig eingeschätzt haben. Sollen wir hier und in ähnlich gelagerten Fällen eine Geschichte vom Scheidungsopfer erfinden? Und damit suggerieren, dass Vermittlungen nur aus Gründen scheitern können, die jeder nachvollziehen kann?
Es passiert manchmal, dass es nicht passt, dann kommt der Hund zurück. Und darüber muss man reden. Gerne auch hier im Forum. Weil ich sicher bin, dass wir nur besser werden können, wenn wir verstehen, warum solche Dinge vorkommen. Dazu ist es wichtig, darüber zu diskutieren, und gerne auch im erweiterten Kreis unter Einbeziehung des Forums.
Dass es für manche Übernehmer, die es unter Einsatz von Zeit, Energie und Nerven schließlich geschafft haben, nicht spontan nachvollziehbar ist, dass jemand nach ein paar Tagen das Handtuch wirft, ist klar.
Was wir brauchen würden, ist eine Methode, um herauszufinden, wie die Übernehmer mit auftauschenden Schwierigkeiten umgehen. Dabei ist es unerheblich, ob die Probleme absehrbar waren oder nicht.
Ein Beispiel: man rechnet damit, dass der Hund nicht stubenrein ist und findet das umdramatisch, denn man hat Fliesen. Die hat man auch ein halbes Jahr später noch. Sollte das Tier aber immer noch nicht stubenrein sein, wird es schwierig, locker zu bleiben. Da erlebt man, dass eine Sache, die in der Theorie kein Problem ist, in der Praxis sehr wohl eins sein kann, vor allem, wenn es sich über einen längeren Zeitpunkt hinzieht.
Ein Hund, der an der Leine pöbelt, kann lästig sein, bis man es ihm abgewöhnt hat, es kann aber auch sein, dass er seinen Halter damit schnell an die Grenzen der eigenen körperlichen Möglichkeiten bringt. Das weiß man auch erst, wenn man die Erfahrung selbst macht.
Wie auch immer, diese Diskussion sollte nicht in Miles' Tagebuch stattfinden, deshalb werde ich Rebecca bitten, den Thread zu verschieben und Anja bitte ich, ein neues Tagebuch aufzumachen, sobald der Hund bei ihr angekommen ist.
Du hast die Zwickhmühle gut beschrieben, ziehst daraus aber andere Schlüsse als ich.
Es sind Minimalinfotmationen, die die Beschreibung liefert.
a: Der Hund war nur für kuze Zeit vermittelt.
b: Er ist stubenrein und aufgeschlossen
c: Er pöbelt an der Leine
Das sind Infos, die für Übernehmer wichtig sind, UND (natürlich!) die Frage aufwerfen, ob die Menschen, die ihn abgeben, sich richtig eingeschätzt haben. Sollen wir hier und in ähnlich gelagerten Fällen eine Geschichte vom Scheidungsopfer erfinden? Und damit suggerieren, dass Vermittlungen nur aus Gründen scheitern können, die jeder nachvollziehen kann?
Es passiert manchmal, dass es nicht passt, dann kommt der Hund zurück. Und darüber muss man reden. Gerne auch hier im Forum. Weil ich sicher bin, dass wir nur besser werden können, wenn wir verstehen, warum solche Dinge vorkommen. Dazu ist es wichtig, darüber zu diskutieren, und gerne auch im erweiterten Kreis unter Einbeziehung des Forums.
Dass es für manche Übernehmer, die es unter Einsatz von Zeit, Energie und Nerven schließlich geschafft haben, nicht spontan nachvollziehbar ist, dass jemand nach ein paar Tagen das Handtuch wirft, ist klar.
Was wir brauchen würden, ist eine Methode, um herauszufinden, wie die Übernehmer mit auftauschenden Schwierigkeiten umgehen. Dabei ist es unerheblich, ob die Probleme absehrbar waren oder nicht.
Ein Beispiel: man rechnet damit, dass der Hund nicht stubenrein ist und findet das umdramatisch, denn man hat Fliesen. Die hat man auch ein halbes Jahr später noch. Sollte das Tier aber immer noch nicht stubenrein sein, wird es schwierig, locker zu bleiben. Da erlebt man, dass eine Sache, die in der Theorie kein Problem ist, in der Praxis sehr wohl eins sein kann, vor allem, wenn es sich über einen längeren Zeitpunkt hinzieht.
Ein Hund, der an der Leine pöbelt, kann lästig sein, bis man es ihm abgewöhnt hat, es kann aber auch sein, dass er seinen Halter damit schnell an die Grenzen der eigenen körperlichen Möglichkeiten bringt. Das weiß man auch erst, wenn man die Erfahrung selbst macht.
Wie auch immer, diese Diskussion sollte nicht in Miles' Tagebuch stattfinden, deshalb werde ich Rebecca bitten, den Thread zu verschieben und Anja bitte ich, ein neues Tagebuch aufzumachen, sobald der Hund bei ihr angekommen ist.
Letzte Änderung: 23 Juni 2012 09:34 von Iris.
Dieses Thema wurde gesperrt.
Hallo Iris,
ich stimme Dir in vielen Argumenten die Du aufführst zu und werde meine Beiträge zu diesem Thema erst dann hier reinsetzen, wenn das Thema an eine andere Stelle im Forum verschoben wurde.
Denn aus meiner Sicht sollten wir die Diskussion rund um dieses Thema sachlich zu Ende führen um möglicherweise noch vorhandenes Optimierungspotential bei der Vermittlung identifizieren zu können.
Gruß
Harald
ich stimme Dir in vielen Argumenten die Du aufführst zu und werde meine Beiträge zu diesem Thema erst dann hier reinsetzen, wenn das Thema an eine andere Stelle im Forum verschoben wurde.
Denn aus meiner Sicht sollten wir die Diskussion rund um dieses Thema sachlich zu Ende führen um möglicherweise noch vorhandenes Optimierungspotential bei der Vermittlung identifizieren zu können.
Gruß
Harald
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Iris antwortete auf Aw: Miles verliert sein Zuhause
23 Juni 2012 13:41
Wow, hat geklappt, dann kann es ja hier weitergehen.
Dieses Thema wurde gesperrt.
Wencke schrieb:
So sehe ich es auch.
Bei Emmely hat man 2 Jahre gebraucht um festzustellen dass es nicht passt...Zwar können wir nicht nachvollziehen warum man es nicht geschafft hat das Vertrauen diesen Hundes zu gewinnen, aber dennoch möchte ich ihre Familie deswegen nicht verurteilen. Nur der Gedanke dass so viel Zeit ihres Lebens "verschwendet" wurde hinterlässt in mir ein faden Beigeschmack. Allerdings... dann wäre sie auch nicht zu uns gekommen und wir hätten so eine drollige Knalltüte verpasst.
Miles wird sein passenden Deckel noch finden und Schäden wird er davon auch nicht tragen. Da bin ich mir sicher.
Leider gibt es solche Fälle immer wieder.
Ich bin aber trotzdem der Meinung, dass keiner von uns das Recht hat Unbekannte zu verurteilen.
Ich bitte euch, euch für Miles zu freuen, dass er so schnell eine PS gefunden hat und dass seine ehem. Familie ihn lieber gehen lässt, als jahrelang mit einem Hund zu leben der den Erwartungen seiner Familie nicht entspricht oder nie entsprechen wird. Das wäre für Miles deutlich schlimmer.
So sehe ich es auch.
Bei Emmely hat man 2 Jahre gebraucht um festzustellen dass es nicht passt...Zwar können wir nicht nachvollziehen warum man es nicht geschafft hat das Vertrauen diesen Hundes zu gewinnen, aber dennoch möchte ich ihre Familie deswegen nicht verurteilen. Nur der Gedanke dass so viel Zeit ihres Lebens "verschwendet" wurde hinterlässt in mir ein faden Beigeschmack. Allerdings... dann wäre sie auch nicht zu uns gekommen und wir hätten so eine drollige Knalltüte verpasst.
Miles wird sein passenden Deckel noch finden und Schäden wird er davon auch nicht tragen. Da bin ich mir sicher.
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Kathi antwortete auf Aw: Miles verliert sein Zuhause
23 Juni 2012 14:22
Ein Schulfreund hat vor etwa 15 Jahren eine Hündin aus dem Tierheim geholt mit der er sämtliche Urlaube, Beziehungen und Höhen und Tiefen durchlebt hat - er schrieb mal er könne nicht verstehen warum dieser Hund abgegeben worden ist - aber müßte den Leuten, die sie nicht haben wollten eigentlich heute noch jeden Tag zum Dank dafür die Füße küssen
!
Hoffen wir für Miles auf ein ähnliches Schicksal !!!!!
Kathi
Hoffen wir für Miles auf ein ähnliches Schicksal !!!!!
Kathi
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