Hundehaufen

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Bismarck antwortete auf Aw: Hundehaufen

04 März 2011 10:46
#7
Aaaah ... mein aktuelles Thema !!!

Vorab, ich/wir haben immer Tüten dabei und an einer Flexi hängt ein Tütenhalter. Von der Stadt wird zwar an 4 Stellen Tüten angeboten, doch mein Schwager arbeitet bei einer selbigen und besorgt für immer eine Kiste voll (2.000 Beutel).

Nach der letzten Schneeschmelze war auf meinem Beagle-Wanderpfad der Teufel los ... nachdem alle Hinterlassenschaften durch das Tauwetter freigelegt waren, fand man kaum noch einen freien Tritt.
Ich bin dann den offiziellen Weg gegangen und habe mich über den Ortsbeirat beschwert und auf Wünsche für eine Behebung geäußert. Der eine Weg ins Feld hinaus führt am Friedhof vorbei. Dieser Weg ist asphaltiert und somit sehr beliebt bei Hundehaltern, die sich keine schmutzigen Füße holen wollen.

Aufgrund der guten Parkmöglichkeiten hat sich dort auch ein wahrer Hunde-kack-Tourismus entwickelt. Mit dem Auto hin fahren, Hunde ihr Geschäft verrichten lassen und wieder heim !!! Den ein oder anderen habe ich schon darauf hingewiesen, das 10m weiter entfernt Hundetüten hängen, aber ‚ihr’ Hund kackt da ja nicht hin. Ich bin am beobachten. Anfang Januar habe ich den Antrag gestellt, dass am 2. Parkplatz am Friedhof auch ein Tütenspender und Abfalleimer angebracht werden soll. Der Amtsschimmel galoppiert bekanntlich langsam.

Ich bin am überlegen, selbst die Initiative zu ergreifen. So ein Bündel mit 50 Tüten ist schnell am Zaun befestigt und an die Hundehalter will ich ein mahnendes Schreiben anbringen. Wegen mir können sie die Tüten auch am Wegesrand liegen lassen. Ich wir gehen so oft dran vorbei und würden die mit entsorgen.

Letzte Woche habe ich unseren ehemaligen Metzger, der mit 5 Rottweilern Gassi geht, gefragt, wie viele Tüten er denn pro Woche verbrauchen täte. Hoch roten Kopfes ist er weiter gegangen. In unserer Stadt ist für das nichtbeseitigen der Hinterlassenschaft eine Ordnungsstrafe von 40€ vorgesehen. Das sollte man evtl. auch einmal umsetzen.

Aber ich bin ehrlich ... im ortsnahen Gebiet räume ich immer auf. Sind wir jedoch einmal weit draussen im Feld und einer macht am Ackerrand hin, so lasse ich es schon einmal liegen, sofern es nicht auf dem Weg liegt. Ein Öko beschwerte sich letztes Jahr, dass das alles in die Nahrungkette gehen würde. Passender Weise hat nebenan gerade ein Bauer sein Feld gedüngt ... mit Klärschlamm !!! Auf meine Frage was das denn sei hatte der Öko keine Antwort.

Ich habe mir jedenfalls vorgenommen, unsere Hundehalter zu einem verantwortungsbewußten Handeln zu bewegen. Einige Mitstreiter habe ich auch schon gefunden. Ob wir uns dabei Freunde machen ist mir egal. Wenn es die betreffenden eingesehen haben, werden sie auch anders denken.

Ach ja ... unser Ortsvorsteher hat auch seit Jahrzehnten Hunde ... eine Tüte habe ich bei ihm noch nie gesehen, aber sein Hund schwitzt das sicherlich durch die Rippen. In der letzten Ortsbeiratssitzung hat er mein nachfolgendes Schreiben vorgelesen. Ein Anwesender berichtete mir, er las vor „Wir selbst haben 2 Bengalos ...“ O.K. – er geht auf die 80 zu ...

Betreff: Hundeextremitäten entlang der Friedhofsmauer

Hallo zusammen …

Wir selbst haben 2 Beagles und gehen täglich mehrmals den asphaltierten, landwirtschaftlichen Weg an der Friedhofsmauer entlang. Gerade jetzt beim Tauwetter sieht man dort eine Unzahl an Hundehaufen. Am Friedhofsvorplatz steht zwar ein Automat mit Hundetüten, doch scheinbar bedienen sich dort die wenigsten Hundehalter.

Da wir dort regelmäßige Gänger sind, fällt sicherlich auch ein verdacht auf uns, doch dem ist in keinster Weise so, wir haben immer Hundebeutel dabei. Ganz will ich mich von einer Schuld nicht ausnehmen. Bei 2 Hunden kann es schon einmal sein, dass man sich auf den einen konzentriert und der andere macht gerade sein Geschäft. Doch das ist sicherlich die Ausnahme.

Mir ist auch schon oft dieser Hundetourismus aufgefallen. Leute, die am anderen Ende vom Ort wohnen kommen hierher gefahren und lassen ihrem Hund sein Geschäft machen. Ist ja auch bequem, auf diesem Weg bekommt man keine schmutzigen Füße. Diese Leute kommen natürlich nicht am Hundebeutelspender vorbei (ob sie es Wissen ?).

Jedem Hundehalter soll klar sein, dass es seine Pflicht ist, diese Extremitäten wegzuräumen, doch interessiert es wohl die wenigsten, sonst wäre der Weg aktuell nicht so übersät. Scheinbar muss erst ein Bußgeld erfolgen.

Eventuell würde auch ein zweiter Hundetütenspender und ein weiterer Abfalleimer am hinteren Parkplatz des Friedhofes für mehr Abhilfe sorgen, sicher bin ich mir dabei aber nicht, aber es wäre ein Versuch Wert – oder ???

Ein entsprechendes Hinweisschild am Anfang und Ende des Friedhofes wäre auch hilfreich um den entsprechenden Personen das Problem bewußt zu machen. Ich habe mir auch schon überlegt, ein entsprechendes Schreiben am Zaun zu befestigen, so, von Hundehalter zu Hundehalter. Ich weiß jedoch nicht, ob ich das darf.

Da ich in der Nähe auch einen Garten habe, bin ich letzten Sommer schon einmal mit einem Eimer und Schaufel den Weg bis zur Brücke abgegangen und habe alles aufgesammelt. Doch wo soll ich das alles Entsorgen ??? Alles in einen verschlossenen Plastiksack und neben den Mülleimer stellen ???

Ich möchte dieses Thema einmal im Ortsbeirat zur Diskussion stellen.

Leila *16.7.2006-10.1.2020, Lissi *16.2.2009, Lore *28.09.2010 und Laura *16.3.2011 unsere QuadriLa

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Matthy antwortete auf Aw: Hundehaufen

04 März 2011 10:51
#8
Wir sind in Halle in der glücklichen Lage, das auf den ausgewiesenen Hundewiesen Automaten mit Tütelüs aufgestellt sind. Dies wurde als Vorraussetzung für die Akzeptanz des allgemeinen Leinenzwangs in der Stadt gefordert und so beschlossen.
Trotzdem sieht es hier teilweise sehr schlimm aus.
In Wald und Feld beräume ich die Hinterlassenschaften nicht, im bewohnten Bereich ist das natürlich anders. Spielplätze sind für Hunde eh Tabu und das gehwege/dtrassen keine Toiletten sind ist mit das Erste was unsere Hunde lernen.
Ich find das selber unmöglich.
Seit bei uns hier jede Menge Yorkies und Jackies eingezogen sind häufen sich die kleinen Haufen aber massiv, auch mitten auf dem Fussweg. Dies ist eindeutig darin begründet, daß nach einiger Zeit die Familien dazu übergehen die Gassirunden auf den teilweise noch nicht mal im Teenageralter befindlichen Nachwuchs abzuwälzen wenn die erste Begeisterung abgeflaut ist.
Anbei mal für die welche es interessiert die Hundeverordnung zum Thema.


Hundewiesen
Beschreibung der Dienstleistung
Hunde müssen im Stadtgebiet von Halle (Saale) außerhalb der gekennzeichneten Hundewiesen immer an der Leine geführt werden.

In Halle (Saale) gibt es zehn Hundewiesen:

Birkenwiese/Pestalozzipark
Erweiterungsteil Pestalozzipark
Heide-Süd/Weinbergwiesen
Kantstraße
Karlsruher Allee/Am Hohen Ufer
Lutherstraße
Roßbachstraße
Stadtpark
Südpark
Ziegelwiese
Die Standortbeschreibungen mit dem jeweiligen Kartenausschnitt finden Sie im Merkblatt Hundewiesen. Die Ausschnitte des Stadtplanes aus 2005 befinden sich in Überarbeitung und werden demnächst aktualisiert.

Zusätzliche Hinweise
Grundsätze für das Verhalten auf und außerhalb von Hundewiesen

Hunde müssen auch auf den Hundewiesen so gehalten werden, dass Dritte nicht gefährdet oder belästigt werden.
Halter und Aufsichtspersonen müssen von ihrer körperlichen Konstitution in der Lage sein, ausreichend auf ihren Hund einwirken zu können, um bei drohenden gefährlichen Situationen einschreiten zu können. Die gesetzliche Verpflichtung, bösartigen Hunden einen Maulkorb anzulegen, ist strikt zu beachten. Bösartig im vorgenannten Sinn sind nicht nur Hunde, die bissig sind, sondern auch große Hunde, wenn sie die Eigenart haben, Menschen anzuspringen, ohne sie verletzen zu wollen.
Verstöße gegen den Leinen- und Maulkorbzwang für Hunde werden mit Bußgeld geahndet. Wer seinen Hund also außerhalb der öffentlichen Hundewiesen nicht anleint, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit empfindlichen Bußgeldern geahndet werden kann.
Beseitigen Sie bitte die Exkremente Ihres Hundes auf der Wiese. Nutzen Sie die Hundetoiletten. Für die Reinigung der Hundetoiletten ist die Stabsstelle Straßenreinigung verantwortlich.
Die Hundewiesen werden vom Grünflächenamt bewirtschaftet.

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Bismarck antwortete auf Aw: Hundehaufen

04 März 2011 10:53
#9
EDITh schrieb:

Gerade habe ich deinen Einwand gelesen, liebe Ursel. Ehrlich gesagt hab ich mir über Häufchen am Feldrand so noch nie Gedanken gemacht. Werd wohl umdenken und auch hier Tüten nutzen.


Ursel, das mit der Entwurmung hat ja jeder Hundehalter/in unter Kontrolle (zumindest sollte er/sie).
Aber das mit der Nahrungskette ist vollkommen aus der Luft gegriffen und entstammt einer bestimmten politischen Partei.
Wie wäre es mit einem Vogelüberflugverbot, die sollen auch Exkremente ablassen. Für Fuchs und Hase werden Verbotsschilder aufgestellt und das sich in Getreidesilos tausende von Mäusen tummeln stimmt ja auch nicht (biete gerne eine Führung an :silly: )
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moromaxe antwortete auf Aw: Hundehaufen

04 März 2011 11:30
#10
In jeder Jacke, in jedem Mantel schleppe ich Plastiktüten mit mir herum. Wenn wir in der Stadt oder in Wohngebieten unterwegs sind, ist es selbstverständlich für uns, Edwards abgelegte Tretminen zu entsorgen. Ist aber manchmal ganz schön langwierig, einen Abfallbehälter zu finden. Wenn wir, wie meistens in Feld, Wald und Wiesen unterwegs sind, wird überall, wo gemäht oder geernetet wird, und auf den Wegen ebenfalls eingesammelt.
Hundehalter, die es anders handhaben, anzusprechen oder gar zu überzeugen, habe ich mittlerweile entnervt aufgegeben. Das ist als würde ich einem Ochsen ins Horn petzen :angry:
LG
Roswitha

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Rebecca antwortete auf Aw: Hundehaufen

04 März 2011 13:15
#11
Hier ist es so, das Silka sich im Garten lösen kann.
Wir gehen tgl. ins nahegelegene Feld und dort räume ich die Hinterlassenschaften nicht auf.
Trotzdem habe ich immer für den Fall der Fälle eine Tüte dabei (meist in jeder Jackentasche eine).
Auf dem Weg ins Feld hat Silka einmal auf einem kleinem Stück Grünfläche gemacht, weil sie Durchfall hatte. Das lässt sich mit einer Tüte schwer - besser gesagt gar nicht - aufsammeln.
Hier gibt es nur in der Stadt Tütenspender, wir wohnen aber ausserhalb dessen.
Ich gehe an die Automaten und ziehe gleich ein paar mehr Tüten (steht sogar drauf, für jetzt oder später). Wir haben hier keinerlei eingezäunte Freilauf Flächen.

@Ursel, ich habe Silka seit sie bei mir ist nur 1 mal entwurmt, und sie lebt seit fast 5 Jahren hier.
Ich gebe relativ regelmäßig eine Kotprobe beim TA ab, und lasse diese Untersuchen.
Profilaktisch wirkt eine Wurmkur nicht. Wenn ich heute entwurmen würde, könnte sich Silka trotzdem morgen an einem Haufen infizieren.... Ich entwurme nur noch wenn sie einen Befall hat, dass schont auf jeden Fall den Beaglebauch. Im übrigen halten sich z.B. Giardien auch auf der Stelle wo der infizierte Hund hingemacht hat. Giardien sind so hartnäckig, dass selbst ein paar Tage strenger Frost sie nicht abtötet. Also einmal nur an dieser Stelle geschnuppert, und unsere Vierbeiner können sich auch wenn der Haufen weggeräumt ist, anstecken.

Und wenn die Bauern hier güllen, was ist denn daran anders? Ist auch Scheixxe :whistle: Ob da Tiere z.B. Antibiotisch behandelt wurden, weiß auch keiner....

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Schlitt antwortete auf Aw: Hundehaufen

04 März 2011 13:56
#12
Mein lieber Bismarck.
Das mit den Hundehaufen stammt nicht von einer bestimmten Partei, sondern frag mal einen eurer Landwirte (von denen es in der Wetterau bei euch ja genug gibt). Bin gespannt was der dir dazu zu sagen hat.

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