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"Königsdisziplin Freilauf"? 21 Apr 2017 16:37 #1

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Ich gebe ´mal wieder ungefragt meine Meinung raus. :whistle:

Gerade heute Morgen las ich mit Schrecken wieder so einen Artikel, bei dem es um gehetzte Schafe und ihre Lämmer ging. :(

Warum tun wir uns das an?

Muss denn jeder Hund unbedingt kilometerweiten Freilauf haben? :dry:
Sicher ist es toll, das geliebte Lakritznäschen frei fliegend über eine Wiese zu sehen und wir können jede Menge menschliche Gefühle in ihr Verhalten hineininterpretieren.
Ja, ja, ist das klasse, wenn der geliebte Beagle neben uns herläuft, ohne Leine, mit festem Blickkontakt auf den Besitzer gerichtet… aber ist das normal? :huh:
Natürlich ist es schmeichelhaft, wenn Beobachter pfeifend vor uns den Hut ziehen, weil der Hund so folgsam ist… oder zumindest gut konditioniert.

Aber muss das wirklich sein? :huh:
Warum suche ich mir einen Beagle mit all seinen Instinkten aus, wenn ich ihn später doch mit strengster Erziehung und „Leckerchenerpressung“ zu einem Schäferhund machen will.? :whistle:

Das ist natürlich jetzt etwas übertrieben, gebe ich ja zu, aber bei uns vor Ort quellen die Hundevereine über, weil Bello sich nicht zu dem machen lassen will, was Herrchen oder Frauchen möchte.
Aktuell in Mode ist das „Anti-Jagd-Training“. Da lernt der Welpe schon, dass man dem eigenen Trieb nicht folgen darf und auffliegende Vögel keine Befriedigung für den Spieltrieb sind, … pfui aber auch! :woohoo:

Mich macht es immer traurig, wenn es aber dann doch zu Zwischenfällen mit hetzenden ... oder auch nur nachlaufenden... Hunden kommt. Ich wohne persönlich auch in einer „wildreichen Umgebung“ und werde den Teufel tun, mein kleines Rudel hier und jetzt in den Freilauf zu schicken … ich gehe ja auch nicht in ein Pralinengeschäft, wenn ich eine Diät mache. ;)
Auch wenn noch nie dergleichen passiert ist, kann ich für die Erbanlagen meines Hundes in den entsprechenden Situationen nicht die Hand ins Feuer legen. Für mich bedeutet das „Schleppleine“ oder Freilauf innerhalb sicherer Einzäunung. Dann müssen keine Schafe bei der Flucht verletzt werden, weil ein Hund sie mit dem Fang festhalten will und es kommt auch nicht zu Totgeburten durch die panische Hetzjagd mit hochtragenden Tiere. :(

Zudem bin ich de Meinung, gerade unsere Laborbeagle brauchen die sichere Verbindung über die Leine zu uns. Sie haben in der Regel ihr Leben in begrenzten Räumen verbracht, teils Ängste entwickelt und hatten überschaubare Bewegungsfreiheit. Da bedarf es schon ein paar Jahre, um „Erfahrungslücken“ auszugleichen. :huh:

Deshalb sollte der Hund sehr lange doppelt gesichert sein. Die „weite Welt“ wird so individuell stückchenweise erobert, der Hund wird nicht von unendlicher Weite erschlagen oder völlig überfordert.

Also… Freilauf… immer noch Königsdisziplin?

LG Birgit, Peggy, Lotte und Tante Ida, die ohne Leine überhaupt keine Orientierung hat... ;)
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"Königsdisziplin Freilauf"? 22 Apr 2017 00:55 #2

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Ah, eines meiner Lieblingsthemen! Völlig richtig, Birgit, danke für diese Betrachtung :)

Seit Jahren kämpfe ich verbal gegen die bedauernden Blicke und das Unverständnis der Gassigänger, die meinen, meine Hunde bekämen nicht genug Bewegung, nicht genug Schnupper- oder Stöbermöglichkeiten. Das Gegenteil ist der Fall.

Meine Hunde laufen seit Jahr und Tag an 10-und 12-m-Schleppleinen (im Gegensatz zu manch landläufiger Meinung braucht man nicht noch mehr Meter). Sie können damit sehr viel mehr laufen, als die Leute glauben, und nutzen das auch aus.
Ich habe nicht den Eindruck, dass sie etwas vermissen - man kann auch mal ein Stück mit dem Hund mitgehen und sogar rennen.
Sie sind nach 1,5 Stunden müde, ausgelastet und zufrieden.

Freilauf gibt es auf geeignetem Gelände auch, aber "geeignet" heißt bei drei Hunden mit starkem Jagdtrieb (bei mir hört nur einer aus dem Quartett wirklich zuverlässig) auf jeden Fall "eingezäunt".
Wir wohnen auf dem Land, inmitten von Land- und Waldwirtschaft, und ich möchte es meinen Mitmenschen nicht antun, sich über freilaufende, spurlaute Beagle aufregen zu müssen.
Abgesehen davon, dass mir die Bauern und Jäger hier ganz schön den Marsch blasen würden. Aus diesem Grunde trampeln wir auch nicht über Weideland oder an brütenden Vögeln vorbei.

Es ist einfach: ich habe Beagle, weil Beagle ihren eigenen Kopf haben und den draußen auch einsetzen. Meine Hunde hören, im Rahmen eines normalen Umganges. Wenn ein Karnickel vor ihnen herhoppelt oder eine Rehspur auftaucht, die jünger als drei Tage ist, hören sie nicht mehr.
Ich würde den Teufel tun und draußen mit Leckerlies in der Hand an dem Hund rumerziehen. Sie kommen an die Leine, und basta. Die Hunde sind sicher, und die Umwelt auch. Und ich schone meine Nerven, nebenbei.

Würde ich einen Hund haben wollen, der die ganze Zeit nur nach mir guckt und dessen Credo daher "Fuß" ist, hätte ich tatsächlich nochmal einen Schäferhund. Aber auch der wäre nicht so zwanghaft erzogen wie die meisten.

Meine Erfahrungen mit diversen Hundeschulen sind eher negativ, das ist mir alles zu pauschal.
Meine Hunde können schon die üblichen Kommandos, aber muss man das denn? An Straßenrändern wird angehalten, aber ins Platz muss der Beagle deshalb nicht. Wir haben dafür Regeln, die anderen Hundebesitzern sicher äußerst schräg vorkommen: "Zurück" ist superwichtig für uns, und "Laß" - meine Beagle fressen unterwegs nichts mehr, seit einer mit 9 Monaten Gift aufgenommen hat.

Und lasst euch gesagt sein: Anti-Jagd-Training ist Blödsinn, rausgeschmissenes Geld. Natürlich wird der Beagle die Beute nicht stellen und töten, aber hetzen kann er es - lange. Mir kommen dann als erstes zwar waghalsige Überquerungen von felsigem Untergrund und vielbefahrenen Straßen in den Sinn, aber die meisten Jäger oder Schafhalter können da nicht so drüber lachen.

Hundehaltung hat viel mit Kompromißbereitschaft zu tun. Wenn mir jemand erzählt, sein Beagle ist immer abrufbar, dann hege ich Zweifel und sage, der hat nur noch nicht die richtige Situation erlebt :blink:
Beagle ohne Leine - ein immer wieder aufkommendes und anscheinend superspannendes Thema. Völlig überbewertet, und es scheint mir einen Stellenwert zu haben wie Kinder, die nur Einsen nachhause bringen: streichelt das Ego des Besitzers. Wirklich trauen kann man einem Jagdhund nicht, und ich würde es niemals aus freien Stücken riskieren.
Der Hund läuft nicht traurig neben mir her und denkt sich: ach, könnte ich doch auch ohne Leine....!
Der schnüffelt und spielt und rennt und geht zickzack, und es ist an mir als Mensch, dafür zu sorgen, dass er trotzdem auf seine Kosten kommt. Was er tut. Natürlich ist das nicht völlig unanstrengend, aber ich habe unter anderem deshalb Hunde, damit ich einen Grund habe, mich draußen zu bewegen :woohoo:

Ich kenne auch Menschen, die ihre Beagle seit jeher an 2-m-Leinen führen und keine Lust haben, neben dem schnuppernden Hund stehenzubleiben - das ist dann das Gegenbeispiel und nicht schön für den Hund. Fast noch schlimmer finde ich, einen Beagle dreiviertel seiner Draußen-Zeit am Fahrrad rennen zu lassen. Aber das ist ein anderes Thema.

Bei Laborhunden (resp. den meisten Tierschutzhunden)ist es meiner Ansicht nach in der Tat so, dass die Verbindung Hund-Leine-Mensch sehr wichtig - und auch sinnvoll - ist. Hunde aus dem Labor sind mitunter auch noch nach Monaten und Jahren reizüberflutet, und anzunehmen, der könnte nun nach ein paar Wochen alleine alles managen, ist vermessen. Nicht nur, dass mir jegliche Einwirkungsmöglichkeit abhanden kommt - sondern ich bilde mir ein, dass es auch dem Hund Sicherheit vermittelt, wenn er Leine und Geschirr spürt. Er soll ja nicht selbst entscheiden, das machen wir doch für ihn. Die meisten brauchen das ;)

Ich hatte es an anderer Stelle schonmal geschrieben: dass der Hund im Labor aufgewachsen ist, heißt keinesfalls, dass er keinen Jagdtrieb hat. Der ist in nullkommanix aus seinem Schlummer erwacht, sobald der richtige Reiz auftaucht. Jagdtrieb ist so archaisch und so stark wie Fressen und Fortpflanzung, nur benutzt ihn im Labor natürlich kein Hund.

Freilauf-Verfechter sind meiner Erfahrung nach meist Einzelhund-Halter. Als ich (kurzzeitig) mal nur einen Beagle hatte, hätte ich es vielleicht noch gewagt. Ab zwei Hunden, wo sich das Jagdverhalten potenziert
und dem Beagle ruckzuck wieder einfällt, dass er Meutehund ist, geht sowas nicht mehr.

Tja, Bigs, jetzt bin ich sicher völlig übers Ziel hinausgeschossen, aber ich wollte damit nur sagen: recht hast du! Freilauf ist nicht das Nonplusultra, und schon zehnmal nicht in Gegenden, wo sich Wild- oder Weidetiere aufhalten.
Bitte unterstützt mein Kinderbuch über einen Laborbeagle: www.startnext.com/benni-und-keks
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Letzte Änderung: von Vicky.

"Königsdisziplin Freilauf"? 22 Apr 2017 06:45 #3

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ich hab das Gefühl, dass ich auch was sagen muss. :)

Alle unsere früheren Hunde vom Springerspaniel über Deutsch Drahthaar bis zur Dogge hatten auch, nicht immer, Freilauf ohne
negative Zwischenfälle -
Der Hundgang im Freilauf bedurfte aber auch immer größter Aufmerksamkeit für das Verhalten des Hundes um zum richtigen Zeitpunkt einschreiten zu können. Unsere Hunde waren überwiegend mehr auf uns fixiert als auf irgend etwas anderes.
Und es ist schon wunderbar, wenn man mit dem Hund wilde Spiele draußen machen kann. Alle diese Hunde waren nie in einer Hundeschule und bekamen nie draußen Leckerlis - sie waren nur auf ihre Familie fixiert.
Mein größter Glücksmoment war, als unsere Dogge nach 1/2 Jahr erstmals aus dem Auto sprang und los rannte, durch die Schnee-
verwehungen und dort erstmalig so richtig befreit wild herum tollte :cheer:
Ein Hund, der frei laufen kann, macht schon Freude und der Hund hat auch seine Freude aber,
das bedeutet auch größte Aufmerksamkeit für das Tier -
Man kann natürlich auch einen Hund gewaltsam dazu bringen, dass er einem nicht von der Seite weicht -
ich denke doch, dass hier im Forum das niemand machen würde.

Unser Beagle Clyde durfte nach 1 1/2 Jahren in einem bestimmten Bereich im Feld, dort, wo er auch seine Freunde traf,
frei laufen - Im Gegensatz zu den anderen Hundehaltern musste ich aber den lieben und anhänglichen Clyde doch immer im Blick haben, denn der Liebe hatte irgendwann keine Lust mehr auf Hunde und folgte stur und stetig seiner Nase - meine Zeit zum Eingreifen.
Der Murphy fühlt sich am Wohlsten bei mir an der 8m- Flexileine - da hat er die Sicherheit und die Selbständigkeit, die er braucht.

Freilauf ist nix für den gepflegten Hundespaziergang mit Träumen, Natureindrücken und Gesprächen, denn er fordert den Hundeführer, will man seinen Hund und andere schützen.
Aber er ist nicht das Non-plus-ultra eines Hundelebens.

Zur Hundeschule:
Wir waren bis zu Clyde nie in einer Hundeschule -
Mit Clyde habe ich das mal versucht und war begeistert. Mir liegt die Trainerin; ich sage genau, was ich will und was nicht;
Mir geht es nicht um Kunststückchen für den Hund -
Clyde hat sich über die Hundeschule geöffnet, Spass am Arbeiten kennengelernt und ist ein richtiger Spassvogel in der Schule
geworden -
Sich an die neuen Situationen mit anderen Hunden zu gewöhnen und sich zu lockern und Freude zu haben, das ist auch das, was ich mir für Murphy über die Hundeschule erwarte und erwünsche.
In unserer Hundeschule sind einige sog. Problemhunde gelandet, die über die Arbeit in der Hundeschule richtig eifrige und freundliche Hunde geworden sind -
Es gibt auch Hunde, die arbeiten müssen und die in unseren heutigen Zeiten zu Familienhunden ohne Aufgabe mutiert sind -
es ist herrlich, diese Hunde bei der Arbeit zu sehen, ,mit welcher Begeisterung sie etwas machen ...

Eigentlich will ich nur sagen, dass alles relativ zu betrachten ist.
Es gibt überall 2 Seiten -

Genießen wir die Zeit mit unseren Hunden :laugh:

LG Marliese
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"Königsdisziplin Freilauf"? 22 Apr 2017 10:21 #4

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Ach ja - der Freilauf...

Rezi kann frei laufen (Feld und Wald), sie jagt weder Rehe noch Hasen, Rehe machen ihr eher Angst. Wenn ich ein Reh sehe kommt sie dennoch sofort für die nächsten Meter an die Leine, ich werde einen Teufel tun und sie in so eine prekäre Situation bringen. In Straßennähe ist sie sowieso immer angeleint.
Rezi hört gut wenn sie frei läuft und sie liebt es durch die Felder zu rennen. Dennoch konzentriere ich mich die ganze Zeit auf sie wenn ich mit ihr alleine unterwegs bin. Aber ich kann diese "Wir gehen mal eben" Spaziergänge sowieso nicht sonderlich leiden da ich der Meinung bin dass man sich in der Zeit wo man mit seinem Hund unterwegs ist auch voll und ganz seinem Hund widmen sollte (ich rede hier nicht von Pipirunden um den Block). Ich habe auch immer Leckerchen dabei, ich finde das nicht verwerflich. Wir machen oft unterwegs Dummyspiele, üben "sitzen" und "bleiben" wenn wir Joggern begegnen, machen Suchspiele etc. und Rezi liebt das!

Das geht natürlich nur wenn ich nur mit einem Hund unterwegs bin.

Buddy ist da eh ganz anders gestrickt. Egal welche Spur er in die Nase bekommt ob Hund, Reh, Igel, Vogel, Hase, Maus etc... er ist bereit :S
Da werden die Ohren gespitzt, die Nase geht vom Boden in die Luft, die richtige Position wird eingenommen und ein zaghafter Spurlaut kommt auch dazu.
Würde ich ihn losmachen - er wäre auf und davon. Und ich weiß dass Rezi dann nicht davon abzuhalten wäre hinter ihm her zu düsen, denn so machen Beagle das nun mal. Ich denke nicht dass Buddy jemals ohne Leine ein Feld betreten wird, da hätte ich viel zu viel Angst um ihn um und alle jagbaren Lebewesen um uns herum (und vor dem erbosten Förster).

Ich finde es auch immer wieder amüsant wenn ich auf Menschen treffe die mir erzählen dass meine Hunde ja "Laufhunde" sind und ganz viel rennen müssen... Ah ja, nur hat meinen Hunden davon noch keiner was erzählt.
Ich komme beim Spaziergang, egal ob mit einem oder beiden, ob freilaufend oder an der Leine vielleicht mit etwas Glück immer mal so 3 Meter voran und dann muss ich warten denn jeder Grashalm, Stein oder sonstwas muss erst genauestens untersucht werden.
Uns überholt jeder unterwegs, wirklich jeder; vom menschlichen bis zum tierischen Rentner ziehen definitiv alle ans uns vorbei...

Ich habe nämlich NASENHUNDE und keine Rennmäuse. Und deswegen dürfen sie schnüffeln und im Zickzack laufen wenn wir durch die Felder oder den Wald gehen, das ist nämlich ihre Zeit des Tages und da geht's dann nicht um meine Bedürfnisse oder mein Tempo.

Das hört sich jetzt für manchen vielleicht so an als würden meine Hunde machen können was sie wollen und wären nicht erzogen, dem ist nicht so. Aber ich brauche nicht den "perfekten Hund" der den ganzen Spaziergang über neben mir her läuft und mich anguckt. Ich freue mich wenn sie mich angucken und wissen dass ich auch noch da bin :P

Unsere Trainerin ist selber Försterin, Jägerin und Jagdhundeausbilderin. Nur mal so zur Info, ich selber bin Veganerin und kein Freund der Jagd. Aber Tanja ist für mich die perfekte Trainerin und somit sind unsere Einstellungen total egal. Sie zeigt mir Wege und Möglichkeiten meine Hunde ihrer Natur nach zu beschäftigen und auszulasten und sie somit glücklich zumachen. Und dafür macht man sowas doch.

Ich denke einem Hund die Möglichkeit zu geben frei laufen zu können ist was tolles. Aber manchmal geht es einfach nicht oder es sollte einfach nicht gemacht werden. Das sollte immer von Hund zu Hund und Mensch zu Mensch gesehen werden. Viel zu viele Hunde werden zu leichtfertig abgeleint.

Ich liebe meine Hunde, ich habe tolle Hunde - aber zusammen verwandeln sie sich auch oft in einen "Chaotenduo" von dem ich quasi erwarten würde dass sie nur Unfug machen würden, sollte ich beide ableinen.

Neeee danke.
Liebe Grüße von Nadine, Rezi & Buddy

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"Königsdisziplin Freilauf"? 22 Apr 2017 13:50 #5

  • Percy
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Jetzt muss ich auch was loswerden! Ich bin ganz Marlieses und Nadins Meinung. Man kann es nicht pauschalisieren. Wir hatten immer nur einen Beagle gleichzeitig. Vielleicht ist das ausschlaggebend. Beide genießen sehr viel Freilauf. Aber, wie Marliese schon sagt, es sind keine Runden zum Quatschen und Träumen. Wir gehen MIT unserem Hund! :-) Es werden viele Nasenspiele gemacht, wir versuchen viel Abwechslung in den Spaziergang zu bringen. Wenn Percy will, hat er jede Zeit und wir bleiben an jedem Grashalm stehen, bis es nichts mehr zu riechen gibt. Bei uns im Wald ist einiges an Wild, aber wir sind immer wichtiger ... und wir haben m. E. keinen Leckerchenjunkee. Kunststücke werden auch nicht erzwungen, aber ein gewisses Maß an Erziehung soll schon vorhanden sein, denn wir wollen unseren Hund möglichst immer bei uns haben! :-)
An gewissen Stellen, an denen man unsicher ist (das bringt ja auch eine gewisse Erfahrung mit sich), kommt er selbstverständlich an die lange Leine.
Vielleicht hatten wir das Glück, dass sich bei Beiden der Jagdtrieb in Grenzen hält. Henry hatte Angst vor Rehen, könnte ein Ridgeback sein ;-), Percy buddelt vorne nach Mäusen, während sie im hinten durch die Beine laufen! ;-)
Ich will damit nur sagen, dass Beagle nicht gleich Beagle ist und man abwägen sollte! Bei mehreren Beaglen kann ich die Aussage von Vicky und Bigs verstehen. Dann wird es vermutlich für alle eher stressig!
Liebe Grüße von
Sabine mit Percy und im ❤️ Seelenhund Henry 🐾🐾

Man kann leider nicht alle Hunde auf der ganzen Welt retten, aber die ganze Welt eines Hundes! ☀️🍀
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"Königsdisziplin Freilauf"? 22 Apr 2017 14:42 #6

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:laugh: :laugh: percy und die Mäuse - da kommen bei mir alte Bilder hoch u.a. ein im Wald aufgeregt im Schnee schnüffelnder Springerspaniel neben dem eine Gruppe von 5 Rehen stand und, als die sich endlich fort gemacht haben war der Jozzo kaum noch von dem Standplatz der Rehe weg zu kriegen - die Gerüche waren einfach abgöttisch :laugh:
Oder der Jagdhund mitten in der Hühnergruppe versuchte auch noch ein Körnchen abzukriegen ...

Jeder Hund ist anders und auch das Verhältnis zwischen Hund und Mensch ist immer entsprechend anders.
Es gibt rassetypische Eigenarten und trotzdem kann ein Hund sich völlig anders verhalten.
Da können wir Erfahrungen austauschen, uns sensibel machen für Gefahren und Bedürfnisse aber, den einen, einzigen und wahren Weg wird es wohl kaum geben.
So unterschiedlich wie unsere Beagle so unterschiedlich sind ja auch wir Menschen und so unterschiedlich wird unser Zusammenleben mit Mensch und Hund sein.
Trotzdem ist jede Erfahrung und jeder Rat wichtig weil er uns bereichert und in einer best. Situation hilfreich sein kann.

Ähnlich ist es auch mit den Hundeschulen - es sind oft die Hundehalter, die ihre Erwartung an die Trainer stellen, ob das nun dem Hund gerecht wird oder nicht und die Trainer, die damit ihr Geld verdienen, die den Zahlern gerecht zu werden.
Da muss man auch selbst wissen, was man will und entsprechend aussuchen.
Clyde hat in der Hundeschule gelernt, sich fremden Rüden gegenüber besser zu benehmen. Er hat gelernt, sich in einer Gruppe von vielen Hunden sicher und wohl zu fühlen und nicht den Molli zu machen.
Am Meisten aber hat er gelernt, seine Passion, die Nasenarbeit einzusetzen und Spass daran zu haben.
Der Knabe ist dort regelrecht aufgeblüht; er war der Star der Gruppe, nicht wegen seiner Leistung sondern wegen seinem Witz, seinen lustig funkelnden Augen und seinem Dickkopf, wenn er keinen Bock mehr hatte und sich einfach auf dem Rücken durchs Gras geschrubbert hat - es war seine Lebensfreude, die er gefunden hatte - da war die Schule genau richtig :laugh:

So macht jeder seine Erfahrungen und kann sie weitergeben, zumindest für eine Überlegung.

Habt alle ein schönes WE

es grüßten der Murphy mit Blick aufs Rindfleisch :woohoo:
und Marliese
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