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Ängstliche Hunde - Tippsammlung 27 Sep 2011 06:31 #1

  • Wencke
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Ich würde hier gerne Tipps und Anregungen sammeln im Umgang mit ängstlichen Hunden. Der Thread soll und kann in keinem Fall Trainer ersetzen.

Auch wenn die meisten unserer Hunde sehr schnell im Leben sind, gibt es leider ängstliche Hunde wie Biene, Edward, Tommy oder Buster. Ängstliche Hunde bedeuten höhere Ansprüche an den Halter. Nicht nur die Einschränkungen im Alltag die der Hund mit sich bringt, sondern auch die emotionale Belastung der Halter sind z. T. enorm. Das ständige "Zurück-gewiesen-werden" oder "nicht-an-den-Hund-ran-kommen" wird zur Belastungsprobe und das oft über Monate oder Jahre.

Der Fachbegriff für dieses Verhalten heißt Deprivationssyndrom (Hospitalismus), hier ein Link zur Seite Angsthund www.angsthund.de/hp/index.php?section=home

Unsere Hunde wachsen in einer reizarmen Umgebung auf, ohne die üblichen Reize die ein normaler Welpe erfährt. Autos, Staubsauger, laute Geräusche, bestimmte Personen machen ihnen Angst. Das liegt def. nicht daran das die Hunde im Institut schlecht behandelt werden, sondern die Synpsen im Hirn nicht genug ausgebildet wurden.

Vielleicht kann eine der Hundepflegerinnen aus unserem Forum uns etwas zur Prägephase im Institut erzählen. Das würde uns sicher helfen zu verstehen.

Tommy hatte extremen Stress mit lauten Geräuschen, Kabeln die auf dem Boden lagen und meinem Vater.
Er istjetzt fast 2 Jahre hier und ein völlig anderer Hund. Zu anfang verbot! mir meine Trainerin ihn überhaupt anzusprechen während des Spaziergangs. Einschränkungen wie eine zu kurze Leine oder ein lautes Wort machten Tommy völlig fertig. Er war nicht mehr ansprechbar und wollte am liebsten im Boden versinken.

Was hat Tommy geholfen? Ganz klar nicht ich sondern LILLY. Sie hat ihm Sicherheit gegeben, hat unter den Hunden die Führung übernommen und Tommy so viel Verantwortung für sich selbst abgenommen. Genau das was das Rudeltier Hund braucht. Durch Lilly hat Tommy gemerkt das das Leben nicht schrecklich ist. Ich hatte die Chance Tommy "ganz nebenbei" zu erziehen. Die Probleme im Haus lagen deutlich schwerer. Spülmaschine einräumen oder ein Futternapf der klappert, führten zu sofortiger Flucht.
Ich habe daran erst 1 Jahr nach Tommys Einzug gearbeitet. Die kurze Zeit vom Fressen hat die Familie einfach mal Ruhe gehalten, dauert ja nur 15sek.

Ich habe mit Absprache meines TA mit Tommy eine unterstützende Kur mit dem Mittel Cylkene gemacht. Kurz gesagt das Mittel macht ruhiger ist aber ein natürliches Mittel auf Milchbasis. In den 6 Wochen habe ich intensiv mit Tommy an den Alltagsgeräschen im Haus gearbeitet. Immer in kleinen Schritten und kurzen Einheiten.
Er ist heute nicht völlig schreck- und angstfrei aber es ist deutlich besser geworden.

Mein Vater war es eigentlich egal ob der Hund was von ihm will oder eben nicht. Er hat nicht aktiv mit Tommy gearbeitet. Heute ist Tommy glücklich das es "Papa" gibt. Nur eben mit etwas Abstand ;-)

Ich glaube das ein sicherer Hund einem ängstlichen Hund sehr gut helfen kann. Voralem nimmt der die Fokusierung der Halter von dem ängstlichen Hund und nimmt ihm dadurch Stress. Einen anderen Hund können wir Menschen eben nicht ersetzen. Das bedeutet nicht das jeder einen 2. Hund braucht, ein Nachbarshund hilft bestimmt auch schon.
Liebe Grüße Wencke mit Lilly, Tommy, Enya & Heinz-Hugo


Der Beagle: ein ästhetischer Genuss für Hundehalter mit guten Nerven.

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Aw: Ängstliche Hunde - Tippsammlung 27 Sep 2011 08:08 #2

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Tipps oder Anregungen habe ich leider nicht. Würde aber gerne einen interessanten Link beisteuern.

Alles halb so schlimm
Warum streichelnde Hände doch gegen Angst wirken


CLICK MICH

Der Link führt euch zu der Seite von Heike Westermann, die hier aus dem Buch "Trafen sich 2" von Patricia McConell zitiert.

Ich finde das sehr spannend, denn es heißt ja immer noch häufig, ängstliche Hunde solle man ignorieren. Es kommt sicherlich auch auf die Situation an - keine Frage! Aber vielleicht regt es ja zum Nachdenken an?

Lieben Gruß
Ela

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Letzte Änderung: von Doro.

Aw: Ängstliche Hunde - Tippsammlung 27 Sep 2011 08:38 #3

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Hallo Wencke,

das verrückt bei Buster ist ja, das er von Anfang an keine Angst vor Geräuschen im Haus hatte. Und auch wenn Antje etwas macht ist das absolut OK. Natürlich schreckt er, genau wie Tinny und
wir anderen Bewohner, zusammen, wenn mal etwas unvorhergesehen knallt oder scheppert. Aber sonst ist alles kein Problem.

Sein ängstliches Verhalten ist NUR mir und anderen Männern gegenüber!

Ansonsten ist und war er die Ruhe selbst. Werde klappernde Autos noch Züge oder tief fliegende Hubschrauber können ihn aus seiner Ruhe holen. Wenn, ja wenn Antje am anderen Ende der Leine ist.... :( :-)( :S


VG, Dietmar mit Tinny und Buster

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Aw: Ängstliche Hunde - Tippsammlung 27 Sep 2011 09:06 #4

  • Martina
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Ein zweiter Hund hilft immer, sei es bei Angst oder bei der "Erziehung".

Ich denke auch, man darf den Hund bei Angst streicheln und auch mit ihm reden. Es kommt auf das Wie an. Streicheln und Reden kann sowohl Lob, also Bestärkung, als auch ein Liebesbeweis sein, der dem Hund bei Angstgefühlen hilft.

Bei unseren (Pflege-)Hunden half nur üben, üben, üben. Das klingt jetzt vielleicht grausam, aber man muss die Hunde auch Ängste ertragen lassen, damit sie lernen, dass sie damit umgehen können.

Ein Beispiel: Wir üben im Haus das Fallenlassen der Flexileine. Der Hund bekommt natürlich zuerst einen Schrecken. Er lernt aber auch, dass dieser, ihn verfolgende "Kasten" nicht schlimm ist. Wenn dann einmal in ungesichertem Terrain die Leine fällt, ist es für den Hund nicht mehr schlimm und er rennt nicht in Panik davon (und evtl. vor das nächste Auto).

Einige Ängste sitzen aber auch so tief, wie bei unserer Bijou, die vor Stöcken, Kochlöffeln, Zollstöcken usw. flieht, das haben wir selbst nachdem sie fast sieben Jahre bei uns ist, immer noch nicht im Griff. Wir bitten um gute Tipps...

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Aw: Ängstliche Hunde - Tippsammlung 27 Sep 2011 16:28 #5

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ich hatte einen erwachsenen angstrüden im labor. er kam schon so vom züchter. sehr unschön immer dieses einfangen im zwinger. und diese panik in den augen. leider hatte er auch panische angst vorm clickergeräusch. ich habe dann was ganz anderes mit ihm ausprobiert.
ich habe ihn eingefangen, er war zum glück kein angstbeisser! habe mich mit ihm hingesetzt und ihn einfach nur mit druck festgehalten, kein streicheln, kein sprechen, einfach ihm meine atmung aufoktroiert, beim ersten nichtmehrzappeln habe ich sofort losgelassen, das war schon der erste anfang. nach ein paar tagen zappelte er nicht mehr , aber er hatte einen extremen muskeltonus, er war bretthart. jetzt hiess es sogar noch länger warten. als sich die ersten muskeln "lösten" .. loslassen. so habe ich glaube ich jede faser im körper des rüdens spüren können. das einfangen wurde immer moderater und die zeit in der er sich entspannte kürzer. den clicker habe ich ersetzt durch eine pfeife, und habe einfach nur gewartet gewartet, und konnte ihn immer besser "clickern". er war bereit mitzuarbeiten. er fing an mit mir augenkontakt aufzunehmen, was ich immer bestätigt habe, er folgte meinem zeigefinger überallhin. er wurde leineführig.
er wurde ein fast normaler beagle.
ich kam auf diese idee , aus der kindererziehung da "drückt" man die adhs- kinder um sie zu beruhigen.
gr elke

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Aw: Ängstliche Hunde - Tippsammlung 27 Sep 2011 17:04 #6

  • kupferli
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Martina schrieb:

Einige Ängste sitzen aber auch so tief, wie bei unserer Bijou, die vor Stöcken, Kochlöffeln, Zollstöcken usw. flieht, das haben wir selbst nachdem sie fast sieben Jahre bei uns ist, immer noch nicht im Griff. Wir bitten um gute Tipps...


Dieses Thema ist mir nicht unbekannt. Kondi hatte in der ersten Zeit vor allem was "lang" war Angst: Besen, Bodenexpress, Schlauch etc. Ganz schlimm war, als am 1. Samstag nach ihrer Ankunft ein Handwerker kam, um unser Bad zwecks Renovierung auszumessen und seinen Zollstock auspackte. Pure Panik! Komischerweise hatte sie vor unserem überlautet Staubsauger überhaupt keine Angst. Ich habe immer wieder einen langen Gegenstand: den Besen z.B. mitten im Zimmer auf den Boden gelegt und den Gartenschlauch abgewickelt auf der Wiese liegen lassen. Kondi hat in der ersten Zeit immer einen großen Bogen geschlagen. Irgendwann siegte dann die Neugierde und sie hat alles gründlich abgeschnuffelt. Mittlerweile hat sie zumindest im Haus keine Angst mehr vor Besen etc. Nur der Gartenschlauch bleibt ihr immer noch unheimlich. Aber Panik hat sie davor auch nicht mehr.

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