Tori darf das Labor verlassen, weil er den Menschen lieber aus dem Weg geht.
Dieser Satz lässt Sie sicherlich stutzen, nicht wahr? Ein Laborhund, der keine Menschen mag - ist das nicht die einzig logische Schlussfolgerung?
Nicht so flott, bitte. Die weitaus überwiegende Anzahl der Laborbeagle, die wir in der letzten Zeit kennenlernen durften, LIEBT Menschen. Die allermeisten Laborhunde flippen komplett aus vor Freude, wenn es um eine Portion Kuscheln geht. Noch vor ein paar Jahren war das anders, da überwog die Anzahl ängstlicher, scheuer Hunde. Nun bestätigt mal eine Ausnahme die Regel, und siehe da: Es bringt dem klugen, hübschen Tori die Entlassungspapiere ein!
Aktuell verhält sich Tori zurückhaltend bis misstrauisch, wenn neue Personen auftauchen, und dann tut er seinen Unmut durch Bellen kund.
Zu seinen Bezugspersonen allerdings hat er deutlich mehr Vertrauen. Er kommt aus freien Stücken zu ihnen, setzt sich neben sie und frisst dann auch Leckerlies aus der Hand. Mit Streicheleinheiten kann Tori bisher auch nicht viel anfangen.
Mit Hunden sieht es da schon anders aus. Er wohnt aktuell mit einem Hundekumpel zusammen, fühlt sich mit ihm wohl und orientiert sich auch gut an seinem Verhalten.
Toris Stärke ist die fehlende Angst gegenüber Umweltgeräuschen: Im Auslauf erkundet und erschnüffelt er alles mit großer Neugier, und weder der vorbeifahrende Zug noch die lauten Geräusche einer in der Nähe liegenden Baustelle beeindrucken ihn sonderlich. Im Gegenteil: Er schaut sich alles Neue sehr interessiert an.
Wir freuen uns über seine bevorstehende Entlassung und hoffen, eine liebe Familie für den kleinen Hundemann zu finden, die ihm die nötige Sicherheit gibt, damit auch Tori entspannt durchs Leben hüpfen kann. Ein schon vorhandener, sicherer Ersthund und ein Zugang zum Garten wären für Tori sicher ein Gewinn.
An Familien mit (kleinen) Kindern möchten wir Tori lieber nicht vermitteln. Sie sollten etwas Hunde-, sehr gern Beagleerfahrung mitbringen und Tori trotz seiner Zurückhaltung in sein neues Leben integrieren - gern mit ein paar Hundeschulstunden oder Kontakt zu anderen Hunden.
Ausgeschlossen ist es nicht, dass Tori noch Gefallen am Schmusen findet, aber es wäre gut, wenn Sie nichts erwarten, was Tori noch nicht kann. Aber wie schön wäre es, wenn er sein Leben außerhalb der Institutshaltung mit ihren besonderen Erfordernissen genießen könnte! Umso mehr würden wir es feiern, wenn er Ihnen dann am Ende doch freiwillig die Hand, Pardon, die Pfote reicht - einfach, weil er Sie mag.
Wenn Sie denken, damit klarzukommen, dass Tori vermutlich einige Zeit braucht, bis er Sie als neue Bezugsperson akzeptiert, melden Sie sich doch bitte gern bei seiner Vermittlerin.
