Hui! Stimmt's, Sie denken doch auch, dass man bei Fritziis Anblick glatt einen Zuckerschock bekommen könnte?
Ja, das geht uns auch so! Fritzii (ab jetzt lassen wir das Extra-I einfach mal weg, wenn Sie einverstanden sind ;-)) ist einfach hinreißend. Noch dazu ist ist menschenbezogen und schmust gern. Er ist hübsch, schlank, neugierig, bewegt sich gern, hört auf seinen Namen und möchte überall dabei sein.
Aber warten Sie mal kurz mit der ganzen Euphorie, wir haben noch etwas zu erzählen.
Fritzii wurde aus dem Labor entlassen, weil er mit dem Alltag dort nicht klarkam - sprich, er zeigte bestimmte Anzeichen von Stress. Nun mögen Sie sagen, jeder Hund in einem Versuchslabor hat doch Stress! Ja, schon. Aber um ein kleines, kuscheliges Sandkörnchen im Getriebe kann man sich in einer Versuchstiereinrichtung leider nicht so gut kümmern. Somit hat sich Fritzi als Versuchshund disqualifiziert. Wir freuen uns, dass so viel Interesse daran besteht, dass es Fritzi gut geht.
Fritzis Anspannung zeigt sich durch Veränderungen in der Verdauung: Wenn er Stress hat, wird sein Kot dünn. Körperlich ist mit ihm alles in Ordnung, er ist komplett und ohne Befund durchgecheckt und hat ansonsten keine Handicaps. Ein Allergiescreening wurde gemacht, organisch ist alles in Ordnung. Bitte glauben Sie uns: Niemand hat Interesse daran, und eine Mogelpackung unterzujubeln. Es gibt für den Durchfall keine physische Ursache.
Fritzi wurde am 6.12. aus dem Institut entlassen und ist seitdem auf einer Pflegestelle (näheres siehe bitte den Link zum Pflegestellentagebuch). Dort gibt es einen weiteren Hund sowie eine Katze. Bisher ist das Zusammenleben der drei problemlos. Hundebegegnungen draußen quittiert Fritzi mit freundlichem Interesse, er benimmt sich gut und geht auch schön ruhig an der Leine - die Nase ist dabei aber meistens am Boden!
Seine Verdauung hat sich im Rahmen eines liebevollen, strukturierten Tagesablauf stark verbessert. Seine Ernährung besteht aus einem handelsüblichem Trockenfutter mit Mono-Protein, wobei die Pflegestelle nach und nach andere Dinge zufüttert, um den Magen-Darmtrakt zu fördern, aber nicht zu überfordern. Das funktioniert gut. Fritzi ist inzwischen stubenrein und hat verstanden, wo er sich lösen darf.
Fritzi möchten wir gern in ein erfahrenes Umfeld mit einem berechenbaren Tagesablauf vermitteln. Ideal wäre natürlich eine Familie, die sich ernährungstechnisch ein wenig auskennt und den Zeitaufwand, den sorgsame Ernährung erfordert, gewährleisten kann. Wichtig bei Fritzi sind: Konsequenz, keine Veränderungen im Futtermodus und ein niedriges Stresslevel - und Menschen, die nicht gleich in Panik geraten, wenn der Hund mal öfters und anders muss (wir sind mit dem behandelnden Tierarzt in Kontakt, und er wird auch weiterhin ein offenes Ohr für Fritzis Belange haben.)
Gut. Aber was heißt denn das nun genau?
Fritzi ist ein junger, agiler, neugieriger und sehr menschenbezogener Hund. Er lernt schnell und lässt sich naturgemäß mit Futter (seinem Trockenfutter) gut motivieren. Er ist nicht ängstlich, aber er schaut sich neue Dinge erst einmal mit etwas Distanz an. Er akzeptiert aber schnell alles und bindet sich schnell an seine Menschen.
Andere Hund in seinem unmittelbaren Umfeld braucht er nach unserem Dafürhalten nicht unbedingt, aber Hundekontakt (Gassi, Spielmöglichkeiten) wäre auch für Fritzi wichtig.
Ideal wäre für Fritzi ein Umfeld mit Gartenzugang - das heißt, eigentlich wäre das für Fritzis Menschen ideal. Sie können sich sicher vorstellen, wie sehr es das Zusammenleben erleichtert, wenn man einen Hund, der es eilig hat, ohne großes Leinen-und-Geschirr-Brimborium einfach in ein sicheres Terrain lassen kann.
Bitte werfen Sie einmal einen gründlichen Blick in das Pflegestellentagebuch und auch ins dortige Fotoalbum. Wir halten nicht mit Informationen hinter dem Berg, denn das wäre wirklich ziemlich dumm und nicht hilfreich dabei, Fritzi in die passenden Hände zu geben.
Wenn Sie denken, dass Sie dem süßen Fritzi die nötige Ruhe und Sicherheit vermitteln könnten, würden wir uns sehr freuen, wenn Sie sich bei der Vermittlerin melden würden.
