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Kastrierte Rüden. 22 Nov 2011 07:48 #1

  • Thomas
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Mir ist schon in Jever aufgefallen, dass Morowithas Edward, der ja kastriert ist, von den Rüden ständig belagert wurde. Das war teilweise so schlimm, dass ich Kalle zeitweise anleinen und auch Jamie ständig von Edward runterholen musste.

Gleiches Verhalten konnten wir jetzt in Kiel feststellen. Stafanias Feivel ist auch kastriert und wurde ständig von den Rüden bedrängt, besonders von Kalle und Jamie, einige Bilder beweisen dies.

Frage, was haben kastrierte Rüden an sich, das nicht kastrierte Rüden so anziehend finden und sie ständig aufspringen lässt ???

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Aw: Kastrierte Rüden. 22 Nov 2011 08:03 #2

  • Doro
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Sie riechen einfach gut!

Das hat wohl damit etwas zu tun, wann (in welchem Hormon-Status) sie kastriert wurden. Ich bekomme das leider nicht mehr genau zusammen, aber in dem neuen Buch Kastration und Verhalten von Strodtbeck/Gansloßer ist das genau erklärt. Dummerweise habe ich es gerade verliehen, sonst hätte ich es nachgeschlagen und konkreter / korrekter erklärt.

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Aw: Kastrierte Rüden. 22 Nov 2011 08:36 #3

  • Sabine-Hafi
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Da wir momentan in der Situation sind, darüber nachdenken zu müssen, hab ich im Netz mal ein wenig gesucht und bin auf einer tollen Seite mit wissenschaftlichen Erklärungen gelandet.
Es lohnt sich wirklich hier mal zu lesen!!!

www.homoeotherapie.de/tiergesundheit/kastration/kastration.html

Leider bin ich noch nicht auf den Grund gestossen, warum kastrierte Rüden von den Intakten belagert werden. :S
Unser Jerry (kastriert) wird selten von intakten Rüden belagert oder bedrängt.
Es gibt aber eine gute Erklärung wie es mit der Frühkastration oder Kastration und den Hormonen einheer geht.

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Aw: Kastrierte Rüden. 22 Nov 2011 11:47 #4

  • Crissy
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Ich habe einen leider frühkastrierten Rüden (schon im Labor vorgenommen) - und die ersten Jahre war das mit dem aufreiten und bedrängen wirklich krampfig. Zumal er auch sehr unsicher war und sich nicht gewehrt hat. Das war oft massiver Stress für den Hund (und dadurch, dass er nicht "rüdig" gerochen hat, auch für die anderen - ich erinnere mich da z.B. an den ersten Besuch bei Ina: Whiskey, der ja intakt ist, war völlig von der Rolle, hat gezittert, geschäumt und mit den Zähnen geklappert... Inzwischen ist das schon lange kein Thema mehr, war nur beim 1.x so).

Im letzten Jahr hat Monty eine dramatisch positive Entwicklung gemacht - wir haben jetzt endlich eine homogene, zuverlässige Hundegruppe (aber den Grundstein hat sicher die lange Zeit bei Inas Truppe gelegt): verschiedene Rassen, verschiedene Größen, verschiedene Charaktere. Das war wirklich beeindruckend, zu sehen, wie selbstbewusst Monty geworden ist. Inzwischen lässt er nicht mehr aufreiten, auch von fremden Hunden nicht, und ist gewissermaßen der Chef unserer kleinen Truppe... Und sehr souverän das Ganze. Irre, wenn man die Muße hat, die kleinen Feinheiten zu sehen (Calming Signals - beschwichtigen, fixieren, wer wendet den Blick zuerst ab, T-Stellung...)

(Wenn sein bester Freund ihn "auffordert" - er zwickt ihn dazu in den Po oder stupst ihn frech *gg*, gibts einen empörten Beller und dann geht die wilde Hatz los - Monty immer hinter Rocco her! Dazu muss man sagen, dass Rocco ein ca. 60 - 65 cm hoher Ridgeback-Schäfi-Mix ist, der füüüürchterlich knurren kann :lol: ) Muss mal ein Bild einstellen von den beiden, aber *hier* passt´s ja nicht.

Ich denke einfach, je früher ein Hund kastriert wird, umso weniger männliche Eigenschaften kann er ausbilden und dazu gehört auch der Hormonstatus. Monty ist quasi ein Neutrum - gepaart (früher) mit Unsicherheit, zog er andere, intakte Rüden somit quasi an.

Ist ja auch irgendwie klar - in den Hoden werden die Geschlechtshormone (Testosteron), also das, was einen "Rüden" ausmacht, produziert... Und das fällt ja weg nach einer Kastra.

Fast noch schlimmer finde ich, dass ein Frühkastrat sich nicht wirklich entwickeln kann. Sowohl Körperbau als auch die Seele... Monty ist Klasse - aber er hat nach wie vor ein "Welpenfell", war sehr lange Zeit sehr unsicher, konnte kaum Souveränität lernen, musste alles immer wieder von vorn beginnen... Viele Hunde haben ihn ignoriert, weil er "welpig" gespielt hat. Mag man als Mensch ewig im Ausnahmezustand der Pubertät sein, nicht wissen ob Fisch ob Fleisch, wo man hingehört, was wichtig ist... Oh wei. Aber so ähnlich ist das dann auch mit den Frühkastraten... Ihnen wird die Möglichkeit genommen, erwachsen zu werden.

Auch die Muskulatur ist verändert. Vergleichbar deutlich z.B. bei Pferden: Die stolzen, vor Muskeln strotzenden, gedrungenen, die optisch sofort ins Auge fallen, sind meist Hengste. Frühkastrierte Wallache hören später mit dem Wachstum auf, werden schlaksiger, schwächer bemuskelt...

Ebendas sehe ich auch bei Monty: Obwohl er sehr aktiv ist, ist er schwach bemuskelt. Er entwickelt bei entspr. Training Ausdauer, aber keine Muskelmasse...

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Aw: Kastrierte Rüden. 20 Dez 2011 08:26 #5

  • Doro
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So, nun habe ich das oben erwähnte Buch zurück. In dem Buch steht folgendes (ich gebe nur einige Sätze wieder, insgesamt ist der Text viel länger):

ZITAT:

Sowohl im Sekret der Analbeutel als auch im Urin von männlichen und weiblichen, sowohl intakten als auch kastrierten Tieren der genannten Arten (Anm.: Rotfüche, Wölfe, Kojoten) konnten jahreszeitliche Unterschiede in der Konzentration bestimmter Duftstoffe festgestellt werden.
....
Bei einer Untersuchung an Wölfen wurden Konzentrationsunterschiede zwischen Februar (= Paarungszeit) und August festgestellt. Der Bestandteil Benzaldehyd beispielsweise war im Februar bei intakten Weibchen höher als bei intakten Rüden, im August bei intakten Rüden höher als bei intakten Weibchen.
....
Jenseits der chemischen Details ergibt sich daraus das Bild, dass kastrierte Rüden zumindest in machen Jahreszeiten eine ähnliche Duftzusammensetzung im Urin und auch im Analdrüsensekret haben wie Weibchen.
....
Die Vermutung...liegt nahe, dass Rüden, die zu bestimmten Zeiten kastriert werden, in ihrer Duftstoffkonzentration auf diesem Stadium sozusagen festgeklemmt werden.


Quelle: Kastration und Verhalten bei Hunden / Sophie Strodtbeck u. Udo Gansloßer

Viele Grüße
Ela

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Aw: Kastrierte Rüden. 20 Dez 2011 14:02 #6

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In der Tier-Uni-Klinik Gießen läuft seit längerer Zeit eine Studie - sie kastrieren sehr
früh. Die Beagle werden zwar vermittelt, aber die Menschen müssen alle 6 Wochen in die
Klinik mit ihren Hunden zur Untersuchung und außerdem müssen sie ein Tagebuch über das
Verhalten des Hundes führen.

Ich habe schon die Beagle gesehen, es sind eher kleine und sie bleiben länger Welpen bzw.
haben sie länger das Welpenverhalten.

Ich weiß nicht, ob das so gut ist.

Das Aufreiten habe ich auch festgestellt, daß dieses auch bei kastrierten Hündinnen recht
häufig vorkommt.

LG
Gisela

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