Wir freuen uns über alle Maßen, endlich diese Meldung verbreiten zu können: Mákos ist nicht mehr "entlaufen", er ist wieder da!

Es stimmt wirklich: Mákos konnte endlich eingefangen werden und ist nun in Sicherheit vor den ganzen unwägbaren Gefahren, denen ein freilaufender Hund - bei allen gut funktionieren Instinkten und noch so routiniertem Umgang mit all der Freiheit - nun mal ausgesetzt ist.

Zur Erinnerung: Mákos, der nunmehr dreijährige Beagle-Mix-Rüde, kam am 06. April 2014 mit einem Transport aus Ungarn im fränkischen Kitzingen an.  Beim Umladen auf dem Gelände des dortigen Tierheims passierte es: Mákos lief weg. Obwohl er zunächst noch auf dem Tierheim-Gelände war, gelang ihm auch von dort die Flucht - vielleicht war der Zaun doch nicht so ganz dicht ;-)  Er hielt sich seitdem mehr oder minder ortsfest auf einem benachbarten, stillgelegten, aber hermetisch abgesperrten Militärgelände auf. 

Makos wurde angefüttert und per Wildkamera überwacht. Mit allen erdenklichen Methoden, jeder Menge Manpower und sehr hohem finanziellen Einsatz versuchte unser Team, Makos wieder einzufangen - vergeblich.  Anfang des Jahres wurde uns der Zutritt zum Gelände endgültig untersagt,

....erst nach dem Verkauf des Areals an einen privaten Investor wurde uns das Handeln sukzessive wieder ermöglicht.

Aufgegeben haben wir Mákos nie. 

In den letzten Wochen und Monaten war es jedoch - aus vielerlei Überlegungen heraus - unser Teammitglied Hermann Meister, der Mákos nahezu im Alleingang überwachte, die Fütterungen organisierte und unzählige Fahrten von seinem über 200 km entfernten Wohnort nach Kitzingen auf sich nahm. Das erfreuliche Resultat der Mühen: 

In der Nacht auf den 29.Juli 2015 gelang das bisher Unmögliche!  Mákos ging nicht nur in die Falle (die eigentlich gar keine *richtige* ist, sondern eine Konstruktion aus vorhandenen Gitterboxen, die ursprünglich wohl dem Einstellen von Mülltonnen oder Fahrrädern diente und von Hermann modifiziert wurde) -  er blieb auch lange genug drin, um Hermann den nächsten Schritt zu ermöglichen.

So kam es, dann Hermann und Mákos am frühen Mittwochmorgen (dem zugegebenermaßen sehr malerischen!) Kitzingen endlich gemeinsam den Rücken kehren konnten. 

Mákos geht es gut, er ist in einem sehr akzeptablen gesundheitlichen Zustand und noch nicht mal allzu ängstlich. Und offenbar ist er uns nicht unfreundlich gesonnen - es hat nicht den Anschein, als wäre er traurig darüber, seine "Freiheit" verloren zu haben ;-)

Liebe Leser, Freunde, Interessenten: Sie können sich sicherlich vorstellen, welchen Kraftakt es für ein Team aus so wenigen Leuten  darstellt, einen Hund über fast 16 Monate vergeblich einzufangen zu versuchen. Mit den Steinen, die uns vorgestern vom Herzen gefallen sind, könnte man die Straßen von Kitzingen bis Ungarn (das war Mákos' Reiseroute) neu pflastern - die meisten davon sogar dreispurig... ;-) Es fühlt sich an, als ob eine dunkle, drohende Wolke nach endlos langem Warten endlich, endlich abgezogen wäre!  

Als Beaglebesitzer geraten einem ja die Nerven schon ins Flattern, wenn der Hund sich für wenige Minuten aus dem eigenen Blickfeld entfernt. Manche von uns wissen aus eigener, leidvoller Erfahrung, was es bedeutet, wenn der Vierbeiner für ein paar Stunden abgängig ist. Umso dramatischer gestaltet sich die Angelegenheit, wenn uns der Hund entläuft, obwohl wir noch keine Bindung zu ihm herstellen konnten.

Mákos war 1 Jahr und 113 Tage (das sind gut 478 Tage oder 11480 Stunden....) allein unterwegs.

Es ist davon keine einzige Stunde verstrichen, ohne dass einer von uns (und sicher auch eine/r von Ihnen!) an ihn gedacht, um ihn gebangt, neue Ideen entwickelt, gebetet und gehofft hat.

Da die Sonne jetzt wieder scheint (siehe oben ;-),  die Wolke, Sie erinnern sich?), geht es für unseren ungarischen Hundejungen bestimmt nur noch bergauf. Wir werden ihn sorgfältig im Auge behalten!

Wir danken allen, die mitgehofft, mitgeholfen und sich am Ende auch mitgefreut haben!