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Der zweite Hund

Immer mehr Hundefreunde entscheiden sich für den Zweit-, Dritt- oder Vierthund, um ihren vierbeinigen Partnern dauer-haften Umgang mit Artgenossen zu ermöglichen. Als Rudeltiere freuen sich die meisten Hunde über diese Art von Gesellschaft. Gerade für die Laborhunde, die ihr Leben lang mit anderen Hunden zusammen gelebt haben, kann ein bereits vorhandener Hund eine große Hilfe sein; das Vertrauen zum Menschen muss erst gelernt werden.

Wenn Sie also mit dem Gedanken spielen, einen Laborhund als Zweithund anzuschaffen, gibt es ein paar Dinge zu beachten.

Beginnen wir mit den Kosten. Sie werden sich etwa verdoppeln. (Futter, Zubehör, Tierarzt, Hundeschule, Haftpflicht, Wäsche,...) Leider ist die Hundesteuer für den zweiten Hund in der Regel höher als die für den ersten.

Für zwei Hunde müssen Sie auch mehr Zeit investieren. Spielen, Fellpflege, Clickern: für all dies brauchen Sie doppelt so lange. Spazieren gehen können Sie mit mehreren Hunden gleichzeitig. Das macht Spaß, wenn die Hunde ähnlich temperamentvoll sind. Wenn einer von beiden einen massiven Drang nach vorne hat und der andere ein Trödler ist, lässt der Spaß etwas nach. Zwei Hunde gleichzeitig auszubilden, ist eine Aufgabe für sehr weit Fortgeschrittene.

Schließlich ist es von entscheidender Bedeutung, dass die Hunde miteinander klarkommen, denn auch bei Hunden gibt es Sympathien und Antipathien. Die wenigsten Probleme sind zu erwarten, wenn sie sich für einen Rüden und eine Hündin entscheiden, wobei dann einer von beiden kastriert werden sollte.

Ganz wichtig: 2 Hunde sind ein Rudel und als solches können sie Verhaltensweisen an den Tag legen, von denen wir bislang nichts wussten. Genaues Beobachten hilft, die Mechanismen zu verstehen.

Gehen Sie nicht davon aus, dass der Ersthund Chef im Rudel ist und bleibt. Die Hierarchie kann sich im Laufe der Zeit ändern, oft verläuft dieser Prozess über einen längeren Zeitraum. Greifen Sie nicht ein, solange der Wechsel in der Rangordnung ohne ernsthafte Auseinandersetzungen passiert.

Grundsätzlich gilt:

  • Schaffen Sie sich keinen zweiten Hund an, weil sie schon für den ersten keine Zeit haben und ihr schlechtes Gewissen beruhigen möchten.
  • Warten Sie mit der Anschaffung des zweiten Hundes, bis die Erziehung des ersten weitestgehend abgeschlossen ist.

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