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Zugegeben, es ist nicht ganz leicht - schließlich tragen sie kein Tattoo auf der Stirn. Dennoch gibt es Möglichkeiten, die Spreu vom Weizen zu trennen. Prüfen Sie sorgfältig mit Hilfe der folgenden Hiweise.

An erster Stelle ist es der Preis, der Sie stutzig machen sollte, wenn er deutlich unter dem empfohlenen Preis des VDH liegt. Das heißt im Umkehrschluss aber noch lange nicht, dass ein hoher Preis Qualität garantiert.

Gehen wir mal davon aus, dass Sie im Internet oder in der Zeitung ein Inserat gelesen haben, das sie interessiert. Vielleicht haben Sie das Inserat bei www.dhd24.com gefunden. Schauen Sie nach, ob der Anbieter gleichzeitig weitere Anzeigen geschaltet hat, in denen er weitere Rassen anbietet. dhd24 bietet hierzu unter den Kontaktdaten einen Link "Alle Anzeigen anschauen". Wenn Sie nun zu einer langen Liste mit Inseraten unterschiedlichster Welpen gelangen, sollten Sie sofort Abstand nehmen.

Auch das Angebot der Lieferung zu Ihnen nach Hause dient nicht in erster Linie Ihrer Bequemlichkeit, sondern soll sie davon abhalten, die Welpen vor Ort zu besichtigen, was Sie vermutlich sowieso nicht vorhatten, weil Sie dazu nach Osteuropa reisen müssten.

So einfach ist es nicht immer. Oft klingt der Anzeigetext seriös und es gibt einen Link zur eigenen Homepage. Hier wird in blumigen Worten und mit buntern Bildern die reinste Idylle beschrieben.

Was Sie interessieren sollte, sind Fakten. Wer sind die Elterntiere? Haben sie die Zuchtzulassung? Von wem haben sie sie bekommen? Wieviele Würfe gibt es im Jahr?

Wenn Sie hier nichts finden, das Anlass zur Vorsicht gibt, nehmen Sie telefonisch Kontakt auf. Ein seriöser Züchter wird Sie kennen lernen wollen, bevor er Ihnen einen seiner Welpen anvertraut. Er wird Sie einer Befragung unterziehen, die Ihnen inquisitorisch vorkommen mag. Er möchte genau wissen, wie und wo sein Welpe in Zukunft leben soll.
Er wird Sie einladen, die Welpen vor Ort anzusehen. Selbstverständlich können sie bei der Gelegenheit auch die Mutter der Welpen kennen lernen. Der Deckrüde wird in den seltensten Fällen vor Ort sein. Wenn ein Züchter schon länger eine Rasse züchtet, sollten ältere Hündinnen vorhanden sein.

Bis hierhin können Sie alles mit ein paar Klicks und über das Telefon klären.

Sollte Ihnen irgendetwas seltsam vorkommen, sollten Ihre Fragen ausweichend oder unzureichend beantwortet worden sein, nehmen Sie Abstand. Machen Sie sich nicht auf den Weg, um die Dinge vor Ort in Augenschein zu nehmen! Denn: Sollten sich Ihre Befürchtungen bestätigen und Sie es tatsächlich mit einem unseriösen Vermehrer zu tun haben, ist die Gefahr groß, dass Sie sich aus Mitleid für einen der Welpen entscheiden.

Und damit befördern Sie das Treiben der Vermehrer. Sie machen Platz für den nächsten! Der einzige Weg, etwas gegen sie zu unternehmen, ist, sie auf Ihrer "Ware" sitzen zu lassen. Das klingt herzlos, ist aber ohne Alternative.

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