Home Kontakt Sitemap Impressum
 
 
 
Sie sind hier: Home > Pflegestellentagebuch William
           
 
 Regionale Ansprechpartner
 Postanschrift:
 Laborbeaglehilfe e.V.
 z. Hd. Gisela Wertich
 Keilerweg 1
 D - 35428 Langgöns
 

Die Vorgeschichte:

William wurde vor 10 Wochen im Labor geboren. Er war einer von sehr vielen Welpen und er war von Anfang an nicht gesund. Mit seinen Knochen stimmt etwas nicht. Die Diagnose lautete "Beeinträchtigungen im Bewegungsapparat". Das Labor stellte uns ein Video von William zur Verfügung. William läuft nicht auf den Pfoten, sondern auf den Unterschenkeln, sein Rücken hängt durch. Über die Ursache seiner Erkrankung wissen wir nichts.
Wir haben entschieden, William außerhalb des Labors eine Chance zu geben und ihn in einer teaminternen Pflegestelle untergebracht. Dort wird nun abgeklärt, was ihm fehlt.
Ob und wann er vermittelt werden kann, ist zur Zeit unklar. Dennoch werden wir hier ein Tagebuch für ihn schreiben. Drücken Sie dem kleinen Mann die Daumen!

UPDATE: Williams Prognose ist sehr gut. Er bekommt ein paar Vitamine, weitere Behandlungen sind zur Zeit nicht erforderlich.

UPDATE:  William bleibt für immer in der Pflegestelle.

Tagebuch


11.03.2008 Dienstag, letzter Eintrag



Heute ist ein ganz besonderer Tag für mich, denn ab heute ist es offiziell – Ich werde in meiner Pflegefamilie bleiben. Juchhu kann ich da nur sagen. Hab ja auch alles dafür getan und nun ist es so. Das Frauchen war ganz einfach um den Finger zu wickeln, aber für mein neues Herrchen musste ich tief in die Trickkiste greifen. Aber es hat funktioniert und das war die Mühe wert. Meine vierbeinigen Mitbewohner freuen sich hoffentlich genauso wie ich und ich bin sicher das wir alle zusammen noch viel Spaß haben werden.


09.03.2008 Sonntag



So, heute ist Sonntag und herrliches Wetter, somit beschlossen meine Zweibeiner mit uns ins Grüne zu fahren. Schnell ein paar Freunde angerufen und dann wurden wir nach dem Frühstück auch schon eingepackt. Nach kurzer Autofahrt waren wir da. Unsere riesige Spazierwiese – einfach toll. Aber was kommt denn da angerannt. Das muss Susi sein. Mein Frauchen hat mir im Auto erzählt, dass ich sie heute kennen lernen werde. Na die ist ja toll, kann ich verstehen, das auch Douglas sie gern mag. Susi hatte auch gefallen an mir und so konnte die Toberei beginnen. Heute hatten wir ganz leichte, lange Leinen an unseren Geschirren und so konnten wir nach Herzenslust rennen und springen. Das macht riesen Spaß und wir nutzen dieses Angebot ausgiebig. Selbst der sonst so ruhige Douglas rennt und tobt mit uns um die Wette. Das könnte ich jeden Tag machen. Ich entdeckte, dass man Gras essen kann und auch Erde kann man probieren. Außerdem lässt es sich auf einem Acker super rennen und dann habe ich einen riesen Wassernapf entdeckt und hab natürlich auch mal probiert. Die Susi hat es mir vorgemacht und ich natürlich hinterher. Sie ist zwar kein Beagle, aber eine tolle Hundedame mit viel Energie. Wir waren circa 1 ½ Stunden unterwegs und mein Frauchen hat mich immer mal wieder kurz getragen, weil es doch gut anstrengend war. Ich hoffe das machen wir bald wieder. Außerdem freu ich mich auch schon wieder wenn Susi dabei ist. Ein toller Tag, aber jetzt muss ich schlafen, bin wirklich kaputt.


08.03.2008 Samstag

Der Tag begann für mich wie üblich. Aufstehen, Gassi gehen und Essen fassen. Aber heute beim Gassi gehen da war was anders. Es hat geschneit. Mein erster Schnee und ich war ganz schön irritiert, als mir die erste Flocke auf die Nase fiel. Aber dem Douglas schien der Schnee gar nichts auszumachen und so entschied ich mich, auch gelassen zu bleiben. Warm eingepackt waren wir beide ja. Nun oben nach dem Frühstück lag Herrchen auf einmal auch wieder im Bett. Also irgendwie ist heute doch alles anders als sonst. Naja solang es sich nicht verschlechtert ist es ja nur gut. Nach dem wir alle ausgiebig Augenpflege betrieben hatten, gab es für meine Zweibeiner Frühstück. Man haben die lecker Sachen auf dem Tisch und gut das sie nicht geizig sind. Nachdem sie fertig waren, bekamen wir alle auch ein wenig vom guten Schinken. Lecker davon hätte ich noch wesentlich mehr vertragen können. Dann legte ich mich mit Douglas noch ein wenig schlafen und meine Zweibeiner verließen die Wohnung. Wo die wohl hingehen? Nach einer Weile kamen sie wieder und siehe da, sie waren in unserem Paradies und haben für uns eingekauft. Wie nett, aber ich wäre gern mit gefahren. Naja will mich ja nicht beschweren. Ab heute bin ich kein Baby mehr, denn sie haben mir ein neues Geschirr mitgebracht mit einer richtigen Leine. Die andere war ja ein besseres Geschenkband. Natürlich behalten wir erstmal die Farbe Royalblau bei, bin doch „ Ritter fürchte nix“!

Nun nachdem wir wieder zurück waren vom Gassi gehen, hieß es plötzlich „ Wasser marsch“. Zuerst wurde der Douglas in die Badewanne gesetzt und kam pudelnass wieder raus und auch mich sollte dieses Schicksal ereilen. Ich kann euch sagen, es gibt Sachen die machen mehr Spaß, aber ein gutes hat es. Jetzt rieche ich auch wie Douglas. Toll gleicher Mantel, gleicher Duft wir werden uns immer ähnlicher. Zur Belohnung gab’s hinterher für uns beide eine Knabberei die ich auch dankbar annahm. Hab ich mir ja auch verdient gehabt.


07.03.2008 Freitag

Heute ist etwas sehr erfreuliches passiert. Der Douglas ist ein wenig aufgetaut. Mein Kumpel schäumte ja nicht gerade über vor Begeisterung über meine Anwesenheit und ich hatte schon Sorge, dass ich mir ein neues Plätzchen suchen muss. Mein Frauchen war auch schon ganz geknickt und das hat wohl dann auch Douglas sein Herz erweicht. Schon beim Spazieren liefen wir neben einander und auch sonst beteiligte er sich mehr an unserem Leben. Das hat mich wirklich sehr gefreut und so sieht es jetzt wieder gut aus für mich. Ich war so glücklich über diese Wende, das ich meinem Freund auch nicht mehr in die Ohren gebissen habe. Nein heute Nacht habe ich mich im Bett an ihn gekuschelt und wir sind zusammen eingeschlafen!!


06.03.2008 Donnerstag

Also heute war ja auch wieder ein aufregender Tag. Nachdem er wie üblich mit Gassi gehen, fressen und wieder schlafen angefangen hatte, gab es die Wende am frühen Nachmittag. Ich und Douglas wurden stadtfein gemacht und ins Auto verladen. Wo fahren wir nur hin? Hoffentlich nicht wieder zu dem Mann in Blau, der war eindeutig zu neugierig. Nun, und wieder ewig im Auto zu sein, darauf hab ich auch keine Lust. Aber nein wir stoppten sehr schnell wieder und da war es das Paradies. Überall Hunde und Katzenfutter, Spielzeug und unwichtige Sachen wie Leinen und leere Näpfe. Ach ist das toll hier!!! Douglas war auch super begeistert und markierte den Laden gleich mal als unseren – sehr schlau von ihm. Frauchen packte auch ein paar Spielsachen für mich zusammen und dann ging zu den Mäntelchen. Das ist ja wirklich nett, dass ich auch so ein Ding bekommen soll, denn früh frier ich wirklich fürchterlich.

Oh und was für ein Glück es gibt das Mäntelchen vom Douglas auch für mich Winzling. Toll jetzt sieht jeder, dass wir zusammen gehören. Hoffentlich freut sich Douglas auch so darüber wie ich mich. Er ist eher zurückhaltend und geht lieber, wenn ich komme. Ich schiebe es immer auf sein schon vorangeschrittenes Alter, hoffentlich zieht er sich nicht noch mehr zurück. Auf der Straße fragen die Leute immer, ob der Douglas meine Mutter ist, vielleicht ist er ja darüber sauer. Der Douglas und ein Mädchen - sieht doch jeder, das das ein ganz toller Rüde ist. Nun und wer schwach auf den Augen ist, sollte mal an ihm schnuppern!! Ich sag nur eindeutig Rüde.
Am Abend habe ich dann mein Mäntelchen ausgeführt und es ist wirklich toll warm. Auch meinen Babykong und meinen neuen Welpen-Snackball habe ich noch ausprobiert. Irgendwann bin ich dann auf der Couch umgefallen und eingeschlafen. War ja auch ein aufregender Tag für mich kleinen Racker.


05.03.2008 Mittwoch

So, nachdem ich ja nun gestern meinen ersten Tierarztbesuch überstanden habe, bin ich ja mal gespannt, was der heutige Tag so bringt. Angefangen hat er weniger erfreulich, da es sehr kalt war beim Gassi gehen. Also beeilte ich mich mit meinen Geschäften, damit ich nicht den ganzen Weg laufen muss. Mein Frauchen hat dann auch Erbarmen nach dem halben Weg und ich darf mich in ihre Jacke kuscheln. Mein Kumpel, der hat ja so ein scharfes Mäntelchen, mal sehen vielleicht bekomm ich ja auch so ein Jäckchen. Es wird Zeit das diese elendige Kälte vorbei ist. Nach dem wir oben waren, trieb ich mein Frauchen an, das Frühstück für mich und all meine Kumpels zu machen. Früh ist sie noch nicht die schnellste, obwohl sie doch wissen muss, dass wir alle völlig ausgehungert sind. Als wir uns dann alle die Bäuche vollgeschlagen hatten, kuschelten wir uns noch mal ins Bett. Dort ist es immer ganz schön voll, gut das das Herrchen da seinen Platz für uns frei macht. Den Tag verbrachte ich größtenteils mit toben, fressen und schlafen. Ich habe entdeckt das bei meinen Hasenfreunden leckere Sachen im Haus liegen die ich mir dann versuche zu organisieren. Gut, dass die nicht Laut geben können, so kann ich ihn ganz unbemerkt das ein oder andere Essbare stibitzen. Am Nachmittag habe ich die Aufräumarbeiten von meinem Frauchen sabotiert. Sie räumt meine Spielsachen und Kauelemente immer so fein in ein Körbchen und ich räum sie dann alle wieder raus. Wirklich ein tolles Spiel, nur könnte mein Frauchen ein bisschen mehr Begeisterung zeigen. Aber egal, Hauptsache, ich habe Spaß.


04.03.2008 Dienstag

Juchhu ich bin gesund! Aber nun mal von vorn und nicht gleich mit der Tür ins Haus: Den Tag verbrachte ich wie üblich mit Gassi gehen, fressen, schlafen und natürlich spielen. Ich bin sehr bedacht auf die Fitness von meinem Frauchen und schaue, dass sie nie länger als fünf Minuten auf der Couch sitzen kann. Bewegung ist ja bekanntlich gesund und gut für die Figur. Außerdem hab ich auch die Freundschaft zu meinen Hasenkumpels gepflegt und ihnen den einen oder anderen Besuch abgestattet. Tja, und am Nachmittag war es dann so weit. Ich fuhr das erste Mal zum Tierarzt. Mir ging es zwar schon viel besser und ich konnte auch ganz normal laufen, aber sicher ist sicher. In der Praxis angekommen, ließ ich erstmal meinen Charme spielen und wickelte alle incl. Arzt um den Finger: Dann ging es zur Untersuchung. Der Herr in Blau nahm es da ganz genau und schaute mir in fast alle Körperöffnungen. Gott sei Dank nur in fast alle. Also Ohren, Zähne alles prima und auch meine Körpertemperatur ist normal. Aber eigentlich waren wir ja wegen meinen Beinchen und meinem Rücken da. Ich war ja schon als Filmstar aktiv und so kannte auch der Doktor mein Filmdebüt. Er war überrascht, da er weder am Rücken noch an den Beinchen etwas Ungewöhnliches feststellen konnte. Gut, sie sind noch nicht ganz gerade, aber das verwächst sich noch, aber ansonsten alles okay. Ich wurde entlassen mit den Worten „ dem Kleinen fehlt nichts und er wird ein ganz gesunder Beagle werden". Ich bekam noch Vitamine mit und dann ging es ab nach Hause. Alle waren erleichtert und froh, dass das so ein gutes Ende genommen hat. Besonders mein Frauchen war sehr glücklich und zufrieden. Zu Hause gab es dann erstmal was zu essen und dann spielte ich noch ein wenig. Außerdem hieß es Herrchen bezirzen, damit ich bleiben kann. Bei meinem Frauchen war das in den ersten fünf Minuten schon klar, aber das Herrchen ist ne härtere Nuss. Aber das wird schon, immerhin hat er im Auto gesagt „ unser William“ und ich dachte mir, na also! So jetzt genug von mir, ich muß jetzt schlafen, bin ja noch ganz klein!


03.03.2008 Montag



So, heute werden ich mal die Nerven von meinem Pflegefrauchen auf die Probe stellen. Bin mal gespannt, wann sie kapituliert. Aber zu erst mal wieder nach draußen Geschäfte erledigen und dann schnell hoch und Essen fassen. Früh hab ich immer einen Bärenhunger! Ich bekomme zur Zeit Hühnchen, Kartoffeln und Hüttenkäse, da ich ein wenig Durchfall habe. Aber mir schmeckt das sehr gut und am liebsten hätte ich Nachschlag. Nach dem Essen hab ich mich mit Kumpel Douglas zu meiner Köchin auf die Couch gekuschelt. Erst mal noch ein wenig Couchhorchdienst, damit ich dann gut erholt so richtig aufdrehen kann. Als ich aufwachte hatte mein Frauchen schon eine Überraschung für mich gebastelt, welche ich auch sofort ausprobierte. Mann, da hatte ich Spaß, meine Kräcker aus der Rolle zu schütteln. Mal sehen was sie sich noch alles ausdenkt. Als ich die Rolle erledigt hatte, schaute ich mal bei den beiden Langohren vorbei und setzte mich zu ihnen. Die sind schon recht gastfreundlich und ich durfte sogar mal ihr grünes Futter kosten. Mein Fall ist das ja nicht, aber den beiden scheint es zu schmecken. Den Katzen stattete ich nach und nach auch einen Besuch ab, aber die sind eher zurückhaltend was mich betrifft und irgendwie scheint da auch der Welpenbonus nicht zu wirken. Naja, vielleicht wird es ja noch. Mein neuer Freund, der Douglas, der mag mich langsam und lässt mich auch in seiner Koje mit schlafen. Da kuschel ich mich dann ganz dicht an ihn, das ist dann immer sehr schön warm. Aber die Lärmbelästigung ist enorm, da der Douglas nachts ganze Wälder absägt. Da muß ich noch mal mit ihm reden. Heute Abend war mein Frauchen nicht zu Hause und so machten wir Herrenrunde mit zugelassener weiblicher Beteiligung. Mein Herrchen kümmerte sich vorzüglich um mich, wurde ja vorher ausführlich eingewiesen, und ich glaube, meine Frauchen hat auch den ein oder anderen Kontrollanruf gestartet. Naja, mal sehen, wann sie nach Hause kommt, ein wenig fehlt sie mir ja schon. Also jetzt werde ich mal meinen Schönheitsschlaf genießen. Bis morgen!


02.03.2008 Sonntag

Heute morgen wurde ich gegen 7 Uhr von alleine wach und auch mein Kumpel Douglas hatte fürs erste ausgeschlafen. Also Zweibeiner wecken und den Tag begrüßen. Nachdem alle wach waren, wurden wir zwei Hunde angezogen und es ging vor die Tür. Das Wetter war immer noch sehr bescheiden und ich musste aufpassen, dass ich bei dem Sturm nicht abhebe und zum Drachen mutiere. Das Gassi gehen klappt schon gut, und ich erledige auch ganz brav meine Geschäfte draußen. Das freut meine Pflegeeltern immer sehr, und sie loben mich dann ganz tüchtig. Douglas kontrolliert zur Sicherheit meine Pfützchen und Haufen noch mal und läuft mir dann zufrieden hinterher. Nach dem Spazierengehen bekam ich dann auch gleich lecker Frühstück. Ab und an muß ich mal schauen, ob bei Douglas im Napf auch alles passt um dann zufrieden in meinem weiter zu fressen. Da es noch recht früh war, legten wir uns alle zufrieden noch mal hin. Nach einer guten Mütze Schlaf konnte dann der Tag erst richtig beginnen. Ich schaute als erstes Mal bei meinen langohrigen Freunden in ihrem zu Hause vorbei. Sie scheinen mich auch ganz interessant zu finden, aber Gastfreundschaft sieht anders auch. Nachdem ich dort alles für in Ordnung befand, widmete ich mich den 4 langschwänzigen Kumpels. Die sind eher weniger beigeistert von mir uns laufen immer ganz schnell weg. Naja vielleicht wird das ja noch. Auch Douglas konnte ich noch nicht so richtig von mir überzeugen, aber ich werde meinen Charme schon noch spielen lassen und dann kann mir keiner widerstehen. Der Tag verlief ruhig, aber wir mussten uns ja auch von den letzten beiden Tagen ein wenig erholen. Meine Geschäfte erledigte ich bis auf ein kleines Malheur alle draußen und ansonsten schlief, spielte oder fraß ich. Am Abend ging ich dann in mein Körbchen und schlief zufrieden ein und träumte schon vom nächsten Tag. Wer weiß was da für Überraschungen auf mich warten.


01.03.2008 Samstag



Nachdem ich ja so friedlich eingeschlafen war, war die Nacht dann doch ganz schnell wieder zu Ende und wir sollten schon wieder verreisen. Wieder ging es in die fahrbare Box. Meine verbliebenen Kumpels wurden in extra Boxen gepackt. Nur ich und der später zugestiegene Mitfahrer namens Douglas durften vorn bei meinem neuen Pflegefrauchen Platz nehmen. Wieder stoppten wir ab und an und einer nach dem anderen verschwand. Zum Schluß waren nur noch ich und Douglas übrig. Wir fuhren jetzt noch eine ganze Weile durch die Gegend und ich vertrieb mir die Zeit mit schlafen, am Frauchen schlecken und spielen. Irgendwann waren wir am Ziel und ich kam wieder dort hin, wo ich gestern schon war. Okay, da war es gut, also es hätte mich schlechter treffen können. Zum Spielen hatte ich ja auch genügend Kumpels hier, also keine schlechten Voraussetzungen, zum glücklich sein. In der Wohnung angekommen, gab es auch gleich was für den leeren Magen und dann hieß es für mich erstmal toben, toben und noch mal toben. Irgendwie wollen meine kleinen Beinchen nicht ganz wie ich will, aber egal dann lauf ich halt auf den Ellenbogen und das geht genauso gut. Am Nachmittag wurde mir dann mein neues Geschirr in Royalblau angelegt. Man beachte „Royal“ blau, die wissen dass ich von königlichem Blut bin. Sehr schlau, meine Pflegeeltern. Douglas wurde auch angezogen und es ging raus. Das war mal aufregend. Während ich wie in einer Sänfte die Treppe herunter getragen wurde, musste mein Kumpel laufen. Draußen war es dann sehr laut und windig, was mir nicht wirklich gefiel. Aber was sein muss, muss sein und so liefen wir im Schutz der Stadtmauer ein wenig. Mein Kumpel ist ja viel größer wie ich, aber Angst hat der ja vor allem und jedem. Der macht sich ja bei jedem Geräusch fast ins Fell. Ich glaub, der kann auch von mir noch was lernen. Ich bin munter ein wenig rumgelaufen, habe Blätter erlegt und zur Freude meiner Leinenträger auch meine Geschäfte erledigt. Ich brauchte Gott sei Dank nicht den ganzen Weg laufen und mein Frauchen nahm mich irgendwann auf den Arm und ich fand Schutz in ihrer Jacke. Douglas war noch munter und durfte noch ein wenig laufen. Oben wieder angekommen, fiel ich erstmal in einen komaartigen Schlaf. Der weitere Tag verlief ohne große Aufregung und so gingen wir irgendwann zu Bett. Da meine Hundemami nicht mehr da war, kuschelte ich mich an meine Pflegemama und ließ mir noch ein wenig meinen Bauch kraulen. Dann schlief ich ein.



29.02.2008 Freitag
Heute war mein großer Tag. Ich ging mit fünf weiteren Kumpels auf die Reise.Zuhause angekommen, entdeckten meine Kumpels (Übernachtungsgäste für eine Nacht) und ich das neue Reich und entleerten uns auch erstmal kräftig. Dann gab es endlich was zu Essen, welches wir in Null Komma Nichts verspachtelten. Nach dem unsere Bäuche nun gefüllt waren, beschlossen wir weiter zu toben und zu spielen. In den neuen vier Wänden gab es ja auch etliches zum spielen. Da waren so komische Hunde mit ganz langen Ohren und Stummelschwänzchen. Die waren lustig, wenn man auf sie zu lief, fingen sie an zu klopfen und dann suchten sie das Weite. Unserem neuen Dosenöffner gefiel dieses Spiel leider nicht und sie versteckten die merkwürdigen Hunde, die sie Hasen nannten, vor uns. Dann entdeckten wir noch komischere Hunde, die hatten ganz kleine Ohren aber dafür ganz lange Schwänze. Auch diese nahmen reiß aus sobald man auf sie zu lief. Außerdem sprangen die immer ganz hoch auf Schränke und Tische, so dass wir nicht mehr dran kamen. Aber es machte Riesenspaß diese, sie wurden Katzen genannt, durch die Wohnung zu jagen. Nur unsere neuen zweibeinigen Freunde, fanden das weniger lustig! Ständig hörten wir nein, aus, lasst das usw. Naja vielleicht rufen sie ja einfach nur gern.
Irgendwann wurden wir nun auch endlich ein wenig müde und machten es uns auf dem großen vorbereiteten Lager gemütlich. Dort befanden sich auch etliche Kauelemente die wir uns nach und nach vornahmen. Gut, dass auch eine Hundedame mit war, die sich meiner annahm und an die ich mich ein wenig kuscheln konnte. Irgendwann schlief ich dann ein. So war mein erster Tag in Freiheit – ganz schön aufregend was.

 

   
                                                                                 © 2007 Laborbeaglehilfe e.V.