Kastration - Pro und Contra
Vorab: Unsere Hunde sind in der Regel nicht kastriert, wenn sie das Labor verlassen. Im Gegensatz zu vielen anderen Tierschutzorga-nisationen überlassen wir die Entscheidung über eine Kastration den Haltern und möchten an dieser Stelle für einen verant-wortungsvollen Umgang mit einem oft sehr emotional diskutierten Thema werben.Wie auch immer Ihre Entscheidung am Ende aussehen mag - Sie sollten das Für und Wider sorgfältig gegeneianander abwägen und mit einem Tierarzt Ihres Vertrauens besprechen, bevor Sie sich für einen Engriff entscheiden.
Im Folgenden werden wir die Vor- und Nachteile einer Kastration auflisten - die Entscheidung müssen Sie selbst treffen.
Kastration beim Rüden
bedeutet das Entfernen der Hoden und das Durchtrennen des Samenstranges.
Gründe für eine Kastration:
- der Rüde ist nicht mehr zeugungsfähig
- unerwünschte, geschlechtsgebundene Verhaltensweisen werden unterbunden
- Veränderungen der Hoden und der Prostata
- (z.B. Vergrößerung, Entzündungen oder Zysten)
- Die Hoden sind nicht abgestiegen und müssen entfernt werden, da das Risiko, dass daraus Tumore entstehen, sehr groß ist
Gründe gegen eine Kastration:
- Gewichtszunahme (47%)*
- vermehrter Hunger (46%)
- Babyfell bei langhaarigen Rassen (32%)
- Harnträufeln (9%)
- Verhaltensänderungen
- bei einer Kastration vor dem Erreichen der Geschlechtsreife sind Auswirkungen auf das Skelettwachstum möglich
- bei einer Frühkastration werden viele Rüden von Artgenossen als geschlechtsneutral eingestuft und bestiegen. Dieses Verhalten wird von den kastrierten Hunden aber oft nicht toleriert, und kann aggressives Abwehrverhalten zur Folge haben
- Narkose-Risiko
Die Gewichtszunahme entsteht meistens durch vermehrten Hunger, aber auch bei reduzierter Nahrungszufuhr kann es vorkommen, dass der Hund durch einen direkten Einfluss der veränderten hormonellen Situation auf das Stoffwechselgeschehen zunimmt.
Kastration bei der Hündin
bedeutet das operative Entfernen beider Eierstöcke, wobei die Gebärmutter teilweise oder vollständig mit entfernt wird
Gründe für eine Kastration:
- keine Läufigkeit mehr, also auch kein Bluten
- es kann keine Scheinschwangerschaft mehr auftreten
- kein unerwünschter Nachwuchs
- wenn die Kastration vor der ersten Läufigkeit durchgeführt wird, entstehen weniger Mammatumor-Erkrankungen (Gesäugekrebs)
Gründe gegen eine Kastration:
- Harninkontinenz bei 28% der Hündinnen über 20kg
- Gewichtszunahme (44%)*
- Babyfell bei langhaarigen Rassen (49%)
- vermehrter Hunger (40%)
- Verhaltensänderungen
- Narkose-Risiko
Die Gewichtszunahme entsteht meistens durch vermehrten Hunger, aber auch bei reduzierter Nahrungszufuhr kann es vorkommen, dass der Hund durch einen direkten Einfluss der veränderten hormonellen Situation auf das Stoffwechselgeschehen zunimmt.
Was Sie von einer Kastration nicht erwarten dürfen:
Es gibt Hundehalter, die glauben, ihre Erziehungsdefizite mit den Skalpell ausgleichen zu können. Das ist ein Trugschluss. Ausschließlich sexuell bedingte Aggression wird durch eine Kastration in der gewünschten Weise beeinflusst. Aggressionen, die auf Angst oder Unsicherheit basieren, können nach der Kastration noch schlimmer auftreten.
Wer sich von einer Kastration einen ruhigeren oder lebhafteren Hund verspricht, kann auch Lotto spielen. Sowohl das eine als auch das andere kann passieren, es ist nicht voher-sagbar.
Als Prophylaxe gegen Mammatumoren bei der Hündin funktioniert die Kastration nur, wenn sie vor der ersten Läufigkeit durchgeführt wird, die auch "Frühkastration" genannt wird.
Frühkastration - sinnvolle Prophylaxe gegen Mammatumoren?
An dieser Stelle sind einige Zahlen aus der Bielefelder Kastrationsstudie von Dr. Gabriele Niepel (2003) interessant:
“Bei unkastrierten Hündinnen erkranken zwischen 1,98 und 2,8 (maximal 18,6) von 1000 Hündinnen, (je nach Alter und Rasse), das entspricht einen Prozentanteil von 0,2 bis maximal 1,8%.
Frühkastrierte Hündinnen haben demgegenüber ein Risiko von 0,0093% nach der ersten Läufigkeit kastrierte Hündinnen tragen ein Risiko von 0,1488%. Entartungen treten zudem in der Regel im späten Lebensabschnitt auf, mit einem Durchschnittsalter von 10-15 Jahren (STOLLA 2001). Angesichts dieser Wahrscheinlichkeit der Erkrankung muss die Frage erlaubt sein, ob der medizinischen Prophylaxegedanke gerechtfertigt ist. Diese Frage drängt sich um so mehr auf, wenn man sich die Wahrscheinlichkeiten der unerwünschter - auch gesundheitlicher - Folgen der Kastration anschaut.
Und: Wer weiß z.B. schon, dass Mammatumoren auch bei kastrierten Hündinnen hormonunabhängig auftreten können und das diese Tumore wesentlich häufiger maligne sind als hormonabhängige der nicht kastrierten Hündin? So ist es z.B. umstritten, ob nichtkastrierte Hündinnen, die an Mammatumoren erkranken, zwecks Rezidivprophylaxe kastriert werden sollen (SCHÄRER 2002)....”
Fazit
Überlegen Sie genau, was im Einzelfall dem Wohl des Hundes dient. Wenn eine medizinische Indikation vorliegt, ist eine Kastration sinnvoll. Sie kann auch sinnvoll sein, wenn bei ihnen sowohl Hündinnen als auch Rüden leben.
Wer es nicht mit seinen Hygienestandards vereinbaren kann, dass die Hündin zweimal im Jahr ein paar Tropfen Blut verliert, sollte sich für einen Rüden entscheiden.
Selbstverständlich müssen Sie auf eine läufige Hündin besonders gut aufpassen - sie gehört in dieser Zeit an die Leine! Das Züchten mit Laborhunden ist aus gutem Grund unter keinen Umständen zulässig.
Diskutieren (37 Posts)
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Aw: Kastration - Pro und Contra
Mar 22 2012 10:40:13 Hallo,
wie Ihr ja bestimmt schon mitbekommen habt, haben wir 2 Rüden (Jerry & Joe) und 1 Hündin (Fe) in unserem Rudel leben. Jerry - die kastrierte Version - mit den dazu gehörigen Gewichtsproblemen Joe war bis zu Fes Welpen nicht kastriert 1. ist er ein eher ängstlicher Hund - und das durch eine Kastration fehlende Testosteron kann bei solchen Kandidaten die Ängste verschlimmern. 2. wollen wir auf keinen Fall eine Wiederholung der Welpenaufzucht!! Diese Entscheidung hat uns gezeigt, wie er kastriert wäre und seine Ängste scheinen dadurch eher verringert zu sein. Meiner Meinung nach, sollte man nur dann über eine Kastration nachdenken, wenn medizinische Indikationen da sind, man durch das Halten eines gemischtes Rudel nicht drum herum kommt - denn wenn die "rallich" sind, dann finden die Herrschaften einen Weg!! |
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Aw: Kastration - Pro und Contra
Mar 22 2012 18:07:35 Tom schrieb:
Servus Für Leute, die diese Operation durchführen lasse weil ihnen ihr Teppich wichtig ist oder aus Bequemlichkeit weil nichts mehr geschehen kann, habe ich absolut kein Verständnis. Tom Leute, denen ihr Teppich wichtig ist, sollten sich keinen Hund halten |
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Aw: Kastration - Pro und Contra
Mar 22 2012 21:33:03 moromaxe schrieb:
Tom schrieb: Servus Für Leute, die diese Operation durchführen lasse weil ihnen ihr Teppich wichtig ist oder aus Bequemlichkeit weil nichts mehr geschehen kann, habe ich absolut kein Verständnis. Tom Leute, denen ihr Teppich wichtig ist, sollten sich keinen Hund halten Nee, das wäre für mich ein absolutes No-Go aus einem solchen Grund eine Kastration durchführen zu lassen. Sowas gehört meiner Meinung nach auch strikt verboten. Unsere TÄ würde, wenn ich ihr mit dem Argument käme, vermutlich austicken. Außerdem gibt es hier wegen meiner Hausstauballergie eh keinen Teppichboden. |
#52222 |
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Aw: Kastration - Pro und Contra
Mar 23 2012 08:46:25 kupferli schrieb:
moromaxe schrieb: Tom schrieb: Servus Für Leute, die diese Operation durchführen lasse weil ihnen ihr Teppich wichtig ist oder aus Bequemlichkeit weil nichts mehr geschehen kann, habe ich absolut kein Verständnis. Tom Leute, denen ihr Teppich wichtig ist, sollten sich keinen Hund halten Nee, das wäre für mich ein absolutes No-Go aus einem solchen Grund eine Kastration durchführen zu lassen. Sowas gehört meiner Meinung nach auch strikt verboten. Unsere TÄ würde, wenn ich ihr mit dem Argument käme, vermutlich austicken. Außerdem gibt es hier wegen meiner Hausstauballergie eh keinen Teppichboden. Servus Genau das ist es was ich meine!! Leider gibt es Ta´s die nur auf ihren Geldbeutel schauen und eben solche " teilweise unnötigen Operationen" durchführen, weil man da ne schnelle "Mark" machen kann. Tiere sind nun mal leider in den Augen von Züchtern ect.... reine Sachen mit denen sie Geld verdienen. Das fängt schon im Gesetzestext an: Tiere sind Sachen/Dinge und keine Lebewesen. Ich gebe euch mal ein Beispiel: Vor ca. 5 Jahren hatte ich auch einen Hund(Border Collie). Mein Hund war damals 13 Jahre und fing plötzlich an zu lahmen. Also ab zum TA. Diagnose Hüfte kaputt. Ich muß leider sagen, damals kannte ich mich noch nicht so aus und vertraute dem TA. Erstens Hüfte kaputt, kommt nicht plötzlich, es ist ein schleichender Prozess! Mir wurde geraten zu einer sofortigen OP, die mit allen drum und dran ca. 2000€ kosten hätte sollen. Da stehst du nun als Leihe und denkst gut damit er wieder laufen kann machst du es. Gut das ich damals meine jetzige TA kennen lernte. Sie nahm sich Jack an und stellte fest das auf einer Seite die obere Kralle am Bein ins Fleisch drückt und er dadurch Schmerzen an der Sehne hat. Darum auch das Nachziehen des Beins. Sie entfernte ein Stück dieser Kralle und siehe da Jack sprang noch ein Jahr rum bevor er über die Regenbogenbrücke mußte. Alleine die Aussage einen 13 Jahre alten Hund an der Hüfte zu operieren ist schon schwachsinnig, der Heilungsprozess dauert da schon über 1 Jahr. Die Behandlung hat mich dann 50€ gekostet. Da ich nun auch viele Hundehalter kenne spricht man ja auch viel miteinander, ihr könnt euch nicht vorstellen was für TA Geschichten man da hört. Versteht mich bitte nicht verkehrt, ich meine nicht das alle TA Geldgierig sind, aber es gibt auch schwarze Schafe unter ihnen. Die meisten TA machen einen super Job um den ich sie nicht beneide, aber es gibt eben auch andere. Da ich ein Vorsichtiger Mensch bin hole ich mir immer eine zweite Meinung ein. Grüsse Tom |
#52239 |
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Aw: Kastration - Pro und Contra
Mar 23 2012 10:00:45 Ja Tom, genau so sehen wir das auch! Und ich bin immer wieder sehr sehr dankbar, dass es dieses Forum gibt. Dass es hier Menschen gibt, die ihre unterschiedlichsten Erfahrungen einbringen. Man sich austauschen kann und immer jemand findet, der einen mit Rat und Tat zur Seite steht.
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#52247 |
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Aw: Kastration - Pro und Contra
Mar 23 2012 10:14:34 Kastration ist ein schwieriges Thema.
Ich habe nun zwei Hundemädels hier und werde keine kastrieren lasse, sofern sich nicht inrgendwann zwingend eine Indikation ergeben sollte. Miss Watson hatte mit ihrer ersten Läufigkeit so extreme Probleme, (wie viele von Euch sicherlich noch wissen) dass ich einige Zeit ernsthaft überlegt hatte, sie kastrieren zu lassen. Ich hatte einen Tierarzt ausgesucht, der ein absoluter Kastrationsfan ist. (Ist für den Tierarzt eine wirtschaftliche Komponente) Ist ja suuper, die Hündin komplett zu kastrieren und die Gebärmutter zu entfernen und wenn sie dann später als "natürliche" Folge der Kastration inkontinent wird, gibt man ihr eben einen Saft (???) und alles ist gut. Schliesslich ist so eine Läufigkeit Stress für das arme Tier und nur das Entfernen der Gebärmutter die meist tödlich verlaufende Gebärmutterentzündung verhindern kann. Mein nächster Weg war: einen neuen Tierarzt zu nehmen. Mit diesem habe ich lange das für und wieder der Kastration besprochen und er hat sich ausreichend Zeit für dieses Gespräch genommen, so dass ich beschlossen hatte, die nächste Läufigkeit bei Miss Watson abzuwarten, mich dann zu entscheiden, was wird. Mir fällt immer wieder auf, dass eine Scheinschwangerschaft als Begründung für eine Kastration herhalten muss. JEDEM Tierarzt muss klar sein, dass eine Scheinschwangerschaft für eine Hündin eine natürliche Folge der Läufigekit ist. In einer Hundemeute wird grundsätzlich nur die Alpha - Hündin trächtig und bringt Junge zur Welt. Für den Fall, dass sie Alpha - Hündin jedoch durch Tod oder anderes nicht mehr in der Lage ist, die Welpen zu versorgen, muss sofort eine andere Hündin einspringen können. Aus diesem Grund sind alle Hündinnen zur gleichen Zeit läufig und sodann grundsätzlich auch scheinschwanger. Richtig ist, zu beachten, welche Ausmasse die Schweinschangerschaft annimmt, um dann individuell zu entscheiden. Mein Tierarzt riet mir, darauf zu achten, ob Miss Watson anfängt ein Nest zu bauen. Dann sollte ich die "Baumaterialien" entfernen, damit sie sich nicht hineinsteigert. Auch Milchfluss ist bei der Scheinschwangerschaft nicht aussergewöhnlich. OK, gesagt, getan. Als Miss Watson dann jedoch nach Ablauf einiger Zeit nicht aus der Scheinschwangerschaft herauskam, verschrieb der TA Globuli mit leichten Hormonen. Kurze Zeit später war dann alles in Ordnung. Bei der zweiten Läufigkeit jetzt im Winter gab es wieder enorme Probleme und ich war überzeugt, sie kastrieren zu lassen. Frisch umgezogen und eine neue TÄ ergaben dann, dass der Beginn der Läufigkeit mit einem Allergieschub zusammenfiel. Mit Shampoo hatten wird schnell die Hautprobleme und damit auch das heftige Lecken am Bauch und Analbereich so weit im Griff und Schwupps! kam und ging die Läufigkeit wie ein Uhrwerk. Meiner Meinung nach werden die Tiere viel zu schnell und ohne Beachtung der Operationsrisiken bzw. Abwägung der Risiken kastriert. Für die Zeit der Stehtage passe ich auf mein Mädel auf wie ein Luchs. Sogar kastrierte Rüden haben eine Bannmeile einzuhalten. Ich habe nur die Bitte, sich vor der Operation wirklich mit der Sache auseinanderzusetzen und nicht einfach blind dem Tierarzt zu folgen. Dieser ist schliesslich auch Unternehmer. Und wenn schon Krankenhäuser Menschen völlig sinnlos aus wirtschaftlichen Gründen operieren, wass denn noch bei den Tieren, für die wir ja alles richtig machen wollen und somit oft unseren Verstand im Wartebreich abgeben. |
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Aw: Kastration - Pro und Contra
Mar 23 2012 16:59:31 *Anja* schrieb:
Kastration ist ein schwieriges Thema. Ich habe nun zwei Hundemädels hier und werde keine kastrieren lasse, sofern sich nicht inrgendwann zwingend eine Indikation ergeben sollte. Miss Watson hatte mit ihrer ersten Läufigkeit so extreme Probleme, (wie viele von Euch sicherlich noch wissen) dass ich einige Zeit ernsthaft überlegt hatte, sie kastrieren zu lassen. Ich hatte einen Tierarzt ausgesucht, der ein absoluter Kastrationsfan ist. (Ist für den Tierarzt eine wirtschaftliche Komponente) Ist ja suuper, die Hündin komplett zu kastrieren und die Gebärmutter zu entfernen und wenn sie dann später als "natürliche" Folge der Kastration inkontinent wird, gibt man ihr eben einen Saft (???) und alles ist gut. Schliesslich ist so eine Läufigkeit Stress für das arme Tier und nur das Entfernen der Gebärmutter die meist tödlich verlaufende Gebärmutterentzündung verhindern kann. Mein nächster Weg war: einen neuen Tierarzt zu nehmen. Mit diesem habe ich lange das für und wieder der Kastration besprochen und er hat sich ausreichend Zeit für dieses Gespräch genommen, so dass ich beschlossen hatte, die nächste Läufigkeit bei Miss Watson abzuwarten, mich dann zu entscheiden, was wird. Mir fällt immer wieder auf, dass eine Scheinschwangerschaft als Begründung für eine Kastration herhalten muss. JEDEM Tierarzt muss klar sein, dass eine Scheinschwangerschaft für eine Hündin eine natürliche Folge der Läufigekit ist. In einer Hundemeute wird grundsätzlich nur die Alpha - Hündin trächtig und bringt Junge zur Welt. Für den Fall, dass sie Alpha - Hündin jedoch durch Tod oder anderes nicht mehr in der Lage ist, die Welpen zu versorgen, muss sofort eine andere Hündin einspringen können. Aus diesem Grund sind alle Hündinnen zur gleichen Zeit läufig und sodann grundsätzlich auch scheinschwanger. Richtig ist, zu beachten, welche Ausmasse die Schweinschangerschaft annimmt, um dann individuell zu entscheiden. Mein Tierarzt riet mir, darauf zu achten, ob Miss Watson anfängt ein Nest zu bauen. Dann sollte ich die "Baumaterialien" entfernen, damit sie sich nicht hineinsteigert. Auch Milchfluss ist bei der Scheinschwangerschaft nicht aussergewöhnlich. OK, gesagt, getan. Als Miss Watson dann jedoch nach Ablauf einiger Zeit nicht aus der Scheinschwangerschaft herauskam, verschrieb der TA Globuli mit leichten Hormonen. Kurze Zeit später war dann alles in Ordnung. Bei der zweiten Läufigkeit jetzt im Winter gab es wieder enorme Probleme und ich war überzeugt, sie kastrieren zu lassen. Frisch umgezogen und eine neue TÄ ergaben dann, dass der Beginn der Läufigkeit mit einem Allergieschub zusammenfiel. Mit Shampoo hatten wird schnell die Hautprobleme und damit auch das heftige Lecken am Bauch und Analbereich so weit im Griff und Schwupps! kam und ging die Läufigkeit wie ein Uhrwerk. Meiner Meinung nach werden die Tiere viel zu schnell und ohne Beachtung der Operationsrisiken bzw. Abwägung der Risiken kastriert. Für die Zeit der Stehtage passe ich auf mein Mädel auf wie ein Luchs. Sogar kastrierte Rüden haben eine Bannmeile einzuhalten. Ich habe nur die Bitte, sich vor der Operation wirklich mit der Sache auseinanderzusetzen und nicht einfach blind dem Tierarzt zu folgen. Dieser ist schliesslich auch Unternehmer. Und wenn schon Krankenhäuser Menschen völlig sinnlos aus wirtschaftlichen Gründen operieren, wass denn noch bei den Tieren, für die wir ja alles richtig machen wollen und somit oft unseren Verstand im Wartebreich abgeben. Servus Ohne Worte, genau auf den Punkt!!!!! |
#52270 |
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Aw: Kastration - Pro und Contra
Mar 24 2012 08:36:18 Pro und contra Kastration
Da wir keinen Teppichboden haben und wir unseren Teppich während Pias Läufigkeit einfach zusammengerollt haben, war dies für mich kein Grund Pia kastrieren zu lassen! Aus hygienischen Gründen Hündinnen kastrieren zu lassen, finde ich schlimm! Zudem ein Hund ja auch mal Durchfall oder Erbrechen haben kann…oder in die Wohnung pinkelt. Grundsätzlich habe ich mich mit der Kastrationsentscheidung sehr schwer getan Erstens, weil ich Pia eine „Total OP“ zugemutet habe, die ja mit viel Schmerzen verbunden ist. Und zweitens, weil ich nicht gerne in die Natur eingreifen wollte… Aber die Pros haben einfach überwogen… •Im Vermittlungsvertrag habe ich unterschrieben, dass Pia nicht gedeckt werden darf. Warum soll Pia also ständig in der Läufigkeit das Gefühl haben müssen, sich weiter vermehren zu müssen/wollen? Alle halbe Jahre im unerfüllten Liebesgefühl zu sein, finde ich nicht schön… •Spike wurde von Pia so dermaßen bedrängt, dass er mir schon leid tat. Zudem ist es für Spikes operierte Bandscheiben nicht gut, wenn er sie dann aus Gefälligkeitsgründen ständig besteigt •Ich finde es für meine Hunde harmonischer, wenn beide kastriert sind. Spike hatten wir damals kastrieren lassen, weil unser verstorbener Hund Rocko aus dem Tierheim auch kastriert war. Als Beispiel: Spike hatte sich während Pias Läufigkeit gegenüber anderen Rüden so fürchterlich benommen. Er war richtig aggressiv in dieser Zeit! •Die Rücksichtslosigkeit von Hundehaltern mit nicht kastrierten Rüden •Wir verreisen gerne und nicht immer können wir die Hunde mitnehmen. So auch dieses Jahr, da sind wir in Irland auf einem Hausboot. Genau zu dieser Zeit wäre Pia Läufig geworden und wir hätten sie nicht in die Urlaubsbetreuung geben können. Mit Junior, der noch zur Schule geht, meinem Mann und meiner Kindertagespflegestelle, können wir unsere Urlaube nicht nach Pias Läufigkeit planen •Durch die Kastration können Erkrankungen von Eierstöcken und Gebärmutter verhindert werden •Aus medizinischen, hormonellen Gründen soll die Kastration auch gegenüber Pias Krankheit „Beagle Pain Syndrome“ zum Vorteil sein Auch ich hatte wahnsinnige Angst um Pia, als sie gestern operiert worden ist und war überglücklich, dass alles gut gelaufen ist. In ca. 8 Wochen wollen wir langsam, ganz langsam das Cordison wegen Pias Meningitis ausschleichen lassen... Einen ganz lieben Gruß von Marion mit Pia, der es heute schon wieder soooo gut geht |
#52309 |
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Aw: Kastration - Pro und Contra
Mar 24 2012 08:47:58 So,nun werde ich gleich eine Breitseite bekommen.
Es gibt aber auch eine andere Seite warum ich für Kastration bin: 1.In der Natur der Tiere ist es nun mal sich zu vermehren. 2.die Tierheime sind gestopft voll,von solchen Zufalls Treffern, ich finde es absolut richtig das die Tiere dort nur kastriert oder mit der Auflage sie kastrieren zu lassen abgegeben werden. 3.Es kommt auch darauf an wo ich mit den Hunden lebe,bei uns gibt es jede Menge Hunde und wenn wie jetzt die große Läufigkeit einsetzt und die Rüden vor lauter Weiber nicht mehr fressen rum wimmern oder gar abhauen sie weder Autobahn noch Bahngleis sehen ist das wohl für keinen mehr lustig. 4.Mit einer läufigen Hündin unterwegs zusein und nur ständig gucken wo kommt ein Hund oder nur noch zwischen Dunckel und Nacht raus zugehen auch nicht spassig. 5.Julchen ist kastriert und Felix hat einen Chip wie es nun bei uns viele sind und ich kann nur sagen und es geht es gut damit,sie dürfen laufen und toben wie das ganze Jahr und es ist für alle ein entspanntes mit einander (gut einige Erzfeinde hat ja jeder ob nun kastriert oder nicht). 6.Wenn ich der Natur nicht ihren Lauf lassen darf oder will - kann ich den Hunden (und mir) auch den Stress mit dem nicht dürfen ersparen. |
#52310 |
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Aw: Kastration - Pro und Contra
Mar 24 2012 14:35:24 Ich stehe neben dir und fange die Breitseite voll ab, Jule.
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#52317 |
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Aw: Kastration - Pro und Contra
Mar 25 2012 15:44:54 Jule, Du vergisst, dass auch in der Natur die Hündinnen nicht gedeckt würden, da dieses nur wenigen Hündinnen vergönnt wäre. Somit lässt man der Natur auch dann ihren Lauf, wenn die Hündinnen nicht gedeckt werden.
Sollte es einmal zu einem "Fehltritt" kommen, kann sofort abgespritzt werden. Nach Auskunft meiner TÄ ist dieses heutzutage für Hündinnen keine böse Keule mehr. Somit sind überfüllte Tierheime absolut nicht notwendig. Wenn es mir zu viel ist, diese Verantwortung auf mich zu nehmen und dann ist eine Hündin vielleicht das falsche Geschlecht für mich. Auch Miss Watsons Läufigkeit hat sich im hundeüberfüllten Stadtgebiet abgespielt, ich weiß also auch, was Sache ist. Bei uns war es üblich mitzueilen, dass man eine läufige Hündin hat. Kein anderer hat deswegen Ärger gemacht und die Rüdenhalten haben diese sofort an die Leine genommen. Niemand hat sich aufgeregt oder Stress deswegen gehabt und kein Hund ist auf eine der vielen Autobahnen gelaufen. Alle haben aufgepasst und Verständnis füreinander gehabt. |
#52358 |
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Aw: Kastration - Pro und Contra
Mar 25 2012 17:06:38 *Anja* schrieb:
Jule, Du vergisst, dass auch in der Natur die Hündinnen nicht gedeckt würden, da dieses nur wenigen Hündinnen vergönnt wäre. Somit lässt man der Natur auch dann ihren Lauf, wenn die Hündinnen nicht gedeckt werden. Sollte es einmal zu einem "Fehltritt" kommen, kann sofort abgespritzt werden. Nach Auskunft meiner TÄ ist dieses heutzutage für Hündinnen keine böse Keule mehr. Somit sind überfüllte Tierheime absolut nicht notwendig. Wenn es mir zu viel ist, diese Verantwortung auf mich zu nehmen und dann ist eine Hündin vielleicht das falsche Geschlecht für mich. Auch Miss Watsons Läufigkeit hat sich im hundeüberfüllten Stadtgebiet abgespielt, ich weiß also auch, was Sache ist. Bei uns war es üblich mitzueilen, dass man eine läufige Hündin hat. Kein anderer hat deswegen Ärger gemacht und die Rüdenhalten haben diese sofort an die Leine genommen. Niemand hat sich aufgeregt oder Stress deswegen gehabt und kein Hund ist auf eine der vielen Autobahnen gelaufen. Alle haben aufgepasst und Verständnis füreinander gehabt. Na Anja, ich wäre froh, ich könnte diese Erfahrung und die Reaktionen der "Rüden-Halter" teilen. Bei uns hier auf dem Land ist dieses Verständnis nicht bei jedem vorhanden und ich wußte mir leider oft genug nicht wirklich zu helfen, wenn ich mit den beiden Mädel's unterwegs war. |
#52371 |
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Aw: Kastration - Pro und Contra
Mar 25 2012 17:13:24 kupferli schrieb:
Na Anja, ich wäre froh, ich könnte diese Erfahrung und die Reaktionen der "Rüden-Halter" teilen. Bei uns hier auf dem Land ist dieses Verständnis nicht bei jedem vorhanden und ich wußte mir leider oft genug nicht wirklich zu helfen, wenn ich mit den beiden Mädel's unterwegs war. Naja Annette, ich war bisher nur Rüdenhalter ... immer alle unkastriert ... aber wie bei so vielem im Leben gibt es auch hier zwei Seiten der Medaille ... ich hab leider oft schon Halter von Hündinnen getroffen (heißen Hündinnen), die auf mein Erstaunen, warum meine Rüden mit einmal so verrückt spielen, einfach nur geantwortet haben, lassen sie ihnen doch mal den Spaß, die riecht grad gut ... boah, ich sag Dir, das ist auch jedesmal ein "Erlebnis". |
#52373 |
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Aw: Kastration - Pro und Contra
Mar 25 2012 17:50:56 Keaty schrieb:
Naja Annette, ich war bisher nur Rüdenhalter ... immer alle unkastriert ... aber wie bei so vielem im Leben gibt es auch hier zwei Seiten der Medaille ... ich hab leider oft schon Halter von Hündinnen getroffen (heißen Hündinnen), die auf mein Erstaunen, warum meine Rüden mit einmal so verrückt spielen, einfach nur geantwortet haben, lassen sie ihnen doch mal den Spaß, die riecht grad gut ... boah, ich sag Dir, das ist auch jedesmal ein "Erlebnis". Ja Gitti, da geb ich Dir logischerweise und aus der Erfahrung heraus auch recht. Ich hab mal einen Halter darauf aufmerksam gemacht, dass er seine läufige Hündin anleinen soll. Da kam auch nur Unverständnis auf. Auch im Bekanntenkreis ist gerade eine läufige Hündin, die, wenn auf der Spielwiese ja "nichts los ist", frei laufen darf, damit sie spielen kann. Dass auch eine läufige Hündin sich einen Rüden sucht, glaubt man da einfach nicht! |
#52378 |
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Aw: Kastration - Pro und Contra
Mar 25 2012 19:16:37 Überfüllte Tierheime sind nicht notwendig- warum haben wir sie dann?
Abspritzen ist mal so gesehen Abtreibung oder?Habe einen potenten Rüden - Frau kommt die ist läufig - Leine dran - und das alle 10 minuten per se.an und ab. Habe noch dazu ein Hündin läufig- Leine sowieso dran - hallo die ist läufig- ach so der andere Rüde Leine dran. Der Rüde versteht nicht warum er mit dem anderen Rüden plötzlich nicht darf- naja und so weiter. So gesehen kann ich die beiden eigentlich nur an der Leine lassen ausser ich ich verpisse mich in den Bay. Wald in die Nähe der Grenze. Meine Hunde dürfen sollen mit ins Büro mit in die Stadt mit ins Cafe mit in den Urlaub ins Hotel u.s.w. Bravo mit zwei Liebes Horom gesteuerten Hunden,ich muss das nicht haben!!! Ausserdem:Scheinschwangerschaft,Gebärmutterentzündung,Eiterfluss, Milchleistenkrebs und beim Rüden Prostataprobleme bis zum Krebs,Dauererrektion u.s.w. erleichtert mir die Entscheindung noch zusätzlich. Mit der Wolf - Hunde Basis Story dürfen wir langsam auch mal aufräumen. Der Hund stammt wohl vom Wolf ab, nur sein Werdegang ist doch erwiesen ein anderer. Als alles bis auf drei nicht auf dem Baum ist wird gedeckt. |
#52394 |
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Aw: Kastration - Pro und Contra
Mar 26 2012 10:24:58 Petra, wenn Du mit anderen Hundehaltern so sprichst, wie Du hier schreibst, dann ist mir klar, was um Dich herum so passiert.
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#52418 |
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Aw: Kastration - Pro und Contra
Mar 26 2012 10:48:56 ich fände es toll wenn die Leute endliche mal aufhören würden die Schuld immer abzuschieben.
Die Besitzer von Hündinnen erzählen einen, dass die blöden Rüdenbesitzer nicht aufpassen würden, die Besitzer von Rüden sagen das die anderen ihre läufigen Hündinnen gefälligst an die kürzere Leine nehmen sollen. Das ist das Gleiche wie mim Hundekot aufsammeln, immer sind die anderen Schuld, wenn jeder einfach mal sein Möglichstes tun würde und davon ausgeht, dass es die anderen genauso machen, wäre alles doch einfacher. Ich lass Geoff ohne Leine laufen und bin dabei immer sehr aufmerksam, aber KEINER kann hellsehen, also spreche ich mich frei von Fehlerlosigkeit. So, und mal angenommen, Geoffrey würde mir einfach mal einmal entwischen, weil er schneller war als ich und bei der läufigen Hündin landen, was passiert wohl??? Ja, die/der Besitzer würde nach Hause gehen und sagen: war ja klar, immer diese rücksichtslosen Rüdenbestizer...! Ihr wisst worauf ich hinausmöchte... PS: Geoff bleibt unkastriert |
#52419 |
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Aw: Kastration - Pro und Contra
Mar 26 2012 11:03:23 Ich glaube nicht, dass es hier um "Schuldzuweisung" geht, Manuela. Was Du schilderst, kann jedem von uns passieren, egal ob Halter einer Hündin oder eines Rüden. Ungewollt Deckung einer Hündin kann niemand von uns ausschließen. Gegenseitige Rücksichtnahme bezieht sich meiner Meinung nach auch nicht unbedingt nur auf dieses eine Thema. Vor ca. 2 Wochen war ich kurz vor der Haustür, als mir ein junger Mann mit einem riesen, großen Hund entgegen kam. Meine beiden Mädel's lasse ich dann immer absitzen und versuche, ihren Blick auf mich zu lenken (funktioniert auch mittlerweile super gut). Allerdings war der große Rüde, der uns entgegen kam, nicht zu halten. Der junge Mann kam ins straucheln und viel schließlich hin. Der Hund zog ihn ca. 10 m hinter sich her, ohne dass der junge Mann auch nur die geringste Chance hatte. Er kam direkt zähnefletschend auf uns zu. Ich hab mir fast vor Angst in die Hose "geschissen"! Sorry, aber es war einfach so. In den ersten Sekunden stand ich wie angewurzelt da. Dann hab ich den Hund dermaßen angebrüllt (wußte garnicht, dass ich so laut schreien kann)! Habe meine beiden Mädel's, die immer noch da saßen, genommen und bin ein Stück den Weg zurück gelaufen. Es hat noch bestimmt 5 Minuten gedauert, bis der junge Mann wieder auf den Beinen stand und sich mit seinem Hund entfernt hat. Kondi war zu diesem Zeit läufig. Vermutlich ist der große Rüde deshalb so durchgedreht?!? Wie kann ich solche Situationen vermeiden? Bedeutet das jetzt für mich: ich muß in der Zeit der Läufigkeit auf Spaziergänge verzichten oder darf mich nur noch zu Tageszeiten draußen bewegen, wo alle anderen Hunde-Gassi-Gänger zu Hause sind? Nachts im Dunkeln? Stelle ich ein Hundeklo in meine Wohnung, weil meine beiden Süßen sich in unserem Garten beide nicht lösen?
Ich denke mal, eine "Patentlösung" wird es nie geben. Ich lerne noch heute täglich neue Dinge dazu, mache immer wieder Fehler. Versuche aber daran zu arbeiten. Und mache mir solche Entscheidungen nicht leicht. Im Fall der Fälle verlasse ich mich hier auf den Rat meiner TÄ, der ich vertraue. Würde sie einer Kastration ablehnend gegenüber stehen, würde ich einen solchen Schritt nie machen. Hier kommt es im speziellen wohl auf den Einzelfall an. Achso, wobei solche "Zwischenfälle" nicht ausschlaggebend sind, dass wir unsre beiden Mäuse kastrieren lassen, sondern da gibt es bei beiden eine medizinische Indikation! |
#52420 |
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Aw: Kastration - Pro und Contra
Mar 26 2012 11:14:16 Es macht meiner Meinung nach auch einen Unterschied, ob man in der STadt wohnt oder auf dem Land/in der Kleinstadt, wo man noch eher die Chance hat, anderen Hundehaltern aus dem Wege zu gehen. Das geht in der Stadt nunmal nicht so leicht. Da hat man enge Straßen und einen Park. Und wenn man nicht nur Straße langlaufen will, muss man eben in den Park.
Außerdem, und da muss ich Petra absolut Recht geben, macht es auch noch einen Unterschied, wenn der Hund mit zur Arbeit soll. Ich z.B. kann wohl schlecht meinem Chef sagen, Sadie ist läufig, ich arbeite in der Zeit nur Nachts. Ich habe meine Kernarbeitszeiten, zu denen MUSS ich nach draußen und treffe da unweigerlich andere Hunde. Man wird bei diesem Thema nie auf einen Nenner kommen. Es gibt so viele Dinge, die berücksichtig werden müssen für diese Entscheidung. Jeder hat seine Meinung und jede Meinung ist auf ihre Weise richtig |
#52421 |
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Aw: Kastration - Pro und Contra
Mar 26 2012 11:56:39 was soll um mich herum passieren, gar nix.
Stimmt gelegentlich wird es halt mal kernig - aber dann ist es auch wieder gut. Im laufe der (Hund) Jahre,habe ich gelernt mich auch mal auf die Hinterfüsse zustellen. Kastrieren oder nicht muss jeder für sich selbst entscheiden.Ich bin aber auch der Meinung keiner muss sich für seine Haltung zu der Sache entschuldigen oder rechtfertigen. Jeder hat seinen Standpunkt der sich auch ändern kann wenn es erforderlich ist und da kenne ich einige. |
#52422 |
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Aw: Kastration - Pro und Contra
Mar 28 2012 07:31:33 Na Na Na
jetzt kommt mal wieder runter!! Letztendlich entscheidet das jeder selber und das ist auch gut so. Welche Gründe jeder Halter hat spielen da keine große Rolle. Ich habe nur aus meiner Sicht geschrieben und mich für eine Totaloperation im Sinne des Hundes entschieden. Wie sich vor ein paar Tagen rausgestellt hat Gott sei es gedankt noch rechtzeitig. Naomi hatte noch einen Mitbewohner in der Milchleiste. Meine TÄ hat das mir erst jetzt gesagt, damit ich mir nicht noch mehr Sorgen um meine Knudelmaus mache. Ich brauche euch ja nicht schreiben was alles bei Naomi passiert ist, das war schon schlimm genug. Die Gewebeprobe wurde positiv getestet. Wir rennen seit 4 Wochen jeden Tag zum TA, und jeder Tag ist ein Erfolg. Naomi wird immer frischer. Heute Morgen wurde ein Ultraschall gemacht und es ist nichts mehr zu sehen. Somit habe ich das Gefühl, das ich alles richtig gemacht habe!!!!! Hätte ich nicht so gehandelt wäre Naomi nicht mehr am Leben. Das nur zur Erklärung. Tom |
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Aw: Kastration - Pro und Contra
Mar 28 2012 07:47:03 Ich freue mich für Euch Tom, daß Ihr für Naomi die richtige Entscheidung getroffen habt und sie nun wieder so fit ist!!!
Du hattest Deine Gründe und den Mut zum Handeln aufgebracht - und Naomi dankt es Euch. Weiterhin alles Gute für Euren Schatz!! |
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Aw: Kastration - Pro und Contra
Mar 28 2012 09:41:47 Ich kann mich den Worten von Tom nur anschließen. Schön, dass es der Maus wieder gut geht und sie anscheinend alles überstanden hat.
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Aw: Kastration - Pro und Contra
Apr 06 2012 18:40:02 Hallo!
Es gab mal Zeiten da war ich überzeugte Verfächterin des Kastrieren. Warum? Ich bin in Italien aufgewachsen und habe immer wieder mitbekommen wie sich Hunde unkontrolliert vermehren, wie unerwünschte Welpen entsorgt wurden und nicht mehr gewünschte Hunde ausgesetzt wurden. Wie oft streunerte plötzlich ein herrenloser Hund wieder bei uns und hoffte etwas Streicheleinheiten, Futter und ein warmen Platz zu bekommen? Die Tierheime sind überfüllt und der allgemeine Zustand darin ist eine Katastrofe. Mitlerweile sind einige Jahre vergangen und hier in Deutschland ist die Problematik der streunenden Hunden G.s.D. nicht so groß zumal auch die Beziehung zu den Haushunden i.d.R. eine andere ist. Im großen und ganzen denke ich Heute, dass die meisten Hundehalter genügend Verantwortung zeigen und eine unkontrollierte Vermehrung verhindern können. Und das geht tatsächlich auch in einer Milionenstadt wie München. Allerdings gibt es auch die andere Sorte von Hundebesitzer wo ich nach wie vor der Meinung bin dass eine Unfruchtbarmachung der Hunde das Beste für alle beteiligte wäre. Schaut nur mal auf manche Bauernhöfe oder in einigen sozial schwachen Familien... hier sind "Unfälle" ganz normal und haben leider die Nebenwirkung dass sie sogar noch Geld in die Kasse einbringen. Mein Rudel ist gemischt. Die damalige Hündin Syd, kam schon kastriert aus dem Labor. Angäblich wurde sie Jahre zuvor beim Kaiserschnitt kastriert. Neben/Nachwirkungen hatte sie keine davon. Sie war stets eine souveräne, freundliche unkomplizierte Hündin die Rüden über alles geliebt hat. Feivel war 7 Jahre lang Deckrüde und Samenspender, hatte eine veränderte Prostata und wurde auf anraten des Instituts vor der Entlassung kastriert. Im Nachhinein weiß ich nicht ob es die beste Lösung für ihn gewesen ist da er eher ein unsicherer Hund ist und besonders anfangs oft von anderen Rüden bedrängt wurde. Aus medizinischer Sicht wäre es aber über kurz oder lang unumgehbar gewesen. Sophy kam unkastriert und wäre es auch geblieben hätte sie nicht immer wieder eitrigen Ausfluss bekommen. Als dann innerhalb von wenigen Monaten mehrere Knoten in der Gesäugeleiste auftauchten, habe ich mich entschlossen sie operieren zu lassen. Früher, hätte ich nie gedacht dass mich so eine Entscheidung so schwer fallen würde. Emmely ist nach wie vor unkastriert und wird es bis auf weiteres auch bleiben. Abgesehen von den Gemühtsschwankungen, merkt man ihr eine Läufigkeit kaum an. Wenn man nicht zufällig ein Blutstropfen entdeckt, würde man es sogar übersehen. Apropos, weil es so häufig genannt wird: die Gefahr von Inkontinenz nach einer Kastration steigt mit der Größe des Hundes (Hunde unter 20Kg leiden eher selten daran) und ist bei einigen Rassen vorprogrammiert (Boxer und Dobermann sind nur ein paar Beispiele). beim Beagle kommt es eher selten vor. |
#53092 |
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Aw: Kastration - Pro und Contra
Apr 08 2012 05:49:30 Unsere beiden Hündinnen, Bonnie und Bijou sind kastriert. Beide wurden im Alter inkontinent. Mit dem Medikament Caniphedin 20 haben wir es sehr gut in den Griff bekommen. Jeden Morgen bekommen sie ihre Tablette mit einem Stückchen Leberwurstbrot.
LG Martin |
#53186 |
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