Postanschrift: Laborbeaglehilfe e.V.
z. Hd. Gisela Wertich
Keilerweg 1
D - 35428 Langgöns
Beaglejunge Sam, ehem.
Erny (6 Monate)
02.03.2009
Sams Behandlung ist weitestgehend abgeschlossen.
Sein Sehvermögen hat zunächst dazu geführt,
dass er sich vor vielen Dingen fürchtet,
was nicht wirklich überrascht. Seine neue
Familie und Beagledame Sally werden ihn behutsam
begleiten, wenn er die Welt für sich entdeckt.
Die Kosten für die Operation betragen €
3.559,28. Das ist eine Menge Geld, wir sind dennoch
der Meinung, dass es gut investiert ist.
05.02.2009
Aktuelles von Sam: Zwei Tage nach der OP gab es
Komplikationen, weil Sam zu wenig und manchmal
gar keine Tränenflüssigkeit produziert.
Morgens bekam er die Augen nicht mehr auf. Ein
Besuch in der Tierklinik brachte die nächste
Sorte Augentropfen, um die Produktion der Tränenflüssigkeit
anzuregen.
Gestern war dann wieder
eine Nachuntersuchung. Leider hat sich eine der
beiden Linsen verschoben. Sie wird jetzt gerade
operativ entfernt.
Sams Familie möchte
ihm nun weitere Operationen ersparen, zumal niemand
sicher vorhersagen kann, dass der nächste
Versuch erfolgreicher wäre. Mit dem anderen
Auge kann er sehen und kommt so gut klar.
Sam ist ein fröhlicher
kleiner Hund, der sein Leben in der neuen Familie
genießt und sich prima mit Beaglehündin
Sally versteht. Pilot kann er mit diesen Augen
nicht mehr werden, aber er sieht genug, um sich
zurecht zu finden.
Wir sind froh, so eine
tolle Familie für ihn gefunden zu haben.
Es war ja eigentlich nur noch eine Formsache:
er wird dort bleiben!
28.01.2009
Sam wurde gestern operiert und ER KANN
SEHEN! Nach ein paar Stunden intensiver
Kontrolle durfte er gestern Abend die Klinik verlassen.
Er bekommt nun stündlich Augentropfen und
hat noch etliche Nachuntersuchungen vor sich.
Weil Tageslicht sehr schmerzhaft für ihn
ist, hat er ein Mittel bekommen, das die Pupillen
klein hält und in den nächsten Tagen
wird das Haus noch abgedunkelt.
Das größte Kunststück
wird nun darin bestehen, Sam klarzumachen, dass
wildes Toben und Auf-den-Tisch-Klettern für
die nächste Zeit keine gute Idee ist. Es
dauert Wochen, bis die neuen Linsen fest verwachsen
sind. Seine Menschen haben jetzt einen Vollzeit-Job
mit ihm.
Wir sind sehr froh, dass
bis jetzt alles so gut geklappt hat und dass wir
so schnell einen Termin für die OP bekommen
haben. In ein paar Wochen kann Sam die Frühlinssonne
genießen und wird sich nicht mehr an die
Zeit im Dunklen erinnern.
21.01.2009
Sam hat die eineinhalbstündige Untersuchung
seiner Augen geduldig über sich ergehen lassen.
Er hat grauen Star in einem sehr späten Stadium
und sieht fast nichts mehr.
Und nun die gute Nachricht: die Augen
können operiert werden! Dazu werden
beide Linsen entfernt und durch neue ersetzt.
Der Augenarzt muss nun Linsen beschaffen, die
mitwachsen, weil Sams Augen noch nicht ausgewachsen
sind. Parallel dazu laufen die Vorbereitungen
für die OP. Sam bekommt dreimal täglich
Tropfen in die Augen.
Wir hoffen, dass er nächste
Woche operiert werden kann. Im Anschluss an die
Operation wird es etliche Nachuntersuchungen geben,
Sam wird lebenslänglich Augentropfen benötigen
und sein Augeninnendruck muss vierteljährlich
kontrolliert werden. Die Kosten für die OP
und die Nachsorge liegen bei 2.500 Euro, wenn
es keine Komplikationen gibt.
Diese Kosten trägt
der Verein. Wir möchten uns an dieser Stelle
herzlich für Ihre Spenden bedanken, die uns
in die Lage versetzen, in Fällen wie diesem
alles zu tun, was nötig ist, um den kleinen
Mann sehend in sein neues Leben zu schicken.
Wir danken auch der Pflegefamilie,
die die Mühen der häufigen Arztbesuche
verbunden mit etlichen Stunden auf der Autobahn
nicht scheut und Sam sehr ins Herz geschlossen
hat.
17.01.2009
Vor 6 Monaten kam Sam blind zur Welt. Gestern
durfte er das Labor verlassen. Nach einer vierstündigen
Fahrt im Auto kam er bei seiner Pflegefamilie
an. Das Autofahren war ihm nicht gut bekommen,
den Inhalt seiner Magens hatte er komplett in
die Box entleert.
Kaum war die Box geöffnet,
vergaß er, dass ihm schlecht war und kam
vorsichtig heraus. Die Beaglehündin der Familie,
Sally, wurde zuerst begrüßt, dann wandte
er sich seinen neuen Menschen zu und erkundete
seine Umgebung.
Wir hatten befürchtet,
dass er überall aneckt, seltsamerweise passierte
das aber nicht. Dass es eine Stufe vom Ess- ins
Wohnzimmer gibt, hatte er sofort begriffen und
wo die Näpfe stehen, war auch bald kein Geheimnis
mehr.
Der kleine Mann hat trotz
seiner Behinderung so viel Lebensfreude und zeigte
größtes Vertrauen seiner Familie gegenüber.
Ganz entspannt lag er im Arm und ließ sich
bekuscheln.
Wir glauben, dass er zumindest
Schatten sehen kann. Montag wird er seinen Augenarzt
kennen lernen. Wir hoffen sehr, dass eine Operation
seiner Augen zum Erfolg führt und werden
hier weiter berichten.