Lübecker Bucht
Westwärts,
westwärts bis Scharbeutz
Ausflugstipp „Lübecker
Bucht“
Nicht nur im Sommer, gerade
auch im Herbst und Winter ist die Lübecker
Bucht ein ideales Ausflugsziel. Dann sind
die Strände relativ leer und ermöglichen
ein stundenlanges Spazieren gehen mit dem Hund. Aber
es gibt noch viel mehr zu entdecken!
Ein gelungener Ausflug beginnt
für uns schon mit der Anfahrt. Wir empfehlen
den Sonnabend, dann ist es noch nicht ganz so voll
und es gibt weniger Staugefahr. Den ersten Stopp legen
wir in Lübeck-Dänischburg ein. Gleich hinter
der Autobahnausfahrt ist der Werksverkauf von Villeroy
& Boch. Für die Hunde ist es hoch-gradig
langweilig, sie dürfen deshalb im Auto bleiben.
Dafür schlägt das Herz von Porzellan-Freunden
aber höher. Verkauft wird hier zweite Wahl mit
kleinen Fehlern, die aber nur bei sehr genauem Hinsehen
zu erkennen sind. Die Preise sind deutlich günstiger
als im Fachhandel und manchmal gibt es richtige Schnäppchen.
Auch wenn es komisch ist, im Hochsommer Weihnachtsartikel
und zu Weihnachten Osterdekoration zu kaufen. Das
Standardsortiment ist das ganze Jahr über erhältlich.
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Damit auch die Hunde zu ihrem
Recht kommen, dürfen sie jetzt frei laufen. Direkt
an der Autobahnaus-fahrt Scharbeutz liegt der Klingberg.
Ein 19 Hektar großes, komplett mit Schafdraht
eingezäuntes Hundeauslaufge-lände.
Neben ausreichend im Gelände ver-teilten
Bänken gibt es auch eine „Hundebar“
mit Frischwasser für die Vierbeiner. Püppi
und Emma können zwar in Feld und Wald frei laufen,
aber ein Spaziergang hier ist einfach entspannend.
Selbst wenn die Hunde mal nicht zu sehen sind, es
gibt kein Wild zum Jagen und heraus kommen sie nicht.
Und kein Jogger, Spaziergänger oder sonstige
Person kann etwas gegen freilaufende Hunde sagen.
Ein Festtag für „gequälte“ Hamburger!
Ein Aussichtsturm am Eingang ermöglicht noch
den Blick bis zur Ostsee. Besonders wenn die Blätter
gefallen sind, sonst versperren die Bäume allmählich
den Seeblick. Für Inter-essierte ist ein
Naturpfad um das Gelände herum angelegt, der
Bäume und Sträucher vorstellt. Innerhalb
des Gelände dauert ein Rundgang immer am Zaun
entlang ungefähr fünfundzwanzig Minuten
in flottem Tempo. Aber kleinere Wege und Stiege locken
immer wieder in das Innere des Geländes. Und
wer glaubt, das Norddeutschland flach ist, der lernt
durch Ostholstein eine ganz andere Seite kennen.
Nachdem sich die Hunde hier
austoben konnten, geht es zum nächsten Programmpunkt.
Jetzt wartet die Ostsee auf uns – und ein Mittagessen
am Niendorfer Hafen. Am Besten parkt
man am Parkplatz „Vogelpark“. Hier kostet
es keine Parkgebühr und die Ostsee ist schnell
erreicht , wenn man die Straße überquert
hat. Gleich hier gibt es genügend Restaurants,
für jeden Geldbeutel ist etwas dabei. Mit Hund
empfiehlt sich allerdings der Hafenimbiss. Riesige
Portionen Fisch, direkt aus Pfanne, können draußen,
mit Blick auf den Hafen verzehrt werden. Und die ewig
hungrigen Beagle können die Reste der Portion
vertilgen. Gut gesättigt und etwas müde
lockt jetzt der Strand.
Der Hundestrand
ist in Richtung Timmendorf, gleich hinter dem Yachtclub
(nicht mit dem Seglerverein gegenüber verwechseln,
dieser Weg führt zu einem Aussichtspunkt am Hafenausgang).
Da der Hundestrand von einer Seite vom Hafen, von
einer anderen durch einen Zaun und vorne durch die
See begrenzt wird, ist auch hier die Sicherheit relativ
hoch. Bislang haben wir hier auch immer andere Hunde
getroffen, mit denen Emma toben konnte. Im Sommer
ist es natürlich richtig voll, aber am hinteren
Ende zum Hafenbecken hin, findet sich auch im Hochsommer
immer noch ein Plätzchen. Der Strand fällt
ganz sanft zur See hin ab und geht flach in das Wasser
über. So ist aus Emma im Laufe der Zeit ein richtiger
Wasserhund geworden. Im Winter oder wenn die Wellen
zu sehr am Strand auflaufen, begnügt sie sich
allerdings mit Wassertreten. Aber meistens ist es
hier vom Wellengang her ruhig, da die Hafenanlage
die Wellen bricht. Und weil es sehr flach ist, heizt
sich das Wasser im Frühling auch recht schnell
auf. Da der Hundestrand am Hafen endet und so eine
Art von Sackgasse darstellt, herrscht auch kein Durchgangsverkehr
und kaum jemand muss seinen Hund abrufen.
Nicht nur direkt am Strand,
sondern auch an der Strandpromenade sind in Abständen
„Hunde - Stationen“ installiert. Aus einem
Automaten kann man sich Hundetüten ziehen und
sie auch gleich entsorgen. Und für das Ganze
muss man nicht einen Cent bezahlen. Und für die
ganz Bequemen gibt es auch einen kostenpflichtigen
Parkplatz direkt an der Strandpromenade. Bevor wir
uns wieder auf den Weg machen, können wir mit
etwas Glück noch fangfrische Fische der Saison
direkt vom Kutter kaufen. Das ganze Jahr über
verkaufen die Niendorfer Fischer ihren Fang an kleinen
Buden. Neben Butt und Scholle gibt es auch Dorsch
oder Hornhecht.
Wenn sich der Tag langsam dem
Ende zuneigt, wird es Zeit, sich auf den Heimweg zu
machen. Von Niendorf aus nehmen wir die Straße
Richtung Häven. In Warnsdorf warten noch weitere
Einkaufsmöglichkeiten auf uns. Bei Hof Honhold
kann man Bioprodukte direkt vom Erzeuger kaufen. Neben
Obst und Gemüse sind dies Wildspezialitäten
aus holsteinischen Forsten oder auch selbstgemachter
Aufschnitt, wie Mettwurst in Geschmacksrichtungen
wie Rum und Honig oder Hirsch- und Wildschweinschinken.
Die Köstlichkeiten können auch im hofeigenen
Restaurant verspeist werden. Gleich gegenüber
findet sich Karl’s Erlebnishof. Was vor einigen
Jahren noch ein verschlafener Verkauf von Erdbeeren
war, hat sich im Laufe der Zeit zu einem ausgewachsenen
Freizeitvergnügen entwickelt. Es gibt hier allerlei
zu erleben. Im Sommer lockt ein Maislabyrinth und
der Kaffeegarten. Ganzjährig findet sich in der
Scheune der Bauernmarkt mit Artikeln für das
gesamte Leben. Im Kerzen- und Keramikland können
Kinder sich eigene Kerzen ziehen, während es
sich die Eltern im Café gut gehen lassen.
Da auch die Hunde zwischendurch
immer wieder verpflegt worden sind, fahren wir jetzt
alle satt und müde gemütlich nach Hause
und lassen Lübeck links liegen. Es gibt noch
mehr Tage, an denen wir einen Ausflug machen möchten.
Wer Lust bekommen hat – an der Lübecker
Bucht gibt es noch viel mehr zu erleben. Im Herbst
jagt die Beagle-Meute Lübeck über die Stoppelfelder,
stundenlang kann man auch an anderen Stränden
wandern, eine kombinierte Wander- und Bootstour bei
Plön unter-nehmen, die Aussicht vom Bungsberg
genießen oder zur Bräutigamseiche im Dodauer
Forst wandern.